﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 17:17:14 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Februar 2022</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/februar-2022-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/februar-2022-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kann der Frühling kommen?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kann-der-fr252hling-kommen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/393/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/393/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Geht es Ihnen auch so? Seit Tagen durchforste ich die Programme verschiedener Kulturorte im Tal und notiere mir mögliche Veranstaltungsbesuche in den Kalender. Dabei bin ich schon bis in den April vorgedrungen. Mein Kulturhunger ist groß, und die Hoffnung, schon bald wieder „wie früher“ an Aufführungen, Lesungen oder Konzerten teilhaben zu können, steigt. Das Angebot ist breit: Zu den regulär geplanten Veranstaltungen kommen all jene, die in den letzten Monaten (erneut) verschoben wurden. Hinzu kommt: Es häufen sich die Signale aus der Kulturpolitik, dass Corona-Unterstützungen für Künstlerinnen und Künstler sowie für Kulturorte verlängert werden. Der kommende Frühling scheint für die Kultur in jeder Hinsicht ein Füllhorn an Möglichkeiten zu bieten. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Gleichzeitig poppte dieser Tage im Strom meiner Bildschirm-Nachrichten eine Petition der Mannheimer Philharmoniker auf, eines Orchesters, das wohl vor allem junge Mitglieder auf dem Weg in eine professionelle Kariere begleitet und über internationales Renommee verfügt. Anlass der Petition war die zukünftige Streichung jedweder Unterstützung durch die Stadt Mannheim und damit das mögliche Aus für diesen bedeutenden Klangkörper. Was war da los? 

 Ohne die Einzelheiten näher zu kennen, stellte mein Hirn sofort eine Verbindung her zu der kürzlich geäußerten Befürchtung eines befreundeten Jazz-Saxophonisten: In ein paar Jahren werde es übel aussehen mit der Förderung von Kunst und Kultur, das ganze Geld sei dann nämlich weg. Handelte es sich bei jener Streichung aus dem städtischen Haushalt also um einen Vorboten, um eine erste Bestätigung seiner Theorie? Gleichen die Corona-Hilfen möglicherweise einem Strohfeuer, das die stete Flamme öffentlicher Kulturförderung auszulöschen droht, welche doch die Zukunft unserer reichen Kulturlandschaft garantiert? 

 Beständige Förderung ist ein hohes Gut. Dass sie sich aus verschiedenen, nicht nur städtischen ...]]></description><pubDate>Wed, 23 Feb 2022 09:31:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kann-der-fr252hling-kommen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-393]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Kulturszenen in der Stadt verbinden]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-kulturszenen-in-der-stadt-verbinden</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/391/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/391/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Vor gerade einmal fünf Jahren haben Vertreter der freien Kunst-und Kultur in Wuppertal das Bedürfnis entwickelt, aus den eigenen Reihen heraus eine gemeinsame Basis dafür zu schaffen, dass die künstlerischen Anliegen und Bedürfnisse der vielen professionell arbeitenden, freiberuflichen Kreativen in dieser Stadt sichtbarer werden. Aus diesem Impuls heraus gründete sich im Mai 2017 der gemeinnützige Verein freies Netzwerk Kultur als eine Interessenvertretung mit institutionellem Charakter, ausgestattet mit einer vereinstechnischen Infrastruktur als Grundlage dafür, dass sich die Freie Szene in Wuppertal erst einmal selbst hilft, indem sie das Vertrauen untereinander stärkt. Diese ehrenamtliche, freiwillige Leistung, verbunden mit der Aufforderung, sich dafür aktiv einzusetzen, führte vor allem durch die Bereitschaft einiger hoch engagierter Netzwerker zu einem allgemein besseren Verständnis dafür, dass man seine Ziele gemeinsam leichter erreicht. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Das freie Netzwerk Kultur war und ist zu jeder Zeit offen für Kunst-und Kulturschaffende in Wuppertal, die aktiv daran mitwirken wollen und die daran glauben, dass sich die Wahrnehmung der Kunst-und Kulturszene in dieser Stadt so insgesamt verbessern lässt. Wenn sich dadurch die Blickrichtung der Kulturpolitik in dieser Stadt irgendwann einmal ändern wird und der Fokus der Investitionen nicht mehr nur auf der sogenannten Hochkultur liegen wird - erst dann, durch die relevante Einbindung der Freien Szene, wird die Kulturlandschaft in Wuppertal die desaströsen Auswirkungen, nicht nur der Corona Krise, vielleicht überleben. 

