﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 02 May 2026 20:57:22 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Lautes Schreiben in stiller Nacht</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/lautes-schreiben-in-stiller-nacht-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/lautes-schreiben-in-stiller-nacht-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Lautes Schreiben in stiller Nacht]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/lautes-schreiben-in-stiller-nacht</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/254/img-max-christian-graeff5.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/254/images/img-max-christian-graeff5-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 „Ach …“ – was lässt sich anderes sagen, lang nachhallend in der Erinnerung daran, wie einfach es war, pünktlich zum Advent über die Bimmelbuden und verrosteten Glühweinkanister zu spotten, über das saisonal geizige „Nein“ zu Münzensammelnden und über die grassierende Gier aufs Optimum des global glitzergleißenden Geschenkeglücks. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Letztes Jahr war der Nassmarkt in Wuhan noch geöffnet und gerade mal 30 Infizierte weckten einen schnell abgewehrten Verdacht. Die Welt war nicht in Ordnung, aber wir konnten sie uns nochmal schönfeiern. Hauptsache! Und nun? Tausend Zahlen singen uns ein Lied, die Sternbilder am Himmel sind heuer Diagramme und bis zum Hals stehen wir in der Dünung und warten, dass die Wasser fallen. Bei so vielen Selbstständigen aus Gastronomie, Veranstaltungswelt und Kultur herrscht Verzweiflung und jede Welle vergrößert das Dilemma: Je prekärer die Situation ist, desto weniger mag man täglich davon hören. Was sollen wir denn schon tun? 

 Da gäbe es einiges. Zum einen wäre mal zu errechnen, welche Summen man in der zwangsläufig vergnügungsfreien Zeit gespart hat, sofern sie nicht in Selbstbelohnungen wie den neuen Laubbläser oder den dritten Kochautomaten flossen. Zumindest den Rest könnte man schenken, an jene, die in dünnen Booten und Zelten hocken und im Coronajahr mehrfach untergingen, im Wasser, im Feuer, im Schlamm und in unserer Aufmerksamkeit. 

 Oder an die Gören von nebenan, die – immer noch ohne Tablet – zum Nichtlernen gezwungen sind. Oder natürlich auch (hätten Sie hier anderes erwartet?) an die freien, nichts mehr verdienenden Künstler*innen, denen nun die zweite Jahresplanung verdampft. Wenn Sie selbst dieses Jahr noch gelassen nehmen können, dann geben Sie doch auch gelassen das, was sonst gleichwohl geflossen wäre.  

 Wobei Geld natürlich nicht alles ist: Eine famose und durchaus weihnachtliche Aufgabe wäre, zumindest mit dem täglichen Denken ...]]></description><pubDate>Wed, 16 Dec 2020 11:40:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/lautes-schreiben-in-stiller-nacht</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-254]]></dc:identifier></item></channel></rss>