﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 18 Apr 2026 23:37:21 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - September 2022</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/september-2022-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/september-2022-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Bande der Kunst für den Frieden]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/bande-der-kunst-f252r-den-frieden</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/486/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/486/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Linien, Fäden, Kordeln, Drähte ziehen, verknäulen, verbinden sich quer durch den Raum: Tief in mir breitete sich eine berührende Erinnerung aus: an eine Ausstellung der bildenden Künstlerin Susanne Kessler vor vielen Jahren in der Galerie Epikur. „Heimatforschung, die statt Abgrenzung Interaktion im Blick hat“ heißt es bei Nachrecherche in einem Katalogtext zu Kesslers Werk: „Kunst als Möglichkeitsraum“. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Letzten Sonntag hat die in Wuppertal geborene, hier verwurzelte, in Rom und Berlin lebende und weltweit arbeitende Künstlerin den Von der Heydt-Kunstpreis verliehen bekommen, von anregenden Laudationen begleitet: Der Förderpreis ging an die Musikerin Maria Basel, mit Verweis auf deren bewegenden Videoclip „Lioness“. Beide kraftvoll berührenden Künstlerinnen verbinden sich für mich, weisen Wege. Treffend für beide heißt es im erwähnten Text: „Aber das Eigene, das Fremde und das Noch-nicht-zu-Benennende nicht im Widerspruch zu begreifen und bereichernde Kulturerfahrungen gegenüber kulturellen Distanzen zu betonen, ist der Künstlerin ein anhaltendes Bedürfnis“. „Den Künstlerinnen“ ergänze ich, denn beide knüpfen für mich Bande für den Frieden. 

 Warum Frieden? Die Ereignisse weltweit sprechen für sich. In der Citykirche neben der Altarbühne stand eine Tafel mit „Gebet für Frieden“. Nach der Preisverleihung fragte mich ein hiesiger Kunstschaffender: „Was braucht es, damit weltweit wieder mehr Frieden entsteht? Menschen aufeinander zugehen, Lösungen finden, sich einigen?“ Welche versöhnende Rolle Kunst und Kultur spielen können, formulierte letzte Woche schon Torsten Krug in seiner Kolumne.Am letzten Freitag bekamen bei „Literatur auf der Insel“ über den kraft- und humorvoll faszinierenden und aus dem Irak stammenden Autoren Abbas Khider die Perspektiven einen Weltklang. Seine sich zwischen Erinnerung und Fiktion, Krieg und Heilung rankenden Geschichten machen erfahrbar, welche ungehobenen ...]]></description><pubDate>Wed, 28 Sep 2022 10:40:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/bande-der-kunst-f252r-den-frieden</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-486]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Eine Stadt der vielfältigen Perspektiven]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/eine-stadt-der-vielf228ltigen-perspektiven</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/484/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/484/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug​ 

 Wo ein Wuppertal ist, sind auch Hügel. Sonst wäre ja da kein Tal. In unserer Stadt geht es rauf und runter, drunter und drüber – wer zu Fuß oder sonst wie mit seiner Körperkraft unterwegs ist, kann davon ein Lied singen. Das Schöne daran ist: Durch das Auf und Ab, die vielen verschlungenen Wege, Treppen und Kuppen eröffnet diese Stadt ständig neue Blickwinkel aufs Leben. Sollte das Stadtmarketing also einmal nach einem neuen Slogan für Wuppertal suchen, mein Vorschlag wäre: Wuppertal – Stadt der Perspektiven. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Natürlich schwingt darin metaphorisch ein wenig mit, dass die Stadt noch so einiges vor sich hat, also „Perspektiven“ (auf Besserung) hat und auch braucht. Doch meine ich das eher bildlich exakt: Wuppertal bietet eine Vielfalt an Standpunkten.Um nur zwei Ereignisse herauszuheben, die mich letztens in dieser Ansicht bestärkten: Die Wuppertaler Literatur Biennale 2022 mit ihrem Motto „Zuschreibungen. Geschichten von Identität“ bot eine ganze Woche lang inspirierende Möglichkeiten für Perspektivwechsel – und tut dies, quasi im Nachklang, noch diesen Freitag, wenn die Veranstaltung mit Abbas Khider, welche krankheitsbedingt ausfallen musste, im Café Ada bei „Literatur auf der Insel“ nachgeholt wird. Sein Buch „Der Erinnerungsfälscher“ blickt aus wechselnden Perspektiven auf die eigene Biografie und damit auf die eigenen Erinnerungen, und fragt, welche davon wahr, welche erfunden – und damit möglicherweise umso wahrer seien. 

 Für mich war es eine Biennale, welche die Literatur zwar nicht neu erfunden, aber aufgezeigt hat, wie viele Stimmen an ihr Anteil haben, die bisher nur marginal wahrgenommen wurden. Auch die Vielfalt der Sprachen beeindruckte mich, welche mit der Vorstellung einer „reinen Sprache“, eines „guten“ oder „richtigen“ Deutsch aufräumen konnte.So vieles erodiert aktuell, dass wir es manchmal kaum aushalten. Es macht Angst, manche fürchten um ihre „Werte“, „Sprache“, ...]]></description><pubDate>Wed, 21 Sep 2022 07:51:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/eine-stadt-der-vielf228ltigen-perspektiven</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-484]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kunst und Preise gestalten Aufmerksamkeit für das Bergische Land]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-und-preise-gestalten-aufmerksamkeit-f252r-das-bergische-land</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/482/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/482/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Genau vor einer Woche war ich mal wieder im Museum. Nicht, um eine Ausstellung zu besuchen, vielmehr war ich herzlich eingeladen, gerne dabei zu sein, wenn der erste Bergische Zukunftspreis, also ein neuer Wirtschaftspreis, von immerhin drei regionalen Tageszeitungen, der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK), und der Bergischen Volksbank in drei Kategorien vergeben wird. Beim Bergischen Zukunftspreis geht es formal unter anderem auch darum, das vielfältige, wirtschaftliche und kulturelle, gesellschaftliche Zusammenwirken im Bergischen Land zu stärken: Kunst trifft Wirtschaft im besten Sinne. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Der Gedanke ist tatsächlich zukunftsweisend. Ich denke, erst, wenn die Verbindung zwischen Kunst und Wirtschaft wieder besser gelingt, wird die Besonderheit des Bergischen Landes im Vergleich zum Ruhrgebiet und zum Rheinland, wie es sich die Ministerin Ina Scharrenbach in ihrer Rede wünschte, magisch. Deshalb erlaube ich mir an dieser Stelle einen kleinen Nachschlag zur bereits gelaufenen Berichterstattung und nenne noch einmal die Namen der Künstler*innen, die die Preise gestaltet haben - ordne sie kurz den Preiskategorien zu. 

 Also, der von Birgit Pardun gemalte „Bergische Löwe“ ging in der Kategorie startup an das Jungunternehmen Coachingspace aus Remscheid, der von Oliver Sachse gemalte „Bergische Löwe“ wurde an das Bergische Unternehmen des Jahres, an die Firma Lutz Blades aus Solingen überreicht und der ehemalige Rektor der Bergischen Universität Wuppertal, Prof. Dr. Lambert T. Koch wurde mit dem von Eckehard Lowisch gestalteten „Bergischen Löwen“