﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 00:53:44 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - November 2018</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/november-2018-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/november-2018-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Vielen, die Gemeinsamen und die Wenigen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-vielen-die-gemeinsamen-und-die-wenigen</link><description><![CDATA[ „Die Vielen“ (www.dievielen.de) haben am 9. November ihre Kampagne vorgestellt: Es geht den unterzeichnenden Kultureinrichtungen darum, den Versuchen von Rechts, Einfluss auf Programm und Fördergelder zu nehmen, etwas entgegenzusetzen. Dazu möchten sie „den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über rechte Strategien“ führen und sich „solidarisch mit Menschen, die durch eine rechtsextreme Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden“ verbinden. 

   
Lukas Hegemann - Foto: Heike Müller 

 Überraschend an dieser Erklärung ist die folgende Einsicht: „Rassismus ist Alltag. Rechtsextremismus ist ein Symptom davon. Dieses Bündnis will nicht nur Symptome bekämpfen, sondern in die Tiefe wirken. Wir setzen uns deswegen mit den eigenen Strukturen auseinander und stellen diese zur Verhandlung. Wir müssen die Kunst- und Kulturräume sowie unsere Gesellschaft öffnen, damit wir wirklich Viele werden!“ 

 Verbunden ist die Unterschrift daher mit allerhand Selbstverpflichtungen, wie internen und öffentlichen Diskussionen und aktiver Unterstützung der „bundesweiten Kampagne mit Aktionstagen und der Mobilisierung zu einer „Glänzenden Demonstration der Kunst und Kultur ...“ in Berlin zum Mai 2019.“ 

 So sehr wir die These „Rechtsextremismus ist ein Symptom von Rassismus“ (ist das nicht eher umgekehrt?) noch mal diskutieren sollten und so sehr die Kampagne auch die Wahrung eigener Interessen im Blick hat, so begrüßenswert ist sie doch. Denn drei Dinge sind richtig: Wir müssen jetzt etwas tun. Wir müssen bei uns anfangen und unser eigenen Positionen und Möglichkeiten unter die Lupe nehmen. Wir müssen den größtmöglichen Konsens herstellen und so die „Vielen“ erreichen. Deshalb freue ich mich, dass das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und die Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH, Utopiastadt und die börse sowie die Armin T. Wegner Gesellschaft e.V. schon unterschrieben haben – ich bin sicher, es kommen noch viele weitere Wuppertaler ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 20:10:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-vielen-die-gemeinsamen-und-die-wenigen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-57]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Neu vernetzen: Kreativität bringt uns weiter]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/neu-vernetzen-kreativit228t-bringt-uns-weiter</link><description><![CDATA[ „Es gibt nichts Aufregenderes, als eine Idee und sie umzusetzen und zu realisieren. Etwas Abstraktes zu materialisieren und neue Welten zu erschaffen“ sagte der Filmregisseur David Lynch dem Filmemacher Hermann Vaske. „Why Are We Creative“ (2018) mit Antworten von Promis aus der ganzen Welt war letzte Woche in der Filmreihe Offstream von Mark Tykwer in der Alten Feuerwache zu sehen. Der dieser Frage unermüdlich nachforschende Vaske kommentierte: „Wenn Du es schaffst, dass Deine Zuschauer ihre Meinung zur Realität ändern, dann ist es nur ein kleiner Schritt, sie dazu zu bringen, selbst etwas zu ändern.“ 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Schon kurios, wenn ich mir vorstelle, was alles zeitgleich passiert in Wuppertal und auf pulsierende Weise zusammengehört. In der Citykirche fand parallel – und inspiriert vom „Laudato Si“ von Papst Franziskus – die Veranstaltung „Gesucht: nachhaltiges Handeln und sozial-ökologische Verantwortung“ statt, mit Uwe Schneidewind und Michael Kopatz (Wuppertal Institut), Susanne Varnhorst (Stadtverwaltung) und Bruno Kurth (Katholische Kirche). Der Klimawandel erfordert ein Umdenken. Strukturen und menschliches Handeln gilt es zu ändern. Doch wie? Und was haben Film und Diskussion miteinander zu tun? Fangen wir hier an: Wenn das Wuppertal Institut von „Zukunftskunst“ spricht, dann beginnen mit der Idee des Gestaltens die Weltrettungsfunken zu sprühen. 

