﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 02 May 2026 01:32:50 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Fluchten durch den Bücherherbst</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/fluchten-durch-den-bücherherbst</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/fluchten-durch-den-bücherherbst" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Fluchten durch den Bücherherbst]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/fluchten-durch-den-buecherherbst</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1015/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/1015/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Schon sitzen wir wieder mitten im feuchtwindigen Grau und müssen uns entscheiden, ob es nun eher fisselt, plästert oder siept. Der Garten tropft, die Meisen lernen schwimmen und die letzten Äpfel fallen auf die Schnecken. Sofern nicht gerade eine Klasse der nahen Grundschule vorbeipurzelt, sind die Bücherregale – die Beete ablösend – das Farbigste des Tages. Perfekte Stimmung für die größte Buchmesse der Welt, die nächste Woche losstürmt, um die aktuellen multimedialen Programme zu zeigen und die Zukunft unseres Wissens- und Unterhaltungskonsums diskutiert. Längst geht es kaum mehr um Literatur; die dominierenden „nonbook“-Märkte drehen sich um gefälschte Labubus und „Hug my younger self“-Clips aus der künstlichen Pseudointelligenz. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Auf dem Papier blüht dauerhaft die Sparte der „Romantasy“ voll Epos und Magie; der Eskapismus regiert und lässt uns vergessen, dass viele dieser Limonadenromane längst nicht mehr handgeschrieben, sondern maschinengeneriert sind. Der alte Begriff Echappieren bedeutet: sich davonmachen, sich einer Situation entziehen, ursprünglich „die cappa (Ordensmütze) wegwerfen“. Nun ist das weder verwerflich noch verwunderlich und seit jeher ein Antrieb aller Künste. 

 Wenn heute jedoch große Teile der Wahrnehmung von diesen künstlichen Labububüchern belegt werden, verdrängen sie damit die Lesens- und Lebenszeit für all jenes Autorinnenwerk, das noch authentisch, lokal, streitbar und lebensbildend agiert. Die nicht bekannten Schreibenden stecken in einem Wettbewerb, der die meisten unweigerlich aufs Hobby reduziert. 

 An den Plakatwänden der Schwebebahnen sind nun oft Plakate zu sehen, die mit einem QR-Code auf die Webseite www.literatur-im-tal.de führen. Dort finden Sie (fast) alle Termine lokaler literarischer Veranstaltungen. Der Kalender zeigt, wie aktiv und vielfältig das Leben mit dem geschriebenen, gesprochenen Wort vor Ort eigentlich ist, was es aber ...]]></description><pubDate>Wed, 08 Oct 2025 06:50:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/fluchten-durch-den-buecherherbst</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-1015]]></dc:identifier></item></channel></rss>