﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 10:14:36 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Der Sommer ist die Zeit des freien Lernens</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/der-sommer-ist-die-zeit-des-freien-lernens-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/der-sommer-ist-die-zeit-des-freien-lernens-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Ferien for Future: Der Sommer ist die Zeit des freien Lernens]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ferien-for-future-der-sommer-ist-die-zeit-des-freien-lernens</link><description><![CDATA[ Von Max Christian Graeff 

 Spannende Tage: Die Noten stehen fest, die Zeugnisdateien sind gespeichert und der Knall mancher Rakete im Leistungsfeuerwerk lässt sich nur noch erwarten, aber nicht mehr vermeiden. Während der Countdown der letzten Tage vor den Ferien herunterrattert, gilt es, innerfamiliäre Strategien zur Krisenvermeidung umzusetzen und Begründungen fürs Versagen und Enttäuschen zu finden oder zu erfinden. Manche Eltern fallen in Duldungsstarre, krosen in den Flugtickets und streiten über Sonnenschutzfaktoren, um das Abweichen von der Norm durch Selbstbelohnung zu überspielen. Für viele Wuppertaler bedeuten die Sommerwochen aber auch ein Aussitzen von Verzweiflung, eine stille Bestätigung der Ausgrenzung von Bildung und sozialem Leben, ein ratloses Herbeiwarten von Wurstbräunungsgraden bei der Grillparty zur großen Langeweile. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Viele Menschen können sich keine Reisen leisten: Dies wird jährlich als Top-Nachricht gesendet, dabei war es schon immer so. Überbordend gestiegen ist nur der soziale Druck, Flieger und fette Schiffe besteigen zu müssen, um sich das „normale“ Leben zu beweisen – und sei es nur ein letztes Mal vor dem Klima-GAU. Und umso tiefer fallen dann diejenigen, für die das Nichtreisenkönnen normal sein muss, durch den Rost in die soziale Glut. 

 Einst galt das Reisen als Bildungschance. Aber wer nimmt heute noch Dantes „Göttliche Komödie“ mit an den Strand? Im Gepäck ist meist nur dickleibiges Wortwasser zum Wegschlürfen zwischen den Badegängen. Dafür müsste man das Papier eigentlich nicht um die Welt schaukeln. Das Dableiben bietet dagegen die echten Chancen: Auch wir hatten kein Geld zum Verreisen, und doch waren meine Ferien stets randvoll mit eigenen Bildungsaufträgen: den Weltatlas lesen, Radfahren lernen, Sperrmüll-Autos bauen, Wände mit Aktualitäten besprühen, vertiefende Forschungen zum Knutschen im Uferdickicht und vieles mehr. Das Dableiben bietet viel mehr Kultur als ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 21:07:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ferien-for-future-der-sommer-ist-die-zeit-des-freien-lernens</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-84]]></dc:identifier></item></channel></rss>