﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 03:56:18 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - August 2019</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2019-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2019-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kreativ Verantwortung übernehmen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kreativ-verantwortung-252bernehmen</link><description><![CDATA[ Eine Frau ist zu sehen mit schwarzen Zöpfen. Ihre Augen sind geschlossen, auf dem ebenso bunt wie dunkel gemaltem Bild. Ihr Körper leuchtet grün und blau. Unter ihren verästelten Lungen lodern gelb-orange Flammen. Schwarzer Qualm steigt auf beiden Seiten auf. Es schmerzt, denn es brennt, auch in unserer Küche: Sinnlich berührend sehe ich den brennenden Amazonas vor mir, bedrohte Menschen, Tiere, Pflanzen, die grüne Lunge unserer Welt. Diese weibliche Figur, die von Lateinamerika aus durchs Netz wandert, steht für uns alle. Der Lebensraum der indigenen Bevölkerung, die Artenvielfalt und das Klima weltweit sind gefährdet. Ja, die Erderwärmung existiert. Nur jetzt wird sie durch die Politik der rechtsextremen Regierung Brasiliens noch weiter geschürt: Mit ihren Reden hat sie der Abholzung eine Art Freifahrtschein ausgestellt, ignoriert wesentliche Zusammenhänge und Kreisläufe unseres Planeten und verletzt menschliche Werte. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Was tun? Seit Monaten schon weisen indigene Gruppen aus Brasilien, Lateinamerika oder auch Indonesien in ihren Reden, bunt bemalt und häufig in Gruppenkonstellationen tanzend, auf diese Notlage hin. Künstlerinnen und Künstler haben sich mit ihnen verbunden: Ein 10-minütiger Filmclip wanderte schon vor einem halben Jahr durch Netz, der mit Bossa Nova-Klängen, poetisch aufrüttelnden Worten und bewegenden Bilder auf die alarmierende ökologische und menschliche Schieflage aufmerksam machte. Die internationale Politik scheint all dies nur zu erreichen, wenn wir alle – wie momentan – mit einem Kontinent in Flammen schon mitten im Desaster sind. Ein klares Umdenken von Politik und Wirtschaft mit konsequentem Handeln ist das Freihandelsabkommen nicht, auch wenn die auf dem G7-Gipfel beschlossenen Hilfsmaßnahmen notwendig sind. Die Zusammenhänge von Mensch und Natur, wie sie für die Indios in ihrer Verbundenheit so offensichtlich und schmerzlich greifbar sind, erkennen wir alle noch viel zu wenig. 

 ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 22:07:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kreativ-verantwortung-252bernehmen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-91]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die geballte Energie engagierter Frauen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-geballte-energie-engagierter-frauen</link><description><![CDATA[ Von Torsten Krug 

 In Wuppertal gibt es einen Chor von Frauen aus aller Herren Länder, deren Stimmen noch immer zu wenig Gehör finden. Ich schreibe diesen Satz bewusst mehrdeutig. Den Chor gibt es tatsächlich – gleich werde ich von ihm erzählen, denn ich finde, er sollte noch bekannter sein. Und leider stimmt auch: Viele seiner Sängerinnen stammen aus Ländern, in denen ihre Stimmen noch immer unterdrückt werden. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Der Wuppertaler Chor, von dem ich rede, trägt seine positive Energie schon im Namen: WoW – als Abkürzung für „Women of Wuppertal“. Seine Sängerinnen stammen aus vielen Kulturen der Erde und leben in Wuppertal. Gesungen wird in den jeweiligen Herkunftssprachen und auf Deutsch. Hayat Chaoui leitet den Chor: „Wir definieren uns über das gemeinsame Tun im Augenblick, nicht darüber, woher wir kommen, welchen Bildungsstand wir haben, oder wie gut wir deutsch sprechen. Wir lernen voneinander und miteinander durch das Erarbeiten unserer Lieder.“ WoW ist ein Angebot der Bergischen Musikschule in Kooperation mit Alpha e.V. (Soziale Dienstleistungen) und wird gefördert durch das Jobcenter Wuppertal. 

 Auf den Chor aufmerksam geworden bin ich während der Vorbereitungen für meine Inszenierung von „Lange Schatten unserer Mütter“ von Safeta Obhodjas. Bei der Uraufführung am 6. September werden neben den Schauspielerinnen Silvia Munzón López und Marina Matthias auch Frauen dieses Chores auf der Bühne stehen und das Thema Integration auf ihre Weise, mit ihren Stimmen und ihrem Spiel mit erzählen. 

