﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 17:17:22 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Oktober 2018</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/oktober-2018-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/oktober-2018-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Nur Dichtung trifft auch still ins Ziel]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/nur-dichtung-trifft-auch-still-ins-ziel</link><description><![CDATA[ Endlich – die Blätter fallen! Selten konnte uns ein endloser Spätsommer so beunruhigen wie dieses Mal, doch nun scheint alles in Ordnung zu sein, fast wie früher: Der Wind treibt kühl und ruppig um die Häuser, und wenn beim Abendbrot des „Great Pumpkins“ Stunde schlägt, werden die uralten Fragen gestellt: Wer waren eigentlich diese „Peanuts“? Wer hat am Reformationstag warum frei? Weshalb bekam Charlie Brown immer nur Steine, was haben Martin Luther und Hilmar Kopper wirklich gesagt und welche Rolle spielt dabei bloß dieser „Rote Baron“? Die ratlosen Blicke der Eltern kündigen ein Ereignis an: Aufhebung des Esstisch-Handyverbots! Eilig rutschen fettige Finger über die Displays, bis der Router qualmt, sich ein Haufen Halbsätze über den Aufschnitt türmt und Mutter unter allgemeinem Augenverdrehen sagt: „Das werde ich später in Ruhe nachlesen!“ 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Es ist auch die Zeit, in der die Ghostwriter aller Politiker damit beginnen, die großen Winterreden zu skizzieren, in denen sie zur Besinnung mahnen und am Schluss verlegen verraten, dass auch auf ihrem Nachttisch ein ganzer Stapel an- oder ungelesener Bücher läge, den sie in den stillen Tagen abarbeiten wollen. Lesen helfe beim Entspannen, ob Krimi, ein bisschen Romantik oder sogar Lokalhistorie des Wahlkreises. Politiker lieben das Lesen, sobald sie etwas näher zu ihren Kunden rutschen wollen. Dass die Literatur gesamthaft notwendig sei, um nicht lebenslang an den Oberflächen herumzupaddeln, sagen sie nicht. Dass sie als dürftig bezahlte Kunst hinter allen Gewerken des Kulturschaffens steckt, scheint nicht mehr erwähnenswert zu sein. Dass sie jenseits des „Schönen“ unser Kitt in den Fenstern zur gesamtgesellschaftlichen Gegenwart ist, dass sie noch den Ärmsten bereichern, den Fremdesten vertraut machen und den Schwächsten bekräftigen kann, das habe ich von ihnen ewig lange nicht mehr gehört. Schon gar nicht, dass du bist, was du liest – ob Vegi oder Wurst, Novellen ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 19:53:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/nur-dichtung-trifft-auch-still-ins-ziel</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-50]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Geschichten weben Stadt und Zukunft]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/geschichten-weben-stadt-und-zukunft</link><description><![CDATA[ „Ein Teppich ist eine Geschichte. In ihr verbergen sich unzählige andere Geschichten“, erklärt die alte Georgierin Stasia einem elfjährigen Mädchen im Roman „Das achte Leben. Für Brilka“. „Du bist ein Faden, ich bin ein Faden, zusammen ergeben wir eine Verzierung, mit vielen anderen zusammen ergeben wir ein Muster.“ Dieses Bild von einem Teppich bewegt mich. In unserer Textilstadt Wuppertal wirkt es ganz eigen. Was bewirkt das Leben der Menschen miteinander? Wie webt sich ein Teppich daraus? 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Die Romanfiguren in ihrem von der Geschichte durchdrungenen Familienepos hat die georgische Schriftstellerin Nino Haratischwili erschaffen. Seit sie elf Jahre alt ist, lebt sie in Deutschland und schreibt auf Deutsch. Ihr Heimatland Georgien, das dieses Jahr Schwerpunkt der internationalen Buchmesse in Frankfurt war, kommt über sie und ihre Worte nach Wuppertal. „Die Katze und der General“ heißt ihr neues Buch. Am 9. November wird die Autorin zur „Literatur auf der Insel“ im Café Ada in unserer Stadt sein, im Gespräch. Ich freue mich darauf. 

