﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 10:59:50 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Kulturleben in Zahlenwolken</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kulturleben-in-zahlenwolken-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kulturleben-in-zahlenwolken-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kulturleben in Zahlenwolken]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kulturleben-in-zahlenwolken</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/280/img-max-christian-graeff7.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/280/images/img-max-christian-graeff7-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Man muss genau hinschauen, aber: Es tut sich was, zumindest an den Büschen und Bäumen; es knirscht und knackt im Gebälk, voreilige Falter suchen enttäuscht nach Nektar und die Vögel sammeln im Sperrmüll der Natur ihr neues Mobiliar zusammen. Bewegung, Aufbruch, Progression – zumindest ein Gefühl davon im zähen Herumpaddeln gegen den Strom des Bewusstseins, eine Endzeit zu leben. Wohlgemerkt ein Gefühl vom Rücken des hohen Rosses aus, denn als Kulturkolumnist ist man versucht, bunte Fähnlein zu schwingen, die an der erdrückenden Mehrzahl der Lebenswirklichkeiten völlig vorbeisenden. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Mir persönlich haben sich noch nie so viele luftabschnürende und kaum aufzulösende Sinnfragen gestellt wie im bald vollen Sonderjahr; nun häufen sich die Jubiläen: heute vor zwölf Monaten die letzte Lesebühne, Samstag das letzte Konzert, nächste Woche die letzte physisch präsente Vereinsversammlung, die letzte Probe ohne das allesbeherrschende Thema – und bald der Jahrestag, an dem der Big Bang auch durchs eigene Wohnquartier schallte. Das Balkonsingen und Soliklatschen, der Biergutschein beim Lieblingswirt und die Banknote für den Wohnungslosen waren schnell verraucht, meist ohne den Gemeinten zu helfen. Seither wird definiert, dass die Schwarte kracht: eine Flut von Ziffern, Evaluationen und Bewertungen ist wohl nötig und lässt viele von uns zugleich ersaufen. 7,6 Millionen europäische Kulturschaffende machten 2019 etwa 250 Milliarden Euro Umsatz; ein Drittel brach weg, zwei Millionen Jobs sind gefährdet und die Bühnenkünste verloren gar 90 Prozent. Gut, dass es mal gesagt wird, selbst wenn diese Zahlennahrung dem Einzelnen unverdaulich bleibt und ihn fast ersticken lässt. Dazu die täglichen Skalen und Tabellen, die Entschlüsselung der Diagramme, das Planen mit den Wettervorhersagen der Pandemie: Wenn‘s nicht hagelt, klappt‘s mit 15 Leuten im April, aber nur für Lyrik in Dur. Moll oder Ölmalerei ...]]></description><pubDate>Wed, 24 Feb 2021 08:30:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kulturleben-in-zahlenwolken</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-280]]></dc:identifier></item></channel></rss>