﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 18:21:54 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Mai 2023</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/mai-2023-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/mai-2023-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Gemeinsam erleben und weiter weben]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/gemeinsam-erleben-und-weiter-weben</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/613/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/613/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 „Von Böden, die klingen und Pflanzen, die tanzen“ oder gar „Zellgeflüster“: Eigentümlich lebendig und anregend klingen die Buchtitel der Biologin und Autorin Florianne Köchlin, die Gartenaktivist Michael Felstau zur #Krautschau unseres Insel Kulturgartens brachte, am letzten Freitag auf den Platz hinter dem Café Ada. Hier erforschten wir die Stadtnatur: Mit der Flora Incognita-App auf dem Smartphone entdeckte Regisseur Roland Brus die „Hängepolster Glockenblume“. Schon mal gesehen und auch erkannt? Schillernd entsteht ein Mitwelt-Wissen, das vielen von uns abhanden gekommen scheint. Es ist, als ob das „Zellgeflüster“ der Pflanzen auch unseren Austausch beflügeln kann. Kommunikation und sinnliche Präsenz machen vielseitige Kunst- und Kultur-Aktionen erfahrbar: 

 In der fabelhaften Sound-of-the-City-Reihe „Animal Life“ geschah dies in den letzten Tagen an verschiedenen Orten der Stadt. Das sinnlich erfahrbare Tier-Mensch-Zusammenspiel regte poetisch mit Musik und interdisziplinär unsere Wahrnehmung füreinander an: Vor dem Abschieds-Abflug-Tanz in den Zoosälen faszinierten beim Schwarm-Konzert Projektionen von Gregor Eisenmann, die von der Tierwelt inspiriert waren. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Das neu aufblühende Miteinander verwurzelt und webt sich seit vielen Jahren: Torsten Krug hat bereits letzte Woche verliebt-euphorisch vom börsen-Jubiläum erzählt, von der so inspirierenden Dickicht-Performance vor dem Loch und vom farbenreichen Tanzspektakel unter der Schwebebahn in Sonnborn. Als Fortsetzung zeugten auch die Wundertal-Dancer Days vom Geschick des Tanztheater-Leiters Boris Chamatz, über Community-Arbeit Menschen zum Mittanzen zu begeistern. Derzeit flackern so viele weitere kreativ-gemeinschaftliche Funken: Seien es die kürzlich neu eröffnete Galerie Kunstkomplex oder auch der Ölberg Hub, beides in der Marienstraße, die OAA-Performance „Still Stehen“ von Piet Biniek auf dem Laurentiusplatz oder auch die ...]]></description><pubDate>Tue, 30 May 2023 22:14:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/gemeinsam-erleben-und-weiter-weben</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-613]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[So tanz‘ ich schon seit tausend Jahr]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/so-tanz-ich-schon-seit-tausend-jahr</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/610/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/610/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Letztes Wochenende war ich wieder einmal sehr verliebt in unsere „zahnbröckelnde Stadt“. Am Freitag hatte „die börse“ Weggefährten der letzten fünfzig Jahre zu ihrem Geburtstag eingeladen. Bewegt zollte Lukas Hegemann jenen „Giganten“ Respekt, auf deren Schultern er stünde, und meinte damit Menschen wie Dieter Fränzel, der den Abend eröffnen und Mitstreiter der ersten Stunde begrüßen konnte. Doch schnell wurde der Blick auf die Zukunft gelenkt: In einem lockeren World Café lauschten wir in mehreren Runden den Geschichten unterschiedlichster Menschen, immer mündend in der Frage: Was wünschen wir der börse für die nächsten 50 Jahre? Mir wurde an diesem Abend erneut bewusst, wie sehr dieser Ort noch immer von der Teilhabe der Stadtgesellschaft lebt: Theater mit Senioren, Schreibwerkstätten, politische Bildung – das alles findet oftmals unter dem Radar der breiten Öffentlichkeit statt und zeichnet doch bis heute den Kern des Engagements an der Wolkenburg aus. Hinzu kommt: Als großes, etabliertes Kommunikationszentrum mit durchaus kommerziellem Programm hat die börse zwar lange schon die Gesellschaftsform einer gGmbH, doch steht auch hinter ihr ein gemeinnütziger Verein, dessen jungen, diversen Vorstand wir an diesem Abend kennenlernen konnten und in dem sich Menschen unserer Stadt einbringen können und sollten. Diesen Aspekt wieder ganz nach vorne zu bringen, stünde dem alten Prachtdampfer gut. Herzlichen Glückwunsch! 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Weiter ging es am Samstag zum Gelände vorm Loch. Ein performatives Konzert im Rahmen von „Sound of the City“ setzte uns Menschen in Bezug zu anderen Tieren und ihren Klängen. Das funktionierte so, dass ich dieses verbaute, mit Treppen, Rampen, Terrassen, Netzen und Gittern versehene Gelände erst jetzt zu begreifen glaubte – als wäre es dafür gebaut. Auch hier stand die Teilhabe engagierter Laien – neben der von Profis – sowie die Öffnung in den Stadtraum im Vordergrund. Ich denke, ...]]></description><pubDate>Wed, 24 May 2023 07:01:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/so-tanz-ich-schon-seit-tausend-jahr</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-610]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Es fällt nie zu viel Licht auf die Magie]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/es-f228llt-nie-zu-viel-licht-auf-die-magie</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/607/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/607/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Wenn etwas so beschrieben wird, als wäre es aus der Zeit gefallen, empfinden es viele Menschen als überholt, denn der Zeitgeist beschreibt meist das, was gerade gilt und ist dabei immer gerne dynamisch ausgerichtet auf das, was werden soll. Bei der Kunst und ihrer Betrachtung verhält es sich da zum Glück etwas anders. Ich denke, vor allem die bildende Kunst sollte immer auch ein bisschen aus der Zeit gefallen sein und sich einfach nicht an jeder Aufregung begeistern. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 In aktuellen Bildungskonzepten lese ich neuerdings, dass eine wissenschaftlich orientierte Begründungs- und Reflexionsfähigkeit und eine gestärkte Kompetenz zur spartenübergreifenden Zusammenarbeit trainiert werden müssen oder sogar bei der Vergabe eines Praktikums - oder Ausbildungsplatzes oft schon vorausgesetzt werden. Wie soll das denn gehen? Das gefällt mir ehrlicherweise nicht so gut. Da bin ich sehr gerne raus - aus der Zeit. Dass Fachkräfte gesucht werden, hört und liest man seit Jahren überall. Und jetzt soll man also schon, bevor ein Arbeit- oder Auftraggeber in die Weiterbildung investiert, alle Fähigkeiten mitbringen? Bin ich froh, dass ich seit über 20 Jahren bei einem Bildhauer fest angestellt bin, der das nicht erwartet, während er mir gerne ermöglicht, mit ihm zusammen sein Lebensziel anzusteuern: Als Künstler, frei denkend, das zu erforschen, was Marmor bildhauerisch hergibt. 