 Warum reizt mich der Teppich als Symbol für die vielen Geschichten, die das Leben, die Menschen, Stadt und Land weben und bewegen? Das erinnert mich an Akteure, Orte und Ereignisse, die unsere Stadt in einem vielfarbigen Glanz erscheinen lassen, an engagierte Menschen, die alte Muster erkennen und neue Muster weben. Sie bestimmen, wie unser aller Lebensteppich in Zukunft aussehen wird. Einem Stern gleich sind die „Bergischen Klimagespräche“ vor zehn Tagen in kleinen Gruppen durch die ganze Stadt gezogen, haben in ihren Stadtexpeditionen erforscht, befragt, hinterfragt. Die Geschichten der 

 Kunstorte und -akteure, das unkonventionelle Kennenlernen und die eigenwilligen Begegnungen weben den Teppich der „Zukunftskunst“ weiter. 

 All das, was weiter daraus entstehen wird, seien es Filme, Fotos, Artikel oder sicher auch neue kreative und dramaturgisch ungewöhnliche Formate, sie ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 19:51:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/geschichten-weben-stadt-und-zukunft</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-49]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die wunderbare Welt der künstlerischen Intelligenz]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-wunderbare-welt-der-k252nstlerischen-intelligenz</link><description><![CDATA[ Während meines Studiums in Düsseldorf Anfang der 90er Jahre waren neuronale Netzwerke eine fast vergessene Fußnote der Informatik. Das Wissen um maschinelles Lernen und das Wissen um die Möglichkeiten, die da schlummerten, gibt es also schon recht lange. Aus diesem Grund bin ich ehrlich gesagt etwas erschüttert, dass die Tatsache der erstaunlichen Leistungssteigerung der Rechnerkapazitäten innerhalb von gerade einmal 20 Jahren uns nun scheinbar unvorbereitet trifft. Dass der Zeitpunkt kommt, da Computer mit einer Leistung von 20 Billionen Gleitkommaoperationen pro Sekunde, also 200 000 mal schneller, als die Kisten von damals und die Prozessorleistung beim nächsten Sprung durch sogenannte Quantencomputer noch einmal überflügelt wird, war doch abzusehen. Nun geht offensichtlich alles sehr schnell dieser Tage und vieles ist jetzt für morgen möglich. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Ich bin mir nicht sicher, wie Sie das sehen, aber ich hatte mir eigentlich erhofft, dass man die Zeit, die man abwarten musste, bis die Rechner fett genug sind, nutzen würde, um zum Beispiel Prinzipien für den Umgang mit künstlicher Intelligenz zu entwickeln oder allgemein gültige Übereinkünfte auszuhandeln. Ich dachte, ein verbindlich formulierter Codex wäre schon längst in seiner mehrfach überarbeiteten und finalen Fassung in der Welt. Isaac Asimov, der Schöpfer der Robotergesetze, formulierte doch schon vor mehr als 80 Jahren, dass ein Roboter die Menschheit nicht verletzen darf oder durch Passivität zulassen darf, dass jemand zu Schaden kommt. Ein Roboter müsse den Befehlen des Menschen gehorchen und darüber hinaus müsse ein Roboter aber auch seine eigene Existenz schützen. Solange sein Handeln nicht den strukturell übergeordneten Gesetzen, die Menschheit zu schützen und untergeordneter, den einzelnen Menschen zu schützen, widerspricht. 