 Also: Lasst uns die Kulturszenen endlich miteinander verbinden! Die auf den finanziellen Höhen und die, in den prekär, monetären Tallagen. Dem Oberzentrum im Bergischen Land kann nur so ein Neustart Kultur gelingen. Darüber hinaus sollten die kulturpolitischen Themen durchgängig neu betrachtet und bewertet werden, auch ...]]></description><pubDate>Wed, 16 Feb 2022 10:01:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-kulturszenen-in-der-stadt-verbinden</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-391]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Welt mal kurz kopfüber sehen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-welt-mal-kurz-kopf252ber-sehen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/387/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/387/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Fast war es im großen Scheppern nicht zu hören, und doch klang ein besonderes Ereignis durch den Kleingarten: Der Winterwind hatte das Meisenhäuschen vom Haken gehoben und es zehn Meter weiter kopfüber auf dem Hügelbeet zerkrachen lassen. Was hätte meine hochbetagt verblichene Tante Helga wohl spontan zitiert? Wie so oft Rilke? „Wer jetzt kein Nest hat, baut sich keines mehr …“ – Nein, der Fauxpas der falschen Jahreszeit wäre ihr nie unterlaufen. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Vermutlich wäre sie expressionistisch geworden, mit Jakob van Hoddis’ „Weltende“ von 1911: „Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen / an Land, um dicke Dämme zu zerdrücken. / Die meisten Menschen haben einen Schnupfen. / Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.“ 

 Nun bin ich froh, dass mir beim Einsammeln der Trümmer kein Kind zuhört. Dieses ständige Zitieren bildungsbürgerlicher Verse ging mir einst gehörig auf die Nerven und steckt doch tief im Gemüt. Nichts anderes ist es vermutlich, wenn heute in der S-Bahn die Kopfhörerkinder plötzlich Wortfolgen spitten und wilde Punchlines röhren, die zwar irre dirty klingen, sich nach Entschlüsselung aber auch nur als lieb bis spießig erweisen. Mit dem Unterschied, dass sich das, was ich davon verstehe, meistens um das eigene Befinden dreht, ums Optimum und darum, Recht zu haben. 

 Mehr als das Erkunden des Unbekannten scheint die Erhaltung des Gewohnten zu zählen, was bei dem breiten Bedrohungspanorama für junge Leben verständlich ist – auch, wenn ich mir von der inzwischen ranzigen Warte aus ein viel krasseres kulturelles Randalieren herbeiwünsche. Geblieben ist die Verortung des eigenen Erlebens in der Literatur und die der Dichtung im eigenen Dasein. In welcher Gesellschaft und Medienlandschaft auch immer: Das literaturgetriebene Imaginieren spielt eine entscheidende Rolle, gerade in einer Zeit der Vereinzelung und des reduzierten persönlichen Austausches. 

 Obwohl mir körperliche ...]]></description><pubDate>Wed, 09 Feb 2022 09:29:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-welt-mal-kurz-kopf252ber-sehen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-387]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Keine Transformation in Sicht]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/keine-transformation-in-sicht</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/384/peterklassen.jpg" length="214281"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/384/images/peterklassen-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> von Peter Klassen 

 Man muss sich keine Sorgen um den Zustand der Kunst machen: die Künstler und Künstlerinnen arbeiten sowieso. Sie gehen Tag für Tag in ihre Ateliers, in ihre Proberäume und Schreibstuben. Immer wieder aufs Neue versuchen sie das zu erreichen, was sie sich selbst vorgenommen haben. Versuchen hinter die Geheimnisse des Lebens zu kommen, neue zu entdecken und der Welt etwas hinzuzufügen, was es so noch nicht gibt. Und das auf ihre ganz individuelle Weise mit Kunststücken. 1000 Blumen blühen da, tagtäglich, meist im Verborgenen. 

   
Peter Klassen 

 Von Zeit zu Zeit muss die Kunst dann dieses geschützte „Biotop“ verlassen und erproben, ob das Gefundene nur für sie selbst wichtig ist oder sogar auch für andere Relevanz hat. Am besten geschieht das in Freiräumen, die Mäzene, ein paar Enthusiasten oder die Gesellschaft zur Verfügung stellen. Eine Handvoll privater Galeristen in Wuppertal geben der Kunst den Freiraum, den sie braucht. Es gibt also großartige Ausstellungen und einen herausragenden Skulpturenpark. 

 Kunst braucht Öffentlichkeit. Nicht nur dann, wenn man mit dem „Strategischen Leerstand“ im Einzelhandel nichts anderes anzufangen weiß. Kunst darf kein Notstopfen und Lückenbüßer für die Sünden der Städteplaner sein. Und sie sollte auch nicht erst dann eine Rolle spielen, wenn die große Transformation uns über Nacht erreicht hat. Wie viele Tage waren es noch mal bis dahin? 

 In der Zwischenzeit zerbröckelt die vierte Säule des Pina Bausch Zentrums, bevor sie irgendwann einmal eine tragende Rolle spielen kann. Der Mensch braucht Trost, aber keine Vertröstung auf die Zukunft. Nach der großen Transformation wird alles anders sein, aber warum sollte es besser werden? Schließlich könnten die politischen Gremien doch schon heute die Künstler und Künstlerinnen ihre Kunst am lebendigen Organismus Gesellschaft erproben lassen. Kunst ist keine Utopie. Es gibt sie ja schließlich schon. 

 Die Kunsthalle Barmen wurde 2020 wieder in die ...]]></description><pubDate>Tue, 01 Feb 2022 20:04:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/keine-transformation-in-sicht</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-384]]></dc:identifier></item></channel></rss>