﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sun, 03 May 2026 04:46:32 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Durchs Handeln etwas ver&amp;auml;ndern</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/durchs-handeln-etwas-veraumlndern</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/durchs-handeln-etwas-veraumlndern" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Durchs Handeln etwas verändern]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/durchs-handeln-etwas-ver228ndern</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/525/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/525/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Die Tage im November sind kurz und die Nächte sonderbar lang. Dieser Monat eignet sich also ganz gut als Kraftquelle, wenn der Zustand der Welt nicht so schlaflos machte. Nach Niklas Luhmann (1927-1998) könnte ein Mensch, ohne zu vertrauen, morgens nicht mehr aufstehen – er würde lieber im Bett bleiben, denn den Zustand des fehlenden Vertrauens hält kein Mensch auf Dauer aus. Und wenn er wider Erwarten doch aufstünde, der Mensch, dann dem Philosophen Gilles Deleuze (1925 -1995) zufolge nur, um ins Kino zu gehen. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Ich muss zugeben, dass ich viel zu lange schon nicht mehr im Kino, im Theater, im Club oder in der Oper war. Noch nicht einmal in der, in der man in Wuppertal schwimmen kann. Im Moment schaffe ich es gerade noch in die eigenen Kunsträume - einmal in jene zuhause oder auch in die, die wir seit Jahren an einem für uns fußläufig erreichbaren Bahnhof ehrenamtlich verlässlich als Projektraum für einen Bürgerverein künstlerisch leiten. Noch kann ich offensichtlich vertrauen und in der Folge also immer wieder aufstehen. 

 Noch, denn die Kunststation ist mein Akku. Ehrlicherweise der einzige Ort, an dem ich mich noch motivieren kann, weil ich glaube, dass ich dort vor Ort durch das eigene Handeln etwas verändern und bewirken werde. Psychologen sprechen da, glaube ich, von Selbstwirksamkeitserfahrung, die ihrer Einschätzung nach ein ganz wesentlicher Faktor ist, um sich wohlzufühlen, auch wenn die Nerven blank liegen. Ich sitze dort hinter einem Schaufenster und nutze es als Blickfenster. Sehe, dass die Flaschensammler immer mehr werden, ihre Gesichter immer leerer - ein allgemeines Ohnmachtsempfinden spiegelt sich darin, ist fast mit den Händen zu greifen… 

 So beobachte ich es an diesem meinem 9. November am Bahnhof. Es ist so ganz anders als in den Jahren zuvor. Was kann ich also weiterhin tun? Ansprechbar und sichtbar für die Passanten bleiben. Immer wieder um Nachsicht ...]]></description><pubDate>Wed, 23 Nov 2022 10:05:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/durchs-handeln-etwas-ver228ndern</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-525]]></dc:identifier></item></channel></rss>