﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 14:24:37 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Sch&amp;ouml;nheit im Makel</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/schoumlnheit-im-makel</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/schoumlnheit-im-makel" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Schönheit im Makel]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/sch246nheit-im-makel</link><description><![CDATA[ Vergangenes Jahr hatten wir den Schriftsteller und Japan-Begeisterten Christoph Peters bei „Literatur auf der Insel“ zu Gast. Als Zugabe brachte er einige zum Teil Jahrhunderte alte Teeschalen mit, die er behutsam auspackte und präsentierte. Zu jeder konnte er eine Geschichte erzählen. Bei ihm zu Hause stehen sie dutzendweise im Regal. Ein besonderer Gedanke, der mich seither begleitet, ist der des „Kintsugi“, der traditionellen Art, gesprungene Keramik zu reparieren. Wenn eine Teeschale zerbrochen ist, versucht „Kintsugi“ nicht, die Makel der Reparatur zu verbergen, sondern hebt diese durch die Verwendung von Gold- oder Silberpigmenten im Lack hervor – und schafft so eine völlig neue Schönheit und Wertschätzung des ursprünglichen Objekts. Die Ästhetik, die hinter „Kintsugi“ steckt, ist „Wabi-Sabi“ und bedeutet so viel wie: die Schönheit im Vergänglichen, Alten oder Fehlerhaften erkennen. Eine einst zerbrochene Teeschale ist nicht weniger wert als eine makellose, neue Schale, sondern erlangt durch die aufwendige Restauration einen einzigartigen, unschätzbaren Wert. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Vergangenen Freitag feierte Karussell, die Bergische Zeitschrift für Literatur, das Erscheinen ihrer neuen Ausgabe unter dem von Else Lasker-Schüler inspirierten Titel „Ich & Ich – Das Selbst im Taumel“. Vier Leserinnen und ein Leser präsentierten ihre Texte aus dem aktuellen Heft und widmeten sich dem Gespräch mit den Redakteuren. Zur Literatur Biennale 2016 mit neuem Konzept und neuer Ästhetik gestartet, versammelt Karussell zweimal im Jahr Literatur aller Gattungen um einem jeweiligen thematischen Schwerpunkt. Texte erreichen die Wuppertaler Redaktion nicht nur aus dem Bergischen, sondern aus ganz Deutschland, Frankreich, Österreich, den USA oder der Schweiz, darunter solche namhafter Autoren wie etwa des Dichters SAID oder von Wolfgang Butt, dem Übersetzer von Per Olov Enquist. Viele der Autorinnen und Autoren jedoch bewegen sich in der ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 20:56:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/sch246nheit-im-makel</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-79]]></dc:identifier></item></channel></rss>