 Also, warum postuliert jetzt erst der Google-Chef als Marktführer in der künstlichen Intelligenz die sieben Prinzipien, ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 19:49:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-wunderbare-welt-der-k252nstlerischen-intelligenz</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-48]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Zeit für Zukunftskunst]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/zeit-f252r-zukunftskunst</link><description><![CDATA[ „Hast Du Dich heute schon geärgert … Hast Du Dich wieder gefragt, warum keiner etwas unternimmt“, singen „Die Ärzte“. Ihr 2004er Song ist in der letzten Zeit häufiger zu hören. Das erzählt mir ein wacher Beobachter, als ich – scheinbar umsonst – für eine Kontrolluntersuchung im Krankenhaus sitze. Ein eingespannter und zugleich aufmerksamer Arzt nimmt sich die Zeit, weist mich auf Unstimmigkeiten hin. Er empfiehlt, die geplante strahlenbelastende Untersuchung erstmal abzusagen, gemeinsam zu recherchieren, ob sie wirklich notwendig sei. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 „Du musst nicht akzeptieren, was Dir nicht passt, Wenn Du Deinen Kopf nicht nur zum Tragen einer Mütze hast“, singt die Band weiter. 50 000 Menschen waren am Hambacher Forst vergangenes Wochenende, gegen die Braunkohle und für den Wald. Sie, wie auch „Die Ärzte“, der Arzt und auch wir vom Freien Netz Werk Kultur orientieren uns an der Zukunft und ermuntern, zu forschen, zu fragen, zu fordern. „Die Kunst kann mehr“, sagte mir gestern der in Bonn lebende und gebürtige Wuppertaler Performancekünstler Daniel Hoernemann. „Sie wird zu wenig wertgeschätzt.“ In unserem Opernfoyer vor einer Woche geschah hierzu ungewöhnlich Zukunftsweisendes, als Uwe Schneidewind für das Wuppertal Institut ein neues Kursbuch präsentierte: „Die große Transformation. Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels“. Mit einem Musikbeitrag von John Cage zu Beginn nahm der Opernintendant Berthold Schneider die Stimmenvielfalt der Podiumsdiskussion voraus, die in mir mit ihren sanften Grenzüberschreitungen und der (konstruktiven) Kritik noch nachklingt. Ohne Frage machte der Abend dem „Wuppertaler Transformationsmodell als Kompass für die Zukunftskunst“ volle Ehre. Er glänzte durch Eigenart und Mut seiner Pioniere: Für einen Monat werden auf Einladung vom Opernintendanten Berthold Schneider beide, er und der Präsident vom Wuppertal Institut, Uwe Schneidewind, ihre Bürostühle tauschen. Was das de facto ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 19:47:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/zeit-f252r-zukunftskunst</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-47]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Zukunft ist ein Spiel mit Ideen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-zukunft-ist-ein-spiel-mit-ideen</link><description><![CDATA[ Als Kind habe ich mir immer vorgestellt, dass alle Ideen bereits in der Welt sind, sie wie eine unsichtbare Masse um uns herum existieren, kurz aufflackern und sichtbar werden, wenn jemand sie denkt. Die Denkfiguren in meiner Vorstellung glichen in etwa einer großen Familie von Barbapapas, die aneinander geklumpt, mal bunt, mal farblos immer aber in einem fließenden Zustand sich in ständiger Veränderung tänzerisch bewegten, sich mal zeigten und auch wieder verdrehten – also jederzeit wieder verschwinden konnten. Mit einer Art steuerndem Gummi-Twist, einem extrem flexiblen Leitfaden, der aus den Materialien Zeit und erzählten Geschichten bestand, wurde die fröhliche Ideenfamilie zwanglos zusammengehalten. Fest davon überzeugt, dass die anderen Kinder um mich herum genauso dachten, war es zu diesem Zeitpunkt nicht notwendig meinen Eltern oder Geschwistern von meinen Gedanken zum Zustand der Welt zu berichten, oder gar Notizen zu machen. Ich schwieg. Genauso, wie mein Vater, manchmal tagelang. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Wenn ich heute auf die Entstehungsgeschichte der menschlichen Kreativität schaue, waren in meiner damaligen kindlichen Gedankenwelt alle drei Etappen der Bezugssysteme der Kunst enthalten. Denn zunächst bezogen sich die Menschen in ihrem künstlerischen Ausdruck auf die sie umgebende Natur und die von ihnen beobachteten Naturphänomene, die es durch sie und mit ihrer Kunst zu übertreffen galt. Die erste Etappe war geschafft und es kam die Zeit, sich von der Natur zu verabschieden. Sie verschwand. Als die Fantasie moderner wurde, befreite der kunstschaffende Mensch sich und die Kunst von diesem, aus meiner Sicht rücksichtslosem Vorgang. Danach verstand der Künstler sich darauf, noch kaum die Künstlerin, die Eindrücke des Unerwarteten in sich selbst zu suchen. Die zielstrebige Selbstveränderung des Menschen als Maß aller Dinge, wurde an sich selbst abgearbeitet. Und es wurde von Künstlern ausprobiert, ob es stimmt, dass alle ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 19:46:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-zukunft-ist-ein-spiel-mit-ideen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-46]]></dc:identifier></item></channel></rss>