﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 18:23:12 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Das Unerwartete hat es schwer</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/das-unerwartete-hat-es-schwer-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/das-unerwartete-hat-es-schwer-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Das Unerwartete hat es schwer]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/das-unerwartete-hat-es-schwer</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/842/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/842/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Max Christian Graeff 

 Sonntagabend am Frankfurter Hauptbahnhof, die Bahnsteige sind voll mit erschöpften Menschen: Die 76. Buchmesse ist beendet. Diesmal kam ich von einem Job anderswo und wurde beim Umsteigen etwas sentimental, da die weltgrößte Messe für Gedrucktes einst ein unumstößlicher Jahrestermin war, an dem sich freiberufliche Tätigkeiten und manchmal das wirtschaftliche Überleben des nächsten Jahres entscheiden konnten. In den Jahren als Buchhändler fragten wir uns auf der Rückfahrt, ob wir richtig eingekauft oder wieder zu viele Bücher geordert hatten, die uns selbst sehr, jedoch in Elberfeld sonst niemanden interessierten. Als Auftragsautor habe ich mich von den Auslagen vieler Hundert Verlage aus aller Welt inspirieren lassen, hab selbst Ideen gepflanzt und massiven (Lern-)Stoff inhaliert, über Kulturen der Vergangenheit und Gegenwart. Und drumherum viel erlebt, zuweilen anderswo geschlafen als geplant und wesentliche Menschen beobachtet, von Günter Grass bis Mohammed Ali oder Lotti Huber. Einmal bin ich im Getümmel voll in den Bauch von Helmut Kohl gerannt. Er hat wohlig gegrunzt! 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Die Buchmesse hat sich seither völlig geändert. Der Treffpunkt für die Aktiven ist in elektronischer Zeit nicht mehr so wesentlich, internationale politische Diskurse und Statements sind seltener geworden, der Handel bestellt kaum noch live vor Ort und die ganze Branche kämpft – auch bei partiell steigenden Umsätzen – mit sinkender Aufmerksamkeit. Die Besucherzahlen sind nur dank aufwendiger Erlebnisinszenierungen stabil: Im Fokus standen dieses Jahr die „New Adults“, Jugendliche und sich jugendlich gebende Erwachsene. Die Kunden unter 20 Jahren sind sogenannte Wachstumstreiber im Buchmarkt; sie lesen im Durchschnitt 25 Minuten am Tag, etwas mehr als vor der Pandemie. Allerdings kaum den feuilletonistischen Kanon, das Unerwartete, Experimentelle oder Weltrelevante, sondern Genres, die speziell für sie erfunden ...]]></description><pubDate>Wed, 23 Oct 2024 23:45:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/das-unerwartete-hat-es-schwer</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-842]]></dc:identifier></item></channel></rss>