﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 02 May 2026 05:20:31 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Februar 2025</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/februar-2025</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/februar-2025" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Plädoyer, für die Werte unserer Demokratie einzustehen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/plaedoyer-fuer-die-werte-unserer-demokratie-einzustehen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/898/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/898/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Wahrhaftigkeit, Mitmenschlichkeit, Mut und „Deine“ Stimme brauche die Demokratie, so meldete sich kurz vor der Wahl die Politökonomin und Transformationsforscherin Maja Göpel zu Wort und lud flugs ein, beim Sonntagsausflug unbedingt das Wahllokal aufzusuchen. „Dat is nit ejal“: Ein Clip der Sängerinnen und Sänger des Chors der Oper Köln zog weite Kreise und mag dazu beigetragen haben, dass die Wahlbeteiligung mit über 80 Prozent weit über der der letzten Bundestagswahl liegt. Demokratisch gewählte Vertreter können undemokratisch agieren, so führen es uns die USA vor Augen. Daher nicht nur mein Appell an die Politik, alle weiteren Schritte im Zeichen einer Kultur zu vollziehen, die die Verbundenheit zu unserem freiheitlichen Grundgesetz spürbar macht. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkhul 

 Die Initiative „DNA for Democracy“ hat nicht nur dessen diesjährigen 75. Geburtstag zum Anlass genommen, um als künstlerischen Akt eine spezielle Tinte zu erstellen, in der das Grundgesetz als DNA-Sequenz gespeichert ist, mit der der Koalitionsvertrag unterschrieben werden soll. Begleitend dazu erschien ein Schwarz-Weiß-Film mit Statements wie jenem von Margot Friedländer: „Das Grundgesetz ist das wichtigste Gesetz, das es gibt – weil es Menschen sagt, ihr seid Menschen.“ 

 Im Wahlkater beunruhigt bundesweit die extreme Polarisierung unserer Gesellschaft. Eindringlich zeugen davon besonders junge Stimmen. Wenig förderlich war hierfür die Wortwahl des vermutlich zukünftigen Bundeskanzlers, der Hunderttausende von gegen rechts demonstrierende Menschen als linke und grüne Spinner darstellte. Damit griff er weite Bevölkerungsgruppen an und unterstellte, dass es die Demonstrationen 2019 nach dem Mord an Walter Lübcke gar nicht gegeben habe. Diese und andere vergiftend-falschen Äußerungen stellen sich gegen das, was wir mehr denn je brauchen: Kompromissfähigkeit und Führungskompetenz. Unsere Gesellschaft kann nur dann innovativ, ...]]></description><pubDate>Tue, 25 Feb 2025 22:06:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/plaedoyer-fuer-die-werte-unserer-demokratie-einzustehen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-898]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur als Spiegel der Selbstwirksamkeit]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-als-spiegel-der-selbstwirksamkeit</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/896/torsten-krug.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/896/images/torsten-krug-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Vergangene Woche war ich wieder beim „Artist Diploma“ in Bochum, den Abschlussprüfungen des Studiengangs Schauspiel der renommieren Folkwang Universität der Künste. Das Besondere an diesen Vorspielen ist, dass die Studierenden nicht nur spielen, sondern alles – vom Text über die Inszenierung zur Beleuchtung und Musik – selbst machen. Diese kleinen großen Stücke der jungen Theaterschaffenden sind wie Seismografen für aktuelle gesellschaftliche Diskurse. Auffällig in diesem Jahr war für mich, dass alle Stücke vom absurden Theater geprägt schienen, größere Nähe zur Performance als zum Schauspiel aufwiesen und im Grunde alle – mehr oder weniger komisch – mit dem Weltuntergang spielten. Das ging mir ziemlich nahe. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Zuvor, auf dem Weg nach Bochum, hatte ich im Radio gehört, dass ein neuer Sheriff in der Stadt sei: „There is a new sheriff in town“, hatte der zweifelhafte Vizepräsident eines mächtigen, uns so prägenden Landes seine absurden Einlassungen auf der Münchner Sicherheitskonferenz begonnen, mir wurde schlecht. – Womit wir konfrontiert sind, ist nichts Geringeres als der Versuch einer Umwertung aller Werte. Vieles, womit wir aufgewachsen sind, soll rechtsdrehend in einem Strudel von Scheingegenwart verquirlt und entsorgt werden: Der größte Nationalsozialist war ein Kommunist – ein Narrativ der Rechten schon vor dessen Machtergreifung –, Faschisten von heute retten die Meinungsfreiheit und schaffen Frieden, und weltoffene Demokratien verbieten die freie Rede. In seinem soeben erschienenen Buch „Das deutsche demokratische Reich“ analysiert der Historiker Volker Weiß eben diese Methoden der kulturellen Kriegsführung. Die Umdeutung von Geschichte und die gezielte Zerstörung demokratischer Werte durch die extreme Rechte trifft weltweit offenbar auf Menschen, welche dieser Hirnwäsche nichts entgegenzusetzen haben, keine historischen Zusammenhänge herstellen, keinen Sinn für Komplexität entwickeln ...]]></description><pubDate>Tue, 18 Feb 2025 22:12:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-als-spiegel-der-selbstwirksamkeit</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-896]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Kunst als schöner Beruf braucht mehr Anerkennung]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-kunst-als-schoener-beruf-braucht-mehr-anerkennung</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/892/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/892/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Es ist jetzt wichtig, auf allen politischen Ebenen angemessen für soziale und wirtschaftliche Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern zu sorgen, gemeinsam mit allen Akteurinnen und Akteuren in Kunst- und Kulturberufen. Gemeinsam mit Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitikern, vor allem in Absprache mit soloselbstständigen Künstlerinnen und Künstlern, natürlich auch zusammen mit fest angestellten Kulturschaffenden. Der Beruf des Künstlers und der Künstlerin braucht auch in Zukunft gesellschaftliche Anerkennung und Schutz. Hybride Beschäftigungsverhältnisse in dieser Branche sollten die Ausnahme und nicht die Regel sein. 

