﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 18 Apr 2026 23:26:02 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Mai 2022</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/mai-2022-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/mai-2022-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Fragen der Kunst sind wertvoller als ihr Wert]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-fragen-der-kunst-sind-wertvoller-als-ihr-wert</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/433/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/433/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Die drei jungen Stimmen in meinem Meisenkasten werden nicht nur laut, wenn die Eltern zu lange einkaufen fliegen, sondern auch, wenn unter ihnen eine Horde aus der Grundschule krakeelend das Weltgeschehen bespricht wie Megameisen on dope. Oft geht es um das Wichtigste (“Kreisch, die Mädchen kommen!“), doch auch um Stürme, Krieg und andere Ereignisse mit Gesprächsbedarf. Ich erinnere mich, selbst täglich mit Fragen beladen aus dem Schulbus gestiegen zu sein, die beim Mittagessen abzuarbeiten waren: Agent Orange, Israel, Prag, Schahbesuch, RAF… 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Auch das Lesen der Magazine war erlaubt und half nur bedingt, aber erweiterte das Denken. Statt virtueller Welten gab es Banden im Wald; dort bekam man was auf‘s Maul, auch das keine Erkenntnis, aber eine Übung im Verstehen. Dieser stets wachsende Apparat aller nicht zu beantwortenden Fragen war die Alltagskultur: nicht Leistung, sondern organisches Erleben. Das Älterwerden definierte sich – bis heute andauernd – durch die Art, Fragen zu stellen und fehlende Antworten auszuhalten. 

 Heutige Nachrichten zeigen gerne Kinderaugen in Nöten aus aller Welt, zuweilen aufrichtig, doch zu oft nur als emotionale Garnitur. Ich fürchte mich vor den Fragen, die sie uns einst rückwirkend stellen werden – nicht über sich, sondern über „uns“. Über jene, die sich mehr für ihr Cocooning mit schlafoptimierenden Boxspringbetten für den Wellnessbunker interessieren, über die, denen ihre Meinungsrülpser auf energieraubenden Megaplattformen über alles gehen – und natürlich auch über uns Kulturschaffende und unsere Debatten über das Zeitgemäße. Vieles Dringliche dieser Transformationsdiskurse wird tatkräftig und Hand in Hand mit Technologie, Forschung und Wirtschaft verwirklicht: Gäbe es etwa die (immer noch von vielen beargwöhnte) Utopiastadt samt Netzwerk, Experimenten und Trassenzirkus nicht, hätte die Universität kaum die Expertenteams aus aller Welt zum ...]]></description><pubDate>Wed, 25 May 2022 07:43:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-fragen-der-kunst-sind-wertvoller-als-ihr-wert</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-433]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Jetzt, gemeinsam und wo, wenn nicht hier?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/jetzt-gemeinsam-und-wo-wenn-nicht-hier</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/431/bettinamilz.jpg" length="105022"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/431/images/bettinamilz-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Bettina Milz 

 „Wann, wenn nicht jetzt?“ hat Uta Atzpodien das Klima-Frühstück beim Festival „under construction“ im Mai 2022 von Bettina Wagner-Bergelt und Stefan Dreher im Schauspielhaus und zukünftigen Pina Bausch Zentrum übertitelt. „Wo, wenn nicht hier?“ war das Resümee von Sebastian Brünger, Gastredner und verantwortlich für die neue Klimastrategie in der Förderung der Kulturstiftung des Bundes. Gemeint sind die Stadt Wuppertal und Nordrhein-Westfalen, das Netzwerk aus engagierten Akteuren von Fridays for Future bis zum Wuppertal Institut, von Utopiastadt bis Börse, Insel / Kultur im Ada bis Talbuddeln, Oper, Bob Campus, Swane Café, Junior Uni, Loch, Dach der Stadt, Alte Feuerwache, Mobile Oase, Kulturkindergarten, Kunststation Bahnhof Vohwinkel, Färberei und vielen mehr. 

   
Bettina Milz - Foto: Andreas Fischer 

 Aus den Bergischen Klimagesprächen des Wuppertal Instituts hat sich 2020 das „Zukunftslabor Kunst & Stadt“ zur Erforschung der Transformationspotentiale entwickelt. Denn die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, die Sustainable Development Goals (SDGs), richten sich an alle: Regierungen weltweit, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Ökologische, ökonomische und soziale Fragen einer globalen Gerechtigkeit sind untrennbar verbunden. Zeit für eine Entscheidung, denn 2022 rückt 2030 sehr nah. Kunst und Kultur erkennen die Chance ihres Reflexionsraums, gehen das Thema endlich an – mit Lust zu Handeln. Denn sie sind Spezialisten für das Neue, die Gestaltung. Dabei geht es darum, dass alle zusammenarbeiten, Institutionen, freie Initiativen, internationale Kulturverbände, mit Schwarmintelligenz. Und so stellte sich die Frage, warum nicht gerade hier und mit allen? 

