﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 10:08:31 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Juni 2022</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juni-2022-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juni-2022-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Chance der Vielfalt im Sommerloch]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-chance-der-vielfalt-im-sommerloch</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/446/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/446/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff​ 

 Zack, die großen Ferien sind da! Selbst meine Meisen sind vom großen Schweigen irritiert, das nach den Tumulten des Endspurts von der nahen Grundschule ausgeht. Ich erinnere mich an damals: Alle um einen herum verreisten mit Getöse ins große Erleben und erkundeten die weite, wilde Welt, während zuhause, in der Mitte des Nirgendwo, die Straßen leer vor sich hinstaubten und jemand dazu einen endlosen Schlager über Sehnsucht sang. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Heute ist es andersrum: Daheim kondensieren sich die großen Fragen der Welt und wer kann, flüchtet vor der Wirklichkeit in die Reinräume des temporären Vergessens. Sogar gut gebuchte Ferienkurse des Jugendamts wurden spontan so stark gekündigt, dass sie ausfallen müssen. Nun daddeln sich die Kinder, anstatt Bücher binden und Songtexte schreiben zu müssen, durch Blechlawinen, Wartehallen und Urlaubsreservate, solange es eben noch geht. Gefühlte Freiheit statt Sauregurkenzeit. 

 Dieser Begriff kehrt heuer zu den Ursprüngen zurück: Lernten wir ihn als ereignis- und nachrichtenfreies Sommerloch kennen, in dem manche Zeitungsente ertrank, so kehrt er nun zu den etymologischen Wurzeln zurück, sofern man der Schriftstellerin Salcia Landmann folgen mag: Nach ihr verballhornte das Rotwelsch, der Slang mittelalterlicher Vaganten und Gauner, auf dem Abenteuerspielplatz der Sprache nämlich den jiddischen Begriff der „zoress- und jokresszeit“, der „Zeit der Sorgen und Teuerungen“. An diese Deutung werden wir uns leider wieder zu gewöhnen haben. 

 Das Sommerloch staubt nicht mehr, manchmal droht es im erst beginnenden Extremwetter davon gespült zu werden. Auch die Wellenvorhersagen sind nicht gerade gut und die zunehmenden Kriege spielen ihr eiskaltes, bluttriefendes Repertoire. Vom ungeheuren Leid an allen Fronten abgesehen (was ja kaum möglich ist) müssen wir auch die tägliche Kulturzerstörung betrachten: Bevorzugte Angriffsziele sind Schulen, Bibliotheken und ...]]></description><pubDate>Tue, 28 Jun 2022 20:51:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-chance-der-vielfalt-im-sommerloch</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-446]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur und Rassismus]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-und-rassismus</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/441/meieliboroswsky.jpg" length="105992"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/441/images/meieliboroswsky-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Meieli Borowsky 

   
Meieli Borowsky - Foto: Johann Diwini 

 Wer erinnert sich an die Epoche der Aufklärung und an Rassenlehre? Wer weiß, wie ausschlaggebend deutsche Philosophen wie Kant und Hegel diese vorangetrieben haben? Und wem ist bewusst, wie Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Nicht-weiß-Seins, entmenschlicht und versklavt wurden? Manche sagen jetzt: „Das ist doch Geschichte, was hat das mit uns zu tun?” Zur Erklärung möchte ich ausholen, bis zur Epoche der „Aufklärung“. Diese Epoche von etwa 1650 bis circa 1820 bedeutete für viele Freiheit. Durch Vernunft als universelle Urteilsinstanz befreite man sich von traditionellen, starren Ideologien und Vorstellungen. Politisch entwickelten sich Bürgerrechte und allgemeine Menschenrechte. Einige Denker der Aufklärung legten, beeinflusst durch die bereits existierenden wirtschaftlichen Machtstrukturen des transatlantischen Handels mit versklavten Menschen, die Legitimation für diese oft schon Jahrhunderte andauernde Realität. Der europäisch-freiheitliche Gedanke von Menschenrechten galt eben nicht für alle Menschen. Die pseudowissenschaftliche „Rassenlehre“, die Menschen in verschiedene Rassen kategorisierte, wobei weiße Menschen die Spitze der Zivilisation anführen würden und Schwarze und Indigene als geringer entwickelt galten, hat Auswirkungen bis in die Gegenwart. Die damit einhergehende Idee, schwarze Menschen hätten eine mindere Intelligenz und lebten in Kulturlosigkeit ohne menschliche Würde, führte in der weißen Gesellschaft zu einem bis heute spürbaren Überlegenheitsgefühl. Angefangen bei Vorurteilen über Fremdzuschreibungen, die verletzend und traumatisierend sein können, bis hin zu gewaltvollen verbalen und physischen Übergriffen. 