   
Von Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Diese Forderungen höre ich leider weniger von Zukunftsforscherinnen und -forschern und nur sehr selten von Gewerkschaften oder Interessenverbänden. Ich finde den politischen Willen, die Kunst-, Kultur- und Kreativwirtschaft strukturell zu stärken, kaum in Parteiprogrammen. Ich finde dazu auch keine entsprechende Frage im Wahl-O-Mat. Schön ist das nicht. Und paradox noch dazu, denn die Schönheit als Idee verkörpert sich zuallererst als Erfahrung von Künstlerinnen und Künstlern. Als deren Erfahrungen, die spielerisch oder stellvertretend Form, Haltung und Gestalt annehmen. Als Ausdruck des schönen, des zwischenmenschlichen Wesens. Als Gegenspieleridee, als Kitt, als Brücke, um die Idee der Schönen Künste – um sich selbst und den Sinn darin zu erhalten. Ich wirke hier jetzt vielleicht wieder einmal zu naiv, vielleicht auch ein bisschen zu spießig, aber ich glaube nicht, dass ich ein Kunsterlebnis, das ich schön nenne, damit (nach Gertrude Stein) für tot erkläre. Ich finde, wir brauchen alle weltweit wieder mehr Sinn fürs Schöne, um den Wandel zu schaffen. Ob wir unsere Sinne für das Schöne mithilfe der Kunst wieder geschärft bekommen, hängt meiner Meinung nach auch davon ab, ob wir die Exzellenz unserer Künstlerinnen und Künstler überhaupt noch wollen. ...]]></description><pubDate>Wed, 12 Feb 2025 00:16:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-kunst-als-schoener-beruf-braucht-mehr-anerkennung</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-892]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Etwas tun gegen die Lawinenstrategie]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/etwas-tun-gegen-die-lawinenstrategie</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/891/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/891/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Max Christian Graeff 

 Endlich nicht mehr Januar! ruft der Blick aus dem Fenster, und zugleich: Was denn, erst Februar? Dick liegt der Reif auf allem, was wir blühend lieben, und darüber schwappt die graublaue Suppe, die in den nächsten Wochen gelöffelt werden will. Aushalten heißt die Devise, zusammenrücken und widerstehen, den Frost nicht ins Herz kriechen lassen. Und gemeinsam in Bewegung bleiben, damit die Lawinentaktik der braunblauen Zerstörer unserer Vielfalt nicht aufgeht. „Flood the zone“ lautete Steve Bannons Strategie im ersten Trumpwahlkampf, und alle Menschenfeinde haben gut davon gelernt, es dem unumkehrbar schmelzenden Grönlandeis gleichzutun. Mit allabendlich talkenden Provokationen und zusätzlichen abertausend frivol parolierenden Plakaten blenden die Nazinahen unsere Augen im öffentlichen Raum und versuchen, uns auf allen Kanälen in die Aufregung zu jagen, wie es 2017 nach der Wahl angekündigt war. Die Mehrheit wird sich weiterhin nicht jagen lassen; die Frage ist nur, ob das reicht, um die demokratischen Gewohnheiten bestehen zu lassen. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Die Diversität der Sprache ist bereits auf dem Rückzug, wenn nicht auf der Flucht; immer weiter dringt die Verhärtung faktenfreien Behauptens in den Alltag vor und überformt das Denken und die Reflektion. Brutale Geländegewinne erzielte diese Motion in unserem plötzlichen Ausgeliefertsein an ein Virus und vor allem in der von einer vermeintlichen Normalität träumenden Vergesslichkeit danach. Vor fünf Jahren musste die WHO die internationale Gesundheitsnotlage ausrufen. Blitzartig entfaltete sich ein Karneval der Unvernunft und Egomanie, annektierte Begriffe wie den „Widerstand“ und das „Querdenken“ und nährte mit jauchesprühender Wut den Boden, den heute die AfD und Konsorten bestellen. Die Brandschneisen haben wir leichtfertig zuwachsen lassen und nun zieht das Feuer, das jedes besonnene Sprechen frisst, hemmungslos über die Länder. Was auf dessen Asche ...]]></description><pubDate>Wed, 05 Feb 2025 08:06:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/etwas-tun-gegen-die-lawinenstrategie</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-891]]></dc:identifier></item></channel></rss>