﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 03:19:51 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - April 2022</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/april-2022-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/april-2022-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Positive Menschlichkeit als Kulturträger]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/positive-menschlichkeit-als-kulturtr228ger</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/425/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/425/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 „Eine Renaissance der westlichen Kultur wird nur gelingen, wenn positive Männlichkeit als Kulturträger neben den Werten positiver Weiblichkeit ebenfalls Anerkennung findet“, las ich in einer Reportage vor gut einer Woche in dieser Zeitung. Zitiert wurde Michael Klein, Professor für Männerpsychologie an der Katholischen Hochschule zu Köln. Ein gutklingender, mehrdeutiger Satz, den ich tatsächlich mehrfach deuten möchte. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Ich gebe zu, dass ich mir aktuell diverse Ergänzungen zu einer Professur für Männerpsychologie an einer katholischen Hochschule zu Köln vorstellen kann, und ich hoffe, dass es den Verantwortlichen vor Ort genauso geht. Welche Kriterien einer positiven Männlichkeit definieren die Studierenden wohl in Zeiten wie diesen mit ihrem Professor und ordnen sie diese tatsächlich gleichwertig neben denen positiver Weiblichkeit, neben Werten, die insgesamt erweitert definiert werden sollten? Dies zu versuchen, ist aus meiner Sicht auf jeden Fall der richtige Weg zu einer positiven Menschlichkeit als Kulturträger – einer, der nicht nur meine Anerkennung findet. 

 Was genau mit dem Gelingen einer Wiedergeburt, einer Renaissance westlicher Kultur gemeint sein könnte, kann ich im Moment nicht entschlüsseln, da ich unter dem Begriff einer westlichen Kultur aktuell ganz andere Vorstellungen entwickle als noch vor ein paar Wochen. Was mir bei dem Versuch aber klar ist: Viele Generationen von Menschen sind schon vorausgegangen und sie wurden immer davon angetrieben, sich ein besseres Leben zu ermöglichen. Auch über menschengemachte Hürden, über künstliche Konstrukte wie zum Beispiel verschiebbare Grenzen hinweg. Der Mensch geht, wenn es nichts mehr gibt, wofür es sich lohnt zu bleiben – wenn er also nicht mehr bleiben kann. Dann kommt er irgendwann irgendwo an. Wenn er nicht in der neuen Gesellschaft ankommt, vielleicht in Parallelgesellschaften stecken bleibt, wenn das Leben also ...]]></description><pubDate>Tue, 26 Apr 2022 22:03:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/positive-menschlichkeit-als-kulturtr228ger</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-425]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kulturarbeit im Hier und Jetzt]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kulturarbeit-im-hier-und-jetzt</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/423/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/423/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Sie waren kaum zu glauben, diese Ostertage, für viele wohl im Wortsinne traumhaft: Vom Wetter her komfortabel, virenmäßig entspannt und rundherum eine kurze irreale Reise ins Vergessen. Nur wer dennoch hinhören wollte, vernahm das Donnergrollen hinterm Horizont. Beim Sichten des Altpapiers blätterte ich durch Satirezeitschriften vor 1918 und sah dicke Männer, mit bissigem Strich gezeichnet, beim Schweinsbraten Schlachten und Frontlinien diskutieren und Zinnsoldaten durch die Stuben schieben; Szenen, die seit Kindertagen vertraut, aber fremd waren, bis ich zunehmend begann, selbst die Situationskarten der Tagesnachrichten zu lesen. Kurz darauf – an der Arbeit für das Arrenberger Quartiersarchiv – scannte ich ein Foto von der „Breiten Straße“ (heute Tannenbergstraße) und las, dass jener Sieg 1914 gar nicht bei Tannenberg stattfand und der Name nur eine Niederlage des Deutschen Ordens anno 1410 überschreiben soll. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Der Name ist also Nationalmarketing mit kriegsverherrlichendem Vibrato und ein Beispiel von vielen. Natürlich hat Wuppertal auch eine Vielzahl „guter“ Straßennamen, die von Menschlichkeit, Mut und Fortschritt berichten – wenn wir es denn wüssten. Unser Wegenetz besteht aus einer vielschichtigen Erzählung, die wir benutzen, aber meist gar nicht gelesen haben. Im funktionalen Alltag benötigen wir sie nicht, doch als ein barrierefrei verfügbares Enzym von Kultur und Bewusstsein vernachlässigen wir diesen Index der Stadt allzu sehr. 

 Dieser Tage dreht sich vieles um die Buga, doch noch zwei Jahre vorher findet möglicherweise das Stadtjubiläum statt. Zu „Wuppertal 2029“ sollte einige Kulturleistung zu erwarten sein. Die „kleine“ Kulturarbeit dazu beginnt nicht in Großkonzepten, sondern im Privaten gleich vor der Haustür, mitsamt dem Schlamassel heutiger und kommender Tage, dem dystopischen Dreiklang Krieg, Klima, Pandemie. 