 Bei einem Vortreffen zu unserer gemeinsamen Theaterarbeit erzählt mir eine Sängerin aus dem Iran, dass Frauen dort nicht solo singen dürfen. Auch Laufen zu gehen, in der Öffentlichkeit Sport zu treiben, wäre ihr dort nicht möglich. Jetzt singe sie, spiele Leier, und wenn sie Laufen gehe, renne sie noch eine Runde extra für alle Frauen, die das nicht könnten. Das treibe sie an. Eine andere Sängerin kam im Säuglingsalter ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 22:04:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-geballte-energie-engagierter-frauen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-90]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die fünfte Dimension]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-f252nfte-dimension</link><description><![CDATA[ ' 

 Von Tine Lowisch 

 Und eins und zwei und drei und vier. Vorwärts, rückwärts, seitwärts, an – hoch, runter, hin und her… Kennen Sie das noch? So habe ich als Kind zusammen mit meinen Freundinnen auf unseren Spaziergängen um die Talsperre in Ronsdorf die Welt am helllichten Tag in ihren damals noch drei Dimensionen vermessen. Meist als Viererkette, Hand in Hand, auf dem Weg in die Zukunft. In diesen Momenten waren wir gleich. Ausgestattet mit dem unvergleichlichen Gefühl ansteigender Vorfreude auf das Leben, das wir ohne Zweifel meistern würden. Zuhause umgeben von runden, organisch fließenden, knallorangefarbenen Zeitzeugen des damals bereits abklingenden Space-Age, das sich grell, bunt und pop-artig in Möbeln, Kino, Mode und Alltagsgegenständen zwischen 1957 und 1973 zeigte. Wer in dieser Zeit aufwuchs, wer zum Beispiel den unglaublichen Sprung des Menschen ins All, der ja verbunden mit dem Wettlauf zum Mond geprägt war, als Kind miterlebt hat, hatte, glaube ich, genauso wie ich, einfach nur Angst und ist heute hoffentlich von einer gesunden Skepsis gegenüber jedweder Euphorie geprägt, die bei Erwachsenen durch neue, vor allem technische Möglichkeiten ausgelöst werden kann. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Wir Kinder sind damals in den Wald gegangen, der bei allen Wuppertalern zum Glück vor der Haustür liegt. Die Kinder und Jugendlichen dieser Tage ziehen sich nicht zurück, sie gehen im Gegensatz zu uns mahnend auf die Straße und zeigen offen ihre Angst. Denn sie wissen, dass wir keine Zeit mehr haben – diese vierte Dimension wird knapp. Aber wie der Mensch so ist, wenn er erwachsen ist, überspringt er in Gedanken gerne mal die Gegenwart und führt überraschenderweise bereits den Übergang in die fünfte Dimension im Munde. Viele sprechen im Moment sogar davon, dass unser Planet mitsamt all seinen darauf lebenden Menschen Anstalten macht, in die fünfte Dimension einzutreten. Die Vertreter dieser Theorie hoffen auf einen erhöhten ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 21:22:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-f252nfte-dimension</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-89]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Kulturlandschaft im Wechselwetter]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-kulturlandschaft-im-wechselwetter</link><description><![CDATA[ Von Max Christian Graeff 

 Der Sommer galoppiert durchs Land, an den inneren und äußeren Grenzen mächtig Staub aufwirbelnd; die Erde säuft gierig den Regen der letzten Tage, und doch reicht er nur für die Oberfläche. Etwas tiefer dampft noch die Trockenheit des Vorjahres. Der Normalzustand ist fern. Aber was ist schon normal? Für erstaunlich viele ist es noch normal, weiterhin Tonnen von Flugbenzin gegen ein paar Cocktails in fernen Ressorts einzutauschen, auf Popfestivals ihre Zelte wegzuwerfen oder absurde Wellen modischer Freiheit zu reiten, ob auf dem Akku-Tretroller oder per Kreuzfahrtschiff, nur weil die Industrie es will. Für den Innenminister ist es normal, die irre Tat eines privat durchdrehenden Menschen für nationalistische Winkelzüge zu nutzen. Für Trump und Konsorten ist jede Massenschießerei normal genug, um Diktatorenreden zu halten. Hetze und Hass, Aneignung und Übergriff, Annektion und Vereinnahmung – alles normal im Sommer 2019. In gut drei Wochen fängt die Schule wieder an und mit ihr der Lehrermangel, der Leistungsdruck, der Vorweihnachtsstress und die nächste Urlaubsreife. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Sie haben recht, hier soll es doch um die Kultur gehen, um Projekte, Bildung, Unterhaltung, um die sogenannte freie Kunst. Schluss mit dem Staub der Sommertage. Ran an die Förderanträge! Die freien Unternehmer aller Kunstsparten müssen weit voraus denken, um ihr Überleben zu organisieren. Mit den Plötzlichkeiten der Gegenwart kann man dabei kaum operieren; Konzepte greifen ins Vorhersehbare voraus. Ob es sich mit den Vorgaben derer deckt, die die Mittel verwalten, sehen wir dann. Die gut gemeinten Absichten aller Entscheider sind dabei so normal wie Absagen und der ständig voranstehende Kulturmangel an Geld, dem Staub dieser Tage. Nie zuvor gab es mehr davon, und doch ist er so schwer zu greifen. 

 Auf dem Jahrestreffen der freien Kultur, kurz vor den Ferien, beteuerten alle Referenten, wie notwendig Kunst und ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 21:18:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-kulturlandschaft-im-wechselwetter</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-88]]></dc:identifier></item></channel></rss>