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Für mehr Feste auf Augenhöhe

Über die Wichtigkeit von Kultur und Natur für ein friedvolles Miteinander // 18. Dezember 2024

Uta Atzpodien

„Habe den Mut, immer Du selbst zu sein“: Mit diesen Worten schrieb sich der israelische Schriftsteller und Journalist David Grossmann in das goldene Buch der Stadt Düsseldorf. Hier wurde ihm der Heinrich-Heine-Preis verliehen, eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Literatur und Persönlichkeit. Mit Grossmanns Eintreten dafür, aus der geballten Faust Verständigung und unbedingt notwendige Dialoge entstehen zu lassen, ist er mir, wie vermutlich auch vielen anderen, zum Mut machenden Begleiter geworden. Mit Haltung, Empathie und Menschlichkeit sucht er die oder den anderen von innen heraus mit seinem Schreiben zu verstehen. Auch sein Anfang des Jahres veröffentlichter Band „Frieden ist die einzige Option“ hält uns einen Spiegel vor Augen, zeigt, wie krank, indifferent und gewalttätig unsere Welt ist. In einem Interview äußert er, wie glücklich er darüber sei, über die Literatur, zarte, feine und empfindliche Dinge in jene Welt tragen zu können. Auch in diesen Worten wird deutlich, was Kunst und Kultur vermögen können, wie und warum sie gerade heute so bitter notwendig sind und hoffentlich ein wenig von der Bitterkeit nehmen, die uns hier und weltweit umgibt.

Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl

Dem Leben mit Authentizität und Mut zu begegnen, dafür steht auch die internationale Schriftstellervereinigung PEN, die in Deutschland vor 100 Jahren gegründet wurde. Seit den Anfängen macht sie sich für die „Freiheit des Wortes“ stark und gibt verfolgten Autorinnen und Autoren Schutz. Intern gab es schon oft und auch jüngst einige Reibereien und Spaltungen. Vor zwei Jahren bildete sich der PEN Berlin. Solche Ereignisse machen auch mit Blick auf Politik und die gesamte Gesellschaft dafür wach, den – um mit Freud zu sprechen – „Narzissmus der kleinen Differenzen“ hinter sich zu lassen und sich darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist und unsere Demokratie weiterbringen kann.

Genau dafür braucht unsere Gesellschaft Kunst und Kultur. Daher sind laute Appelle notwendig, um derzeitigen Haushaltskürzungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene massiv entgegenzuwirken. Dem Wert von Kultur können Führungspersönlichkeiten in Politik und Verwaltung Rückenwind geben. Stärken können sie aber auch, wie die stille Post, viele kleine Geschichten, solche, die von Begeisterung getragen werden. Mit funkelnden Augen berichtete ein Freund kürzlich vom Sinfoniekonzert „Hautnah“ in der Historischen Stadthalle. Er sprach von einem „Fest auf Augenhöhe“: Der Eintritt war frei, das Programm mit Filmmusiken und überwältigendem Orchesterklang. Die Mitwirkenden saßen mit ihren Instrumenten verteilt im ganzen Saal, inmitten der Zuhörenden. Alle kamen miteinander ins Gespräch, dabei dirigiert von dem durch den Raum wandelnden Generalmusikdirektor unserer Stadt, Patrick Hahn. Ein faszinierendes Erlebnis Wuppertaler Eigenart, so hörte ich.

Wie eng Kultur und Natur zusammengehören, zeigt uns der Verein Freiluft in Wuppertal: Als Vorbote einer für 2026 geplanten Skulpturen-Ausstellung an der Schwebebahn entlang wurde direkt am Haspler Wupperufer The Google Tree im Rahmen der Innenbandstadt aufgestellt. Er hält uns eigenwillig vor Augen, wie sehr das Aushandeln unserer digital-analogen Welten Teil unseres Lebens geworden ist. Mehr noch: Bis März (und gerne auch länger) laden hier Kunst und Kultur dazu ein, eine Baumroute entlang der Wupper und mit ihr die Baumvielfalt unserer Stadt zu erkunden. Lasst uns wie hier noch viel mehr Feste auf Augenhöhe feiern!

Feedback an kolumne@fnwk.de

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Uta Atzpodien // Vorstand

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