 Ein weiterer Satz aus der Laudatio von Uni-Professor Christoph Grafe zum Leben und Werk von Eckehard Lowisch, meines geduldigen Ehemanns und Arbeitgebers, der mit Axel Fischbacher und dem Kabarettungsdienst den diesjährigen Springmannpreis erhalten hat, hat mir darüber hinaus besonders gut gefallen: „ Lowisch ist deutlich von dem Vermögen des Steins ergriffen, das Leben zu fangen, Bewegung zu greifen und für immer festzulegen.“ Hier wird sein Grundimpuls genau beobachtet, eingeordnet und beschrieben. Das Gleiche, also eine ...]]></description><pubDate>Wed, 17 May 2023 07:59:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/es-f228llt-nie-zu-viel-licht-auf-die-magie</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-607]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Ja, warum eigentlich Wuppertal?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ja-warum-eigentlich-wuppertal</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/604/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/604/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Heute früh war vor dem Fenster wieder die Hölle los, so sagen die einen; die anderen meinen, es sei der Himmel auf Erden: Der alte Apfelbaum steht in Vollblüte und war einige trockene Stunden lang von sich laut grölend die Hucke vollsaufenden Hummeln aller Art umschwärmt, während unter ihm die Koboldhorden aus der nahen Grundschule das Leben eroberten und gleich daneben auf den Steinbecker Gütergleisen das Rangieren schwerster Waggonketten geübt wurde. Das ganze Szenario bebte zwischen Chaos und Biedermeier, während ich in einem hauptstädtischen Zeitungsartikel über die Thrillerserie „Zwei Seiten des Abgrunds“ die passende Zeile las: „Bleibt die Frage: Warum Wuppertal?“ 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Während die einen nie in die Verlegenheit kommen, sich diese symbolische Frage zu stellen, hätten andere durchaus Möglichkeiten, sich den Polaritäten unseres heimischen Großlaboratoriums zu entziehen und Lebensorte zu wählen, in denen man die großen Lebensfragen nicht an goldene Holzkisten verschwendet. Die meisten von ihnen bleiben trotzdem hier – oder gerade deshalb, weil der Abgrund eben viele Seiten hat. Der täglich überreich gemästeten Gewissheit, dass unser modernes Dasein wider besseres Wissen weitgehend gegen Fortschritte von Vernunft und Menschlichkeit agiert, steht in dieser Stadt eine außerordentlich differenzierte Kultur des Hinterfragens gegenüber, die zwar Probleme kaum konkret lösen kann, dabei jedoch die Hoffnung nährt, ohne die – in aller Verschiedenheit – niemand leben kann. Auf den Logenplätzen der Begeisterungsevents ist diese freilich weniger zu finden, denn dort verkauft man in der Regel Bestätigung für jene, die sich ihres Lebens sicher sind. Es sind die Orte am Rande des Konsums, an denen sich das Publikum mit so unlösbaren wie weiterführenden Fragen im Momentum der Kunst zu einer flüchtigen Gemeinschaft der Hoffenden zusammenfindet: Clubs, Galerien, Schulen, Theater, Vereine – zu viele wären hier zu nennen; Sie alle ...]]></description><pubDate>Tue, 09 May 2023 20:26:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ja-warum-eigentlich-wuppertal</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-604]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Rechnet sich Kunst?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/rechnet-sich-kunst</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/599/christopherhuber.jpg" length="118901"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/599/images/christopherhuber-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Christopher Huber 