 Zuweilen macht er es schwer, sich auf die ...]]></description><pubDate>Wed, 20 Apr 2022 14:38:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kulturarbeit-im-hier-und-jetzt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-423]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kein Streit ist auch keine Lösung]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kein-streit-ist-auch-keine-l246sung</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/422/thorstenkraemer.jpg" length="240150"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/422/images/thorstenkraemer-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Thorsten Krämer 

 Vor ein paar Tagen habe ich eine aktuelle Folge von „Chez Krömer“ geschaut. Zu Gast war Deniz Yücel, Journalist und Präsident des deutschen Pen-Zentrums. Schon bald nahm das Gespräch eine unerwartete Wendung: Yücel weigerte sich, über seine Haft in der Türkei zu sprechen, die nun schon einige Jahre zurückliegt. Krömer wiederum wollte sich die Gründe für diese Weigerung zunächst nicht anhören; für einen langen Moment sah es so aus, als würde die Sendung komplett aus dem Ruder laufen. Aber das tat sie nicht. Die beiden redeten weiter, immer wieder gerieten sie kurz aneinander, dann sprachen sie beide gleichzeitig und es war nicht gerade einfach, ihnen zu folgen. Trotzdem erfüllte mich zunehmend eine Art von Begeisterung. 

   
Thorsten Krämer - Foto: privat 

 Nun ist es ja nicht so, dass in Talkshows immer eitel Sonnenschein herrscht; häufig fallen sich dort die Gesprächsteilnehmenden ins Wort, entsteht ein akustisches Durcheinander. Doch während in anderen Shows so häufig das bloße Rechthaben wollen vorherrscht, ging es bei Krömer und Yücel tatsächlich um etwas. Was ich beobachten konnte, war ein echtes Ringen um Standpunkte, ein Streiten, das kein Selbstzweck oder Ritual ist, sondern dem Ernst der Sache geschuldet. 

 So etwas ist selten geworden, nicht nur im Fernsehen, sondern auch anderswo. Die Sozialen Medien genießen in Deutschland einen besonders schlechten Ruf. Nicht nur die dort munter verbreiteten Fake News tragen zu diesem schlechten Ruf bei, sondern auch der oft gar nicht soziale Umgang miteinander. Konflikte eskalieren schneller, als wenn man sich am Tisch gegenübersitzt, und besonders anonyme Profile neigen gerne zur verbalen Enthemmung. Das alles ist nicht schön, aber was wäre die Alternative? Das bloße Vermeiden von Konflikten löst diese nicht, wie der Krieg gegen die Ukraine gerade auf besonders bittere und brutale Weise zeigt. Nicht die Sozialen Medien sind das Problem, sie legen das Problem nur offen: Es gibt in ...]]></description><pubDate>Tue, 12 Apr 2022 22:42:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kein-streit-ist-auch-keine-l246sung</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-422]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Einfach machen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/einfach-machen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/416/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/416/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 P E A C E: Aus der Luft betrachtet verleihen Menschen, Köpfe den Buchstaben ihre Gestalt, setzen ein Zeichen. Aufgenommen wurden die Fotos auf dem Hof der Gesamtschule Uellendahl-Katernberg, eine gemeinschaftliche Aktion gegen den Krieg, für Demokratie und Frieden. Benefizkonzerte, ob in der Stadthalle, auf der INSEL, Hilfsaktionen, Solidaritätsbekundungen, wie auch Aktionen für ukrainische Kunstschaffende über den Eintopf, das Kunstprojekt OAA von Frank N in Kooperation mit dem Internationalen Begegnungszentrum und dem Architekturwettbewerb Solar Decathlon Europe zeugen davon, wie schnell und gemeinschaftlich konkretes Tun aussehen kann. 

   
Uta Atzpodien – Foto: Ralf Silberkuhl 

 Nicht nur der Krieg mit den verheerenden menschlichen Notlagen, den Folgen verfehlter Energiepolitik, auch der Klimawandel, wie der Weltklimabericht erneut zeigt, legen nahe, aktiv handelnd zusammenzurücken und der Dringlichkeit der Lage ins Auge zu blicken. Das Engagement von Fridays for future trägt nach drei Jahren endlich konkrete Früchte: Am Donnerstag wurde im Hauptausschuss mit einer Mehrheit der Klimanotstand für die Stadt Wuppertal ausgerufen. Bei allen Entscheidungen gilt es nun, die Auswirkungen auf das Klima zu berücksichtigen und bis 2035 den Weg zu einem klimaneutralen Wuppertal zu ebnen, wie letztes Jahr in der vom Wuppertal Institut herausgegebenen Studie erläutert. 

 Einige werden sich erinnern. Im November waren großformatige Projektionen auf dem alten Schauspielhauses zu lesen: „1,5, existenziell, klima, gerechtigkeit, ganz dünnes eis, flut in wuppertal, klimanotstand“ oder auch „fahrradfahren ist sexysexysexy“. Sichtbar für alle, auch über die Sozialen Medien war dieses Zusammenwirken von Fridays for future mit Künstler Knut Klassen Vorbote für das zweite „under construction“-Festival. Nun wird es vom 6. bis 8. Mai nachgeholt und stellt sich ganz vielseitig in Sachen Nachhaltigkeit auf, ob künstlerisch, mit weiteren Projektionen, ...]]></description><pubDate>Tue, 05 Apr 2022 20:45:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/einfach-machen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-416]]></dc:identifier></item></channel></rss>