 Wir können heute sagen, dass solche Pseudowissenschaften widerlegt sind. Aber wieso gibt es dann immer noch Rassismus? Dieser hat viele Gesichter und zeigt sich in unterschiedlichen Formen. Es geht aber immer um die Sicherung von Machtverhältnissen, um ...]]></description><pubDate>Wed, 22 Jun 2022 07:57:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-und-rassismus</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-441]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Es ist Zeit, Diversität und Nachhaltigkeit zusammenzuführen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/es-ist-zeit-diversit228t-und-nachhaltigkeit-zusammenzuf252hren</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/440/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/440/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Es ist Zeit: Inmitten des zerstörten, in Trümmern liegenden Charkiws tanzen Jugendliche einen Walzer, ihren Abiball: Soldaten stehen am Rand, die Eltern filmen das Szenario. Wie kaum ein anderer Moment hat mich dieser Reigen letzte Woche berührt, Mitgefühl und einen großen Schmerz ausgelöst. Kinder und so viele Menschen wurden schon und werden immer noch ihrer Zukunft beraubt. Welch kraftvolles Zeichen ist es, sie in diesem performativen Gefüge zu sehen? Es wirkt so, als ob sie tiefe Wunden in ihrem Leben nach außen tragen, der Welt zeigen, und zugleich beginnen, sie zu verarbeiten, der brutalen Zeit etwas entgegenstellen. Auf dem 11. Kulturpolitischen Bundeskongress „Die Kunst der Demokratie“ in Berlin brachte die ukrainische Künstlerin Kateryna Miščenko diesen Clip ein und knüpfte an die Eröffnungsrede von Kulturstaatsministerin Claudia Roth an, die jüngst mit einem Spektrum an tief aufreibenden Erfahrungen von ihrer Reise nach Odessa zurückgekehrt war. 

 Der Klimawandel hält die Dringlichkeit vor Augen 

 Mit flammenden Worten verwies Claudia Roth darauf, dass Kunst und Kultur „ein Lebenselixier“ sein können, eine „Stimme der Demokratie“. Sie forderte „Offenheit für Einflüsse, für Formen und Stile“ ein, „einen erweiterten Kulturbegriff“. An zwei Kongresstagen wurden die aufschlussreichen Zusammenhänge zwischen Kunst, Kultur, Politik und Demokratie diskutiert. Vieles wird mich weiterhin bewegen: Ist unser repräsentatives System wahrhaft noch repräsentativ? Welche Herausforderungen und konstruktiven Ansätze gibt es für eine Erneuerung der Demokratie, für Kollaborationen, Teilhabe, Experimentierfelder, lokal, global, planetar? Die mit dem Klimawandel ablaufende Sanduhr unserer Existenz hält uns die Dringlichkeit vor Augen. Claudia Roth endete mit den Worten, wie dringend notwendig es ist, Diversität und Nachhaltigkeit endlich zusammenzuführen. Ja! 

 Zurück in Wuppertal tauchte ich in ...]]></description><pubDate>Wed, 15 Jun 2022 08:04:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/es-ist-zeit-diversit228t-und-nachhaltigkeit-zusammenzuf252hren</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-440]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Erzählungen Wuppertals]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-erz228hlungen-wuppertals</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/438/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/438/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Neulich beim Klimagespräch im einst schönen Schauspielhaus meinte ein Teilnehmer in Bezug auf Wuppertal, diese Stadt habe keine eigene Erzählung. Meine Kollegin Tine Lowisch griff diesen Faden in ihrer Kolumne auf und spann ihn weiter im Sinne von: Diese Stadt hat viele Erzählungen, ist divers, und genau das macht ihren Charme und – ja – ihren Reichtum aus. Vielleicht meinte jener Satz aber auch: „Diese Stadt weiß nicht, was sie hat“. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Wenn in Karlsruhe, Freiburg oder, sagen wir, Bielefeld ein Weltstar wie Thomas Hampson mit dem dortigen Sinfonieorchester aufträte, fände sich in der lokalen Presse vermutlich eine halbe Seite Vorankündigung. In der WZ entdeckte ich eine kleine Notiz, deren letzter Satz lautete: „Es singt der Bariton Thomas Hampson“, mit anderen Worten: „Es singt ein Bariton“. Das entsprechende Konzert hatte Weltniveau, wurde allerdings von nur wenigen Wuppertalern wertgeschätzt – unsere Stadthalle ( „eine der schönsten Konzertsäle der Welt“,  so Hampson) war höchstens zur Hälfte gefüllt. Ähnlich erging es kurz darauf dem „Budapest Festival Orchestra“, welches mit Gustav Mahlers 1. Sinfonie eines seiner Paradestücke im Gepäck hatte und ebenfalls Weltniveau vor überschaubarem, überwiegend auswärtigem Publikum bot. Dies nur zwei Beispiele aus der sogenannten Hochkultur. 