 Es gibt wohl kaum Künstlerinnen, die sich in ihrer Schaffensperiode nicht gefragt haben: „Wofür das alles?“ Sie, als Zuschauende, Betrachtende, Zuhörende fragen sich: „Kann man davon leben?“ Bei der Kunst geht es am Anfang selten um den Output, also die Aufführung, die Ausstellung, das Buch. Sondern vielmehr geht es um das, was raus, was ans Licht will, was erschaffen werden möchte, also das innere Streben nach Schaffen, den kreativen Prozess, der anfangs nicht heraufbeschworen werden muss. 

   
Christopher Huber - Foto: Stefan Fries 

 Und dieses Streben bleibt immer Teil der Schaffenden selbst. Es schert sich nicht um schnöden Mammon, steigende Heizkosten, Inflation oder Öffentlichkeit, es ist kindlich-naiv, es kommt aus dem Inneren, möchte entdeckt, genutzt, gar benutzt werden. Viele Jahre später entdeckt man, da man so viel dazugelernt und Wissen angehäuft hat, dass diese Naivität wieder willkommen geheißen wird, dass man versucht, dieses Kind in sich wiederzuentdecken, die Leichtigkeit des Seins wiederherzustellen, die Kunst ohne Voreingenommenheit wieder Kunst sein zu lassen. 

 Aber dieses „Wofür?“ kann sich auch auf die leicht zu verletzende Seele beziehen. Kaum jemand wird so oft kritisiert wie der kunstschaffende Mensch. Und das, obwohl sich die Seele so weit öffnet, dass die Betrachtenden tief hineinblicken können. Er lässt sie hinein, zeigt, was ihn bewegt, lässt teilhaben und muss zulassen, dass er sich vom Publikum, von Lehrenden, anderen Künstlerinnen innerlich bis auf das Adamskostüm entkleidet, vor sie stellt und ihre Meinungen höflich anhört. Ob er sie annimmt, sei ihm überlassen, aber es kratzt dennoch … 

 Und gerade deshalb ist die Künstlerseele die Seele des Kollektivs, sie reflektiert das Treiben der gesellschaftlichen Spiele. In ihr spiegeln sich die ungeschriebenen Gesetze des Miteinanders. Der schaffende Mensch öffnet sich, nimmt die Schutzrüstung ab, wird zur Reflexionsoberfläche. 

 Als ...]]></description><pubDate>Wed, 03 May 2023 09:56:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/rechnet-sich-kunst</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-599]]></dc:identifier></item></channel></rss>