﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 10:28:26 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Juni 2023</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juni-2023-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juni-2023-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Jazz-Revolution fing in Wuppertal an – und geht weiter]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-jazz-revolution-fing-in-wuppertal-an-und-geht-weiter</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/621/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/621/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Und wieder ist einer gegangen, es war wohl Zeit. Offenbar friedlich ist Peter Brötzmann am bisher stürmischsten Tag des Jahres in seinem Bett in der Luisenstraße in Wuppertal verstorben. Es war seit Monaten absehbar, und doch ist es immer zu früh, kommt es schmerzlich überraschend. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Für mich reiht sich Peter Brötzmann ein in eine Reihe von Menschen, denen ich erst in ihrem hohen Alter begegnen durfte. Im Rahmen der Vorbereitungen zu seinem achtzigsten Geburtstag – noch in der Pandemie – lernten wir uns kennen und schätzen, nachdem ich ihn früher ein paar Mal auf der Bühne erlebt hatte. Ende August 2021 dann konnte Insel e.V. im Ada das dreitägige Festival „BRÖtz 80!“ ausrichten, das die herausragende Stellung dieses Ausnahmekünstlers feierte. In Wuppertal war es die erste große Veranstaltung nach dem Lockdown. Die Musikerinnen und Musiker und – für mich damals verblüffend – das Publikum kamen buchstäblich aus aller Welt: aus Polen, Frankreich, Schottland, Italien oder den USA waren Menschen angereist, um diese drei Tage in unserer Jazz-Stadt mitzuerleben. Es wurde ein überwältigender Erfolg, im Nachhinein fast seine „famous last words“. 

 „Es gibt und gab in Deutschland, vielleicht ganz Europa, keinen zweiten Jazz-Musiker, der über einen Zeitraum von fast sechzig Jahren als Garant für eine solch absolut kompromisslose, nach vorne gewandte künstlerische Vision stand“, sagt sein langjähriger Freund und Kollege Wolfgang Schmidtke. „Wo andere entdecken, dass eine bestimmte Band, ein bestimmtes Album, eine stilistische Nische, kommerziell gut zu vermarkten sind, war der Weg von Peter Brötzmann durch ein konsequentes Suchen und Neukonzipieren geprägt.“ 

 Wie schwer und abseits dieser Weg vor allem in den Anfangsjahren gewesen sein muss, scheint auf, wenn man sich die Aufzeichnung einer Fernsehsendung aus dem Jahr 1964 anschaut, die im Netz kursiert: Der junge Brötzmann wird dort als Vertreter ...]]></description><pubDate>Wed, 28 Jun 2023 00:29:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-jazz-revolution-fing-in-wuppertal-an-und-geht-weiter</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-621]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Freier Eintritt als kultureller Bildungsmotor für alle]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/freier-eintritt-als-kultureller-bildungsmotor-f252r-alle</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/619/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/619/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Vor ein paar Jahren habe ich im Rahmen dieser Kulturkolumne schon einmal über die Vorzüge nachgedacht, einfach mal die eigene Stadt kulturell beherzt zu erkunden. Allerdings: bei freiem Eintritt. Das war vor der Pandemie noch einfacher und ich konnte mein Experiment 2018 sehr abwechslungsreich gestalten. Jetzt, nach der Pandemie, unter deren Folgen die Kulturbranche bis heute extrem leidet, würde es für mich wahrscheinlich schwieriger werden, ohne Budget „in der eigenen Stadt viel zu erleben, wenig zu verbrauchen und gut beschäftigt zu sein“. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 An einer Struktur, in der Kunst- und Kulturangebote von allen Menschen kostenfrei wahrgenommen werden können, sollte aus meiner Sicht aber trotz allem unbedingt immer weiter getüftelt werden, bis uns eine Lösung einfällt. Bei der Aufrechterhaltung des Kulturbetriebs ist insgesamt doch sowieso Subvention im Spiel. Refinanzierung durch Einnahmen – das passt nach meinem Verständnis einfach nicht mehr in unsere Zeit mit ihren offenen sozialen Verwerfungen und auch nicht zur Vorstellung von kultureller Teilhabe als Bildungsauftrag im 21. Jahrhundert. Aber, na gut – auch hier bleibe ich geduldig. Förderprogramme, die die Projektkosten kultureller Bildungsangebote zu 100 Prozent übernehmen, gibt es ja, wenn auch sehr vereinzelt. 

 Mit dem Kulturpass für 18-Jährige, der am 14. Juni an den Start ging, lotet man die Folgen einer Übernahme von Kosten als Option also nun weiter aus. Bundesweit wird eine potenziell sehr relevante, weil nachwachsende Altersgruppe (etwa 750 000 Personen) versuchsweise mit einem Budget ausgestattet, das pro Kopf 200 Euro für ein laufendes Jahr beträgt: ein „Geburtstagskind-Taschengeld“, das den Jugendlichen den Einstieg in die Kultur erleichtern soll. Einlösen können die jungen Erwachsenen diesen zweckgebundenen Zuschuss altersgerecht auf einer digitalen Plattform, die als App oder auch als Website nutzbar ist. 