 Im Grunde mag ich dieses Understatement ja. Da singt halt ein weltberühmter Bariton, was soll sein? Auf der Insel im Ada hatten wir auch mal eine interne Gesprächsrunde mit Tänzerinnen und Tänzern, bei der ich mir ausmalen konnte, wie sie als öffentliche Matinee in New York sicher eine Schar teuer zahlender Gäste angezogen hätte. Ich mag das, wie gesagt, es ist sympathisch (und ich mag es nicht, wenn teure Tickets nicht Wertschätzung, sondern Barrieren bedeuten). Dennoch fürchte ich, die Erzählung Wuppertals geht ungefähr so: Wir halten nicht viel auf uns (manchmal auch nicht so viel auf andere), sind ...]]></description><pubDate>Wed, 08 Jun 2022 21:34:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-erz228hlungen-wuppertals</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-438]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Großes Potenzial im Wuppertaler Westen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/gro223es-potenzial-im-wuppertaler-westen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/437/tine-lowisch.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/437/images/tine-lowisch-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Auf die Möglichkeit einer Bundesgartenschau in Wuppertal freuen wir uns in der Kunststation am Bahnhof Vohwinkel schon seit Jahren. Und jetzt sind wir natürlich sehr froh, denn Wuppertal wird sich bewerben! Bereits vor vier Jahren haben wir einer Gruppe von Studierenden der Bergischen Universität aus dem Fachbereich Architektur eine Ausstellung mit dem wunderbaren Titel: Das Tal nach der Flut, Buga X Klima ermöglicht, schon damals als Reaktion auf die Ambition Wuppertals konzipiert, die Buga 2031 in unsere schöne Stadt zu holen. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Die Studierenden hatten untersucht, was eine Buga ist und wie sie zu einem Instrument der Anpassung an den Klimawandel im Tal werden kann. Ziel war es, die Mechanik der Buga als Treiber der (urbanen) Landschaftsveränderungen zu verstehen, denn beide Ereignisse, der Klimawandel und die Buga, versprechen eine bahnbrechende Veränderung der Wuppertaler Landschaft. Die Kernfrage damals war: Können Sie sich den Klimawandel als natürliches Gegenstück zur Buga vorstellen? Und: Was wird Wuppertal aus sich machen? Diese Frage stellt sich natürlich fortlaufend und nicht nur im Zusammenhang mit einer Bundesgartenschau. Viele Stimmen sind der Meinung, dass dieser Stadt der große Plan fehle oder wie man heute sagt, das Narrativ. Ich weiß gar nicht, ob das so stimmt. Man geht doch sowieso mittlerweile von Zukünften aus? 

 Also, warum nicht die Geschichte dieser Stadt so erzählen, dass wir hier einfach immer schon sehr gerne viele gute Pläne gleichzeitig verfolgen. Vor ungefähr 30 Kolumnen habe ich dazu einmal das Bild bemüht, dass Wuppertal eine Plastik sei. Schon damals war damit jene interessierte Vielstimmigkeit engagierter Wuppertaler Bürger gemeint, die seit jeher bereitwillig Verantwortung für ihre Stadt übernehmen und welche die vielen Teile aus der sie besteht, und die vielen Themen engagiert zusammenhalten. Was soll man denn auch sonst tun? 

 So wie wir am ...]]></description><pubDate>Wed, 01 Jun 2022 08:41:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/gro223es-potenzial-im-wuppertaler-westen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-437]]></dc:identifier></item></channel></rss>