﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 06:25:35 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - April 2023</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/april-2023-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/april-2023-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur braucht Kultur]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-braucht-kultur</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/596/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/596/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Bunte und duftende Blüten, sprießende Blätter, zwitschernde Vögel wecken nach langen Wintermonaten unsere Lebendigkeit. Sie ermutigt, beschwingt, auch wenn der Frühling kühl-nass daherkommt. Eine Art Zeitlupe entsteht für die Blüte, lässt sie länger andauern. In unserer Zeit der Schnelllebigkeit und der vielerorts erhitzten Gemüter inspiriert das: Lasst uns Zeit nehmen, und zwar für Kultur. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Am Sonntag lud Decolonize Wuppertal zu einem „Dekolonialen Stadtrundgang“ ein, um die Vielzahl der Geschichten unserer Stadt zu erkunden. Indem die Initiative Vergangenheit greifbar macht und zeigt, wie sie in die Gegenwart fortwirkt und persönliche (Rassismus-)Erfahrungen bis heute prägt, bietet sie Formen der Aufarbeitung für ein gemeinsames Miteinander an. Am Hauptbahnhof ging es los, neben der Schwebebahn, deren Erbauer Eugen Langen mit Familie aus der kolonialen Zucker-Wertschöpfung weltweit stark profitierte. Im Rex-Theater wurden bis vor 100 Jahren Völkerschauen veranstaltet: Als Spiegel einer behaupteten Überlegenheit und des Slavenhandels äußerte sich so eine „unterhaltend lehrende“, grausam vom Leid profitierende Haltung. 

 Auch der Name Von der Heydt ist in die Kolonialgeschichte verwoben und macht eine genauere Aufarbeitung dringend erforderlich. Eine Kinder-Schnitzeljagd, berichten Meieli Borowsky-Islam, Dirk Jädtke und Phyllis Fuseini, wurde spielerisch für eine aufblühende Erinnerungskultur genutzt. Schnell wird vielerorts deutlich, wie eng unser Wirtschaftssystem, Kolonialisierung und Klimawandel verwoben sind. 

 Überlebensnotwendig: Beim Literatur-auf-der-Insel-Abend kürzlich machte der Komponist und Autor Marc Sinan mit seinem Buch „Gleißendes Licht“ greifbar, wie wichtig ein künstlerisch aufdeckender Umgang mit der eigenen Geschichte ist. Er arbeitet den Völkermord an Armenierinnen auf, trägt dazu bei, weitere Generationen aus einem lähmenden Schweigen zu befreien. 

 Ohne eine ...]]></description><pubDate>Tue, 25 Apr 2023 21:56:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-braucht-kultur</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-596]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wie uns Musik verbinden kann]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wie-uns-musik-verbinden-kann</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/591/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/591/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Vergangenen Freitag kamen bei uns wieder Konzertkarten zum Einsatz, die schon Jahre zuvor gekauft worden waren: Steve Hackett plus Band plus Sinfonieorchester plus Chor absolvierten in der Stadthalle gleich drei ersehnte Konzerte, nachdem sie, so Mr. Hackett, durch „the little thing called the pandemic“ immer weiter verschoben werden mussten. 

  Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Unsere Erwartungen an „Genesis revisited“ waren hoch, verbindet doch jene Musik aus den 70ern, die an diesem Abend auch zu hören war, gleich mehrere Generationen in unserer Familie. Die Enttäuschung nahm dann im Laufe des Abends zu. Zwar rührte es mich kurz, gut 800 Menschen mitsingen zu hören: „Selling England by the pound“, doch sorgte die sonst so wunderbare Akustik unserer Historischen Stadthalle bei dieser Art von Musik dafür, dass alles zu einem lauten Matsch verschwamm. Der Mix durch die Tontechnik (unsere Plätze lagen direkt beim Mischpult) tat sein Übriges, um unser geliebtes Sinfonieorchester nicht nur optisch, sondern auch akustisch vollständig hinter der Band verschwinden zu lassen. Man hätte ihnen einen freien Abend gönnen mögen. So konnte man immer wieder erleben, wie geschätzte neunzig hochqualifizierte Musikerinnen und Musiker ihre Instrumente ansetzten – und nichts von ihnen zu hören war. Was sicher auch damit zu tun hatte, dass die zehn Finger des Keyboarders das Gleiche spielten. Und hier kommt der Hauptkritikpunkt an jener Unternehmung, die sich „Rock meets Classic“ schimpfte: Mal abgesehen davon, dass „Klassik“ hier gar keine Rolle spielte (es sei denn, man hielte schon den Einsatz entsprechender Instrumente und Stimmmöglichkeiten für „Klassik“) und diese somit nichts und niemanden treffen konnte, hatte Mr. Hackett es schlichtweg versäumt, ein Arrangement zu schreiben, das einer solchen Begegnung würdig gewesen wäre. So durften die armen Sängerinnen und Sänger von „Amici del canto“, eines der besten Chöre der Region, immer mal wieder ...]]></description><pubDate>Wed, 19 Apr 2023 06:45:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wie-uns-musik-verbinden-kann</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-591]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Neugierde kennt keine Ferien]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-neugierde-kennt-keine-ferien</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/584/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/584/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Hören Sie es auch, dort draußen? Es sind die Tage, in denen alles knistert, platzt und blubbert . . . Wissenschaffende stellten unlängst fest, dass Pflanzen Geräusche von sich geben, wenn es ihnen zum Beispiel an Wasser mangelt. Wie gut, dass unsere Ohren jenes hochfrequente Großkonzert der kommenden Zeit nicht vernehmen können. Den Frühling jedoch, mit dem Bersten der Knospen, Zirpen der Triebe und Rascheln sich entfaltender Blätter hört jede und jeder von uns gern: weil wir es wollen! Vor vier Tagen wurde ich als Moderator einer Literaturshow im Naturmuseum Luzern wieder daran erinnert, dass unsere Stadt ihr bedeutendes Museum zur Natur und zur Menschwerdung einst nicht mehr wollte. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Nur das „Fuhlrott-Foyer“ der Volkshochschule (VHS) erinnert noch daran, dass eine erfolgreiche Bildungsinstitution, deren Arbeit auch für aktuelle Themen wie Nachhaltigkeit, Klimawandel und Wissensveränderung hilfreich wäre, trotz aller Fürsprachen aufgegeben wurde. Selbst die Volkshochschule scheint auf dem Radar der Bevölkerung langsam zu verblassen; zum Beispiel fragen immer mehr Gäste meiner diskursiven Veranstaltungsreihe „Thema heute“ nach der Zusage ihres Kommens vorsichtig, wo die VHS überhaupt sei …Sie ist an zahlreichen Orten im Stadtgebiet präsent, doch allzu Vielen ist diese nicht nur für Pflichtkurse und Zertifikate unentbehrliche „Schule nach der Schule“ spätestens dann aus dem Blick geraten, als eine krasse „Optimierung“ der öffentlichen Kommunikation mit begründet strengen Pandemie-Bedingungen zusammenfiel. Die Auswirkungen sind – subjektiv empfunden – beträchtlich, nicht nur für die niederschwellige Möglichkeit der Erwachsenenbildung in allen Sparten, sondern auch für viele freie Kulturschaffende, die hier und in vergleichbaren Institutionen mit den von ihnen engagiert angebotenen Kursen ein (geringes) Salär einholen möchten. 

 Eine Verbesserung liegt auch hier im Wollen: ...]]></description><pubDate>Wed, 05 Apr 2023 07:51:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-neugierde-kennt-keine-ferien</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-584]]></dc:identifier></item></channel></rss>