﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 10:58:23 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - F&amp;uuml;r Livekultur gibt es keine Abwrackpr&amp;auml;mie</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/fuumlr-livekultur-gibt-es-keine-abwrackpraumlmie</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/fuumlr-livekultur-gibt-es-keine-abwrackpraumlmie" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Für Livekultur gibt es keine Abwrackprämie]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/f252r-livekultur-gibt-es-keine-abwrackpr228mie</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/131/img-max-christian-graeff1.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/131/images/img-max-christian-graeff1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Endlich lärmen sie wieder, draußen auf der Straße: Manche der Kinder sind zurück in der Schule und besprechen auf den Wegen dahin und daher fleißig ihre Welt. Ihr Quietschen, Prahlen und Gluckern hat tatsächlich gefehlt; es täuscht so angenehm den Fortgang der Dinge vor. Vorhin sagte einer auf dem Heimweg: „Ich leg mich auf die Sonne!“ Das ist ein idealer Zeitpunkt, denn gerade eben war Sonnenstillstand und seit vier Tagen sinken wir langsam wieder in die nach Lebkuchen riechende Finsternis … – Im Ersten lief am Sonntag ab Mitternacht die „lange Nacht der Kultur trotz Corona“ bis fast zu den Frühnachrichten, nett gemeint und symbolisch dafür, dass dem Veranstaltungsbetrieb die lange Nacht erst noch bevorsteht. In jener kurzen auf Dienstag folgte wiederum die „Night of Light“, in der tausende Veranstaltungs- und Auftrittsorte im Land in rotem Licht erstrahlten, damit man sie bemerke. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Tatsächlich waren die Zahlen bisher wenig bekannt: Mehr als 2,5 Millionen Beschäftigte in der Veranstaltungswirtschaft inklusive Unterhaltung und Kultur sorgen mitsamt der Business-Veranstaltungen mit mehr als 400 Millionen Teilnehmenden für einen Jahresumsatz von 130 Milliarden Euro, und die Hälfte der Branche ist zum Herbst hin von Insolvenz bedroht. Sie werden dies ja sicher genau so aufmerksam gelesen haben wie die Berichte aus der Autoindustrie. Kulturveranstaltungen machen mit 6,6 Milliarden Umsatz lediglich einen kleinen Teil des Kuchens aus, aber da viele Künstler noch kunstferne Brotjobs in der Branche haben, ist die Grauzone groß und der nötige lange Atem bei eingeschränktem Lungenvolumen definitiv nicht verfügbar. Vielen von uns geht ganz einfach die Puste aus – und ständig darüber nachdenken, davon sprechen und schreiben zu müssen ist (in aller Ratlosigkeit) wahrlich kein Vergnügen. Geld ist schließlich das dreckigste Kulturgut, das wir haben, neben Sprengstoff und Öl. Da war die lange ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 23:49:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/f252r-livekultur-gibt-es-keine-abwrackpr228mie</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-131]]></dc:identifier></item></channel></rss>