 Die ...]]></description><pubDate>Tue, 20 Jun 2023 20:37:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/freier-eintritt-als-kultureller-bildungsmotor-f252r-alle</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-619]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Auch der Kunst und Kulturbetrieb ist nicht frei von Übergriffen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/auch-der-kunst-und-kulturbetrieb-ist-nicht-frei-von-220bergriffen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/618/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/618/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Endlich ist er da, der so lange erwartete Frühsommer, mit längsten hellen Tagen voll wohliger Wärme … doch statt der dringend nötigen Tiefenentspannung dreht der Fleischwolf des Zeitverstreichens auf Hochtouren und mahlt alle Anflüge erfüllender Ruhe zu Brei. Umso früher die Ferien hereinbrechen, desto hektischer geht es vorher zu: Alle wollen alles und sofort. Das wollen wir doch sowieso nur noch alle: Eben alles, kein Gramm weniger, und zwar zackzack! „Me first“ statt „me too“, wie es (mit nur wenigen Ausnahmen) auch die Präsidenten so sagen, weil man damit nur gewinnen kann. Für den Hausgebrauch: Mein Kugelgrill kommt mit ins Handgepäck, basta! 

   
Max Christian Graeff - Foto C. Paravicini 

 Manchmal weiß ich – wie Sie merken – einfach nicht, womit zu beginnen ist, bis die Kolumne auch schon ‚rum ist, so wie die Ferien, und alle Schlachtfelder wieder nach Lebkuchen riechen. Als gestern die Meldung kam, dass laut einer Großbefragung ein Drittel aller Männer bis 35 es opportun finden, Frauen durch Gewalt „Respekt“ abzuzwingen, tanzten die Synapsen Hiphop. Dieses offene Bekenntnis dazu steigert nochmal die Wut über das Wissen, dass es eh passiert, und die Dunkelziffer hinter der Befragung ist wohl enorm. Es sind nicht nur die Mini-Trumputins von nebenan; die Predatoren langen ebenso in gelehrten und sozusagen gesitteten Kreisen zu, in Bürgervereinen, in der Uni, in Stadttheatern – nicht nur im Auditorium. Der Kulturbetrieb war noch nie ein Schutzraum vor Übergriff und Anmaßung, vor allem im Alltag, fern von validen Backstage-Skandalen. Zugleich gilt jedoch auch, dass in den noch nicht professionellen Kunst- und Kulturszenen, im Laientheater, in der Musik, den bildenden Künsten und natürlich im Tanz unerhört viele junge Frauen, Mädchen und auch Jungs den alltäglichen Gewaltszenarien entfliehen und sich gegen sie stärken können. Auch unter diesem ganz „unkünstlerischen“ Aspekt sind Kunst und Kultur persönliche Bildung und ...]]></description><pubDate>Wed, 14 Jun 2023 07:15:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/auch-der-kunst-und-kulturbetrieb-ist-nicht-frei-von-220bergriffen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-618]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Haltung zeigen und sich einmischen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/haltung-zeigen-und-sich-einmischen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/616/andreasvonhoeren.jpg" length="251147"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/616/images/andreasvonhoeren-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Andreas von Hören​ 

 Muss Kunst schön sein, sollte Musik harmonisch klingen, brauchen Filme ein Happy End? Manchmal sehnen wir uns nach Harmonie, weil sich das Leben, die Menschen, die Gesellschaft so unharmonisch und konfliktträchtig zeigen. Und Kunst zu erleben kann ein schöner Ort der Harmonie sein, der positive innere Schwingungen auslöst, der uns entspannend träumen lässt. Kunst kann eine Flucht aus der Wirklichkeit sein; andererseits reflektiert Kunst auch die Wirklichkeit und dann wird es nicht immer schön. Künstlerinnen und Künstler beherrschen mit ihrer Arbeit besondere Kräfte. Kunst will und kann bewegen: emotional-sinnlich, kognitiv, aber auch gesellschaftlich. Was ist die Haltung und was sind die Erwartungen des Publikums? Nur Brot und Spiele wie im alten Rom zur Harmonisierung ungerechter gesellschaftlicher Verhältnisse? 

   
Andreas von Hören - Foto: von Hören 

 Künstlerinnen und Künstler können auch politisch sein, politische Kunst produzieren, sie können sich mit ihrer Kunst einmischen, Diskurse befeuern und über die Rezeption Dinge gesellschaftlich verändern. Sie haben Macht und üben Einfluss aus. Grundlegend für ihre Kunst ist ihre besondere Empathie für Menschen, Themen und Konflikte. Kunstschaffende sind schon immer sehr divers als Spiegel und Motor gesellschaftlicher Entwicklungen. Die künstlerische Artikulation kann gesellschaftlich Benachteiligte oder auch Diskriminierte sichtbar machen. Kunst ist eine Selbstermächtigung zur Veränderung. Hierbei vollzieht sich eine andere Annäherung an Politik, nämlich sinnlich, subjektiv, partizipativ und manchmal auch agitativ. 

 Politische Kunst, politisches Einmischen ist oft anstrengend für Ausführende wie für Rezipierende. Aber ist es nicht manchmal wichtig, unbequem in einer unbequemen Welt zu sein? Man geht aus der Deckung, wird durch eine parteiische Positionierung angreifbar, hat Angst vor negativen Imagefolgen. Politische Einmischung braucht Mut. Kunst und Kultur können Einfluss ...]]></description><pubDate>Thu, 08 Jun 2023 06:50:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/haltung-zeigen-und-sich-einmischen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-616]]></dc:identifier></item></channel></rss>