﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 10:24:38 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Kann das weg?</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kann-das-weg-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kann-das-weg-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kann das weg?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kann-das-weg</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/256/img-torsten-krug6.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/256/images/img-torsten-krug6-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 In einem sehenswerten Beitrag auf 3sat über Frauen in der Theaterwelt berichtet eine Regisseurin davon, wie sie sich einmal geweigert habe, körperliche Gewalt gegen Frauen auf der Bühne darzustellen. Sie wolle das nicht reproduzieren. Der (männliche) Intendant hielt das für geboten, und da die Regisseurin auf ihrem Standpunkt beharrte, wurde ihr die Regie entzogen. Diese Haltung der Regisseurin beeindruckt mich. Ich kann sie gut nachvollziehen. Seit Jahren beschäftigen mich die Widersprüche, in die wir Theaterschaffenden geraten, indem wir auf der Bühne gesellschaftliche Phänomene anprangern und sie im Theaterbetrieb oft strukturell wiederholen. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 In einer Kolumne sind assoziative Sprünge erlaubt, und so komme ich gleich zur »Cancel Culture«. Von englisch »to cancel« = absagen, meint es das Boykottieren von Persönlichkeiten und deren Schaffen, weil sie sich in außergewöhnlichem Maße politisch unkorrekt äußern oder verhalten. Der negativ konnotierte Begriff kommt einem Brandmarken gleich. Gleichzeitig ist das Engagement beispielsweise gegen das unreflektierte Wiedergeben antisemitischer Klischees oder für gendergerechte Sprache ein wichtiger Aspekt vor allem linker Kulturkritik. 

 Die Kabarettistin und Autorin Lisa Eckhart ist so ein strittiger Fall. Würde man ihre Programme nach US-amerikanischer Manier canceln, bliebe oft nur »Schönen guten Abend, meine Damen und Herren« übrig. In der Garderobe befragt, ob sie das, was sie da auf der Bühne formuliere, auch privat sagen würde, reagiert Eckhart verblüfft: »Niemals!« Und geht noch einen Schritt weiter: Niemand sollte so etwas privat sagen dürfen (!). Aber: Man solle ihr auch nicht die Narrenfreiheit streitig machen. 

 Till Eulenspiegel, ein altes Rollenmodel für uns Künstlerinnen und Künstler, durfte in seiner Rolle des Narren alles sagen und bloßstellen, ohne dafür belangt zu werden. Ja, er wurde gerade dafür bezahlt, verehrt oder ...]]></description><pubDate>Thu, 31 Dec 2020 15:05:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kann-das-weg</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-256]]></dc:identifier></item></channel></rss>