 Einiges ist hier im Gange. In unserer Pilotstadt beschnuppern sich Wissenschaft und Kunst. „Hören sie nie auf, etwas Neues tun zu wollen. Kreativität kann nichts mit Sicherheit zu tun haben“, sagt der Fotograf Oliviero Toscano in Vaskes Film. Im nächsten Jahr werden der Leiter vom Wuppertal Institut Uwe Schneidewind und der Opernintendant Berthold Schneider für ein paar Wochen ihren Arbeitsplatz tauschen. Hut ab. Neu vernetzen, neu wagen: Kreativität bringt uns weiter. Mit Blick auf die flackernd-funkelnden Lichter der Stadt kamen sich letzte Woche auf dem Jour fixe von ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 19:59:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/neu-vernetzen-kreativit228t-bringt-uns-weiter</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-53]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Pausenbeauftragte der Stadt Wuppertal]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-pausenbeauftragte-der-stadt-wuppertal</link><description><![CDATA[ Vor kurzem habe ich im Radio gehört, dass jeder vierte Festangestellte auf seine tariflich vorgeschriebene Pause verzichtet und dass die Gründe dafür vielfältig sind. Darüber hinaus wird derzeit der Achtstundentag, der bereits vor rund hundert Jahren – im November 1918 im Stinnes-Legien-Abkommen von Unternehmern und Gewerkschaften beschlossen wurde, in Frage gestellt, obwohl er internationaler Standard ist. Ich finde, unsere Stadt sollte mit einem Pilotprojekt an den Start gehen und in dieser Sache innovativ gegensteuern. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 So ergreife ich heute die Initiative, diesen Sachverhalt genauer zu befragen und schaffe mir einen neuen Job, der genau in unsere Zeit und zu meinen Fähigkeiten passt. Vielleicht bezahlt mich ja in Zukunft irgendein europäisches Projektgeld für lebenslanges Lernen. Für das neue Tätigkeitsfeld, das mir da vorschwebt, das der städtischen Pausenbeauftragten, würde ich voll ins Risiko gehen und wechseln. Und das, obwohl ich meinen jetzigen Beruf, ich arbeite seit bald 20 Jahren mit im Atelier meines Mannes, sehr liebe. In der Zeit, die nun zurückliegt, habe ich nachgewiesen, dass ich über eine außergewöhnlich arbeitswillige Grundhaltung und eine sehr hohe Bereitschaft, mich auf unbekanntes Terrain zu begeben, verfüge. Darüber hinaus zeichnet mich vorgelebte Loyalität aus. Ich arbeite immer lösungsorientiert, bin überdurchschnittlich empathisch, querdenkend und innovativ. Begleitet von großer Geduld und dem ausgeprägten Willen den Zusammenhängen, auch wenn sie sich stetig verändern, zu vertrauen. 

 Zunächst könnte meine Stelle, telefonisch erreichbar unter der 563-, halbtags angelegt sein. Denn bei uns zu Hause fordern die wertvollen ehrenamtlich aufgewendeten Stunden ja noch zusätzlich ihren Tribut. Wie Sie wissen, leite ich in meiner Freizeit zusammen mit meinem Mann bereits seit 5 Jahren sehr erfolgreich die Kunststation im Bahnhof Vohwinkel. Wir sind dort ein assoziiertes, ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 19:57:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-pausenbeauftragte-der-stadt-wuppertal</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-52]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kunst feiert die Vielfalt]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-feiert-die-vielfalt</link><description><![CDATA[ Seit zwei Jahren arbeite ich mit einer Gruppe beeinträchtigter Schauspielerinnen und Schauspieler. Ich habe schon viel von ihnen gelernt. Keiner von ihnen ist in der Lage, einen Text auswendig zu lernen oder ihn exakt wiederzugeben. Dafür improvisieren sie viel zu gut. Unsere Stücke, die wir in der Färberei aufführen, folgen einer Vision, Absprachen, einem dramaturgischen Bogen – und sind doch in jedem Augenblick improvisiert. Als sei es das erste oder das letzte Mal. Ganz wie im Leben. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Einige von diesen Spielern können kaum oder nicht sprechen, zumindest nicht so, wie wir uns das vorstellen. Manche können sich nur eingeschränkt bewegen. Oder eben: sie können ganz besondere Bewegungen! Allesamt sind es Menschen, die auf die Bühne wollen und genau dorthin gehören. Ich könnte ihnen unentwegt zuschauen und zuhören. Ihre künstlerische Fantasie spricht Bände, in ganz eigenen Sprachen. Und: sie zelebrieren den Augenblick! Einmal nach einer Probe sagt die Schauspielerin Silvia Munzón Lopéz, die schon in zwei Inszenierungen mitwirkte, zu mir: „Danke. Jetzt weiß ich wieder, um was es eigentlich geht.“ 

 Letzten Samstag las ich beim Finale der sympathischen »Ronsdorfer Literaturtage« aus meinem noch in Arbeit befindlichen Roman, unter anderem ein Kapitel, in dem es um einen autistischen Jungen geht. In der Pause habe ich den Eindruck, dass eben diese Szene das Publikum besonders erreicht hat. Ich glaube, es liegt nicht am Fremden darin, sondern daran, dass wir uns in dem autistischen Jungen wiederfinden. 

 „Fremde sind wir uns selbst“ heißt ein in den Neunziger Jahren viel gelesenes Buch der französischen Psychoanalytikerin Julia Kristeva. Sie entwickelt darin eine Ethik des Respekts für das Unversöhnbare in uns selbst. 

 Als ich am Sonntag der überaus gelungenen Verleihung des von der Heydt-Kulturpreises an Eugen Egner und des Förderpreises an »Glanzstoff – Akademie der inklusiven Künste« beiwohne, kommt mir all ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 19:55:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-feiert-die-vielfalt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-51]]></dc:identifier></item></channel></rss>