﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 11 Apr 2026 17:48:10 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Vorfreude auf die Gegenwart</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/vorfreude-auf-die-gegenwart-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/vorfreude-auf-die-gegenwart-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Vorfreude auf die Gegenwart]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/vorfreude-auf-die-gegenwart</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/241/img-max-christian-graeff1.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/241/images/img-max-christian-graeff1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 „Cool down! Musik auf den Balkonen! So geht Zukunft.“ So lapidar und am Leben vorbei endete ein Artikel des Trendforschers Matthias Horx vom 19. März, in dem er sechs Tage nach dem Lockdown vom imaginierten Oktober aus aufs Frühjahr zurückblickte. Natürlich ging es ausgedehnt um das blitzartig entstehende Zukunfts-Bewusstsein. Unter anderem schrieb er, dass im Sommer der Marktwert von Fake News und Verschwörungszeugs rapide in den Keller gehen würde. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Nun ist es immer leicht, nachher klüger zu sein als jene, die sich mutig in eine Vorstellung des kommenden Lebens wagen. Allerdings notierte ich schon am 19. 3. ruppige Lesegedanken an den Rand, vom Wettbewerb der Krisendeuter, der Castingshow der Superpropheten und vom „Wandel zum Guten“ als Discountprodukt. 

 Rückblickend ist beides interessant, der Artikel wie die Notate. Das Papier des Ausdrucks hat sich gelohnt. In der rein digitalen, unkörperlichen Lesewelt wird immer mehr Denkmaterial zum Stream des Moments, ohne Anlass zum Aufheben, Reflektieren und späteren Beurteilen. 

 Ich bin gespannt, was von der diesjährigen, vor allem digital stattfindenden Frankfurter Buchmesse ankommen und übrigbleiben wird. Seit über 500 Jahren sortierte sich in Frankfurt und später in Leipzig die Bücherwelt, und seit dem Mauerbau war es die größte Buchmesse der Welt. 

 Nun ist es ein Philosophenstreit, ob es im virtuellen Raum noch eine Feststellung von Größe geben kann, ohne abertausende Begegnungen, Verhandlungen, Streitereien, Autogramme, Skandale und Kindszeugungen, ohne Millionen spontaner Randnotizen an Ideenblättern, Kalkulationen und Manuskripten. In der reinen Physik fehlt die Chemie, der Muff ungeduschter Kleinverleger und der Schweiß der Hoffnung. Im digitalen Strom kann man (verzeihen Sie den Kitsch) nicht zu den Korallen der Phantasie abtauchen und wird auch der Nachwuchs nicht schwimmen lernen. 

 Umso wichtiger ist es, ...]]></description><pubDate>Thu, 08 Oct 2020 06:59:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/vorfreude-auf-die-gegenwart</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-241]]></dc:identifier></item></channel></rss>