﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 10:10:01 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Die Firma in uns</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-firma-in-uns-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-firma-in-uns-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Firma in uns]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-firma-in-uns</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/275/img-torsten-krug7.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/275/images/img-torsten-krug7-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Vergangene Woche verwandelte hier meine Kollegin Tine Lowisch ihre Wohnung in eine Art Bühne. Können wir nicht in die Welt, erschaffen wir die Welt eben in unseren vier Wänden. Modelleisenbahnen haben ja derzeit Hochkonjunktur. Die Welt als Modell, greifbar, veränderbar, wie schön wäre das! Es werde Nacht! Ich knipse die Zimmerbeleuchtung aus, und die kleinen Lämpchen in jedem Haus leuchten heimelig. Im Bahnhof Neustadt ist eines kaputt. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Heute wird es noch innerlicher: Viele von uns sind in den vergangenen Monaten Expertinnen und Experten für das Schreiben von Anträgen geworden. Die Buchhaltung in uns macht schon lange Überstunden. Wir weisen uns gegenseitig auf neu aufgelegte Programme hin, Bewerbungsrunden zu Diversität, Demokratie oder Nachhaltigkeit, ergebnisoffen oder projektbezogen, mit Pandemiebezug oder ohne. Das innere Management drängt, sich doch bei dieser oder jener Ausschreibung zu melden, das Thema beschäftige einen doch schon lange, jedenfalls so was Ähnliches, warum es nicht wagen? Fällt Dir nichts ein? Es gilt das Windhundprinzip. 

 Das Füllhorn an Fördermöglichkeiten ist natürlich ein Segen. Vor allem Kulturorte können mitunter längst notwendige Sanierungen oder Anschaffungen angehen und sich fit machen für einen noch immer erhofften Neustart. Die laufenden Kosten zahlt das freilich nicht. Und bei den sogenannten Soloselbstständigen? Sie ringen ums finanzielle Überleben und schicken den ausübenden Künstler in sich in Kurzarbeit. 

 Die Pointe ist, dass viele von uns mit jedem Förderantrag um ihr weggebrochenes Grundgehalt konkurrieren, Kompensation für ausgefallene Konzerte, Lesungen, Inszenierungen oder Ausstellungen. Ein zwiespältiger Vorgang. Künstlerische Vorhaben entstehen weniger aus einem inneren Bedürfnis, gehen weniger von uns selbst aus, sondern wir richten uns nach gesetzten Anforderungen, Fristen, Rahmungen und Themen. Die notwendigen digitalen Techniken ...]]></description><pubDate>Wed, 03 Feb 2021 14:00:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-firma-in-uns</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-275]]></dc:identifier></item></channel></rss>