 Es lohnt sich, die Stadt gemeinsam neu zu denken. Wuppertal begeistert derzeit viele Menschen, ein Möglichkeitsraum mit seinem einzigartigen Patchwork aus Industriebauten, Gründerzeitarchitektur, Schwebebahn, Nordbahntrasse, ist zugleich ...]]></description><pubDate>Wed, 18 May 2022 00:09:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/jetzt-gemeinsam-und-wo-wenn-nicht-hier</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-431]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Eine gemeinsame Melodie für die Stadt]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/eine-gemeinsame-melodie-f252r-die-stadt</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/428/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/428/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 „Los, los!“ endete kürzlich eine Ermunterung meines Kollegen MC Graeff, die er in Stadt und Welt trug. Mehr dazu, gegen Ende dieser Kolumne. „Los, los“ passt gut zu Aufrufen wie „Practise what you preach“. Vielfach bin ich dieser Aufforderung schon begegnet, so formuliert von der Dramaturgin Nicola Bramkamp, der bundesweit aktiven Initiatorin der Plattform „Save the World“. Dieses Wochenende war sie als Kuratorin mit„Burning Issues“, einer Konferenz zu globaler Gerechtigkeit auf dem Theatertreffen in Berlin; in Kürze startet das von ihr kuratierte Klimafestival „Endlich!“ mit dem Theater Augsburg. Hier in Wuppertal wurde mit den abschließenden Worten „Es ist Zeit zu handeln! Jetzt!“ kürzlich im Hauptausschuss der Stadt der Klimanotstand ausgerufen: Endlich! Dank des jahrelangen Engagements von Fridays for future wurde der so lange bestehende, bekannte und viel zu lange ignorierte Klimanotstand zum Bekenntnis der Stadt. Dies steht allerdings nur dann für Haltung, wenn nach klaren Worten auch klare Taten folgen. Expertise findet sich direkt vor Ort: Alle, die nun endgültig zum Klimanotstand aktiv werden müssen, können auf die 2021 veröffentlichte Sonderstudie „Wuppertal klimaneutral 2035“ des Wuppertal Instituts zurückgreifen, die, Rahmenbedingungen, Wege und Herausforderungen erörtert. 

   
Uta Atzpodien – Foto: Ralf Silberkuhl 

 Und wie gehen die in Kunst und Kultur Aktiven damit um? Mit „Wie wollen wir leben?“ sind wir in Wuppertal erfahrene Expert:innen, schon seit Jahren unterwegs – klar, immer mit Luft nach oben. Unsere übermorgenrote Stadtlandkarte „Zukunftslabor Kunst und Stadt I“ mit Orten wie Utopiastadt, Alte Feuerwache, börse, LOCH, Mobile Oase und vielen anderen macht das sichtbar. Jetzt am Wochenende hat das von der Tanztheaterleitung kuratierte Festival „under construction“ im von vielen geliebten, derzeit leider verfallenden und zukünftig zum Pina Bausch Zentrum mutierenden Schauspielhaus dies pulsierend erfahrbar ...]]></description><pubDate>Tue, 10 May 2022 22:56:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/eine-gemeinsame-melodie-f252r-die-stadt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-428]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Pflücke den Tag, pflücke die Kunst]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/pfl252cke-den-tag-pfl252cke-die-kunst</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/426/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/426/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Kunst ist, wenn sie glückt, eine Konfrontation mit dem Augenblick, mit dem schieren Ereignis, dass etwas ist. Ein Klang, eine Stimme, ein Ton, ein Text, eine Farbe, ein Strich – im besten Fall führen sie uns in ein intensiveres Jetzt, oftmals mit anderen zusammen. Dieses Ereignis können auch andere Momente im Leben hervorrufen, doch in der Kunst versuchen es Menschen zu schaffen – ins Werk zu setzen – auf dass es sich immer wieder ereigne, für andere Menschen. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Diese Erfahrung und der Versuch, sie zu beschreiben, sind nicht neu (ich bediene mich hier bei den Worten Martin Heideggers und seiner Schrift „Der Ursprung des Kunstwerks“). Doch scheint es mir, dass unsere Gegenwart Kunst und Kultur gerade besonders aufzuladen vermag: Seit kurzem erst, nach entbehrungsreicher Zeit, können wir „wieder“ live-Kultur erleben – und gefühlt können wir es „noch“. Nach zwei Jahren wird die sehnsüchtig erwartete Erleichterung von unfassbarer Gewalt und Endzeit-Szenarien überschrieben, wie wir sie uns seit Jahrzehnten nicht mehr auszumalen gezwungen sahen. Ach ja, und der Klimawandel steht nicht einmal mehr vor der sprichwörtlichen Tür, er ist ja schon da. 

 Ein jeder geht mit dieser Überforderung anders um. Viele verbeißen sich in Frontlinien, bilden Meinungslager, vor allem in den sozialen Medien. Andere suchen gerade jetzt die Lebensfreude, trotz allen medial aufbereiteten und realen Elends und Wahnsinns. Auch das scheint mir gesund und notwendig für ein gemeinsames Überleben. So können Kulturereignisse ein Ventil für unsere Ohnmacht sein, erlebe ich beim Publikum und an mir selbst einen Kulturhunger wie lange nicht mehr. Selbst und gerade das Tanzen, die eigene Bewegung möchte ich hier mit einschließen. 

 Fliehend vorm Pesthauch der Pandemie laufen wir den Bildern des Krieges und der Zerstörung in die Arme. Um sie zu vertreiben, müssen wir uns rühren, müssen wir zusammenkommen und uns austauschen, ...]]></description><pubDate>Wed, 04 May 2022 12:12:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/pfl252cke-den-tag-pfl252cke-die-kunst</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-426]]></dc:identifier></item></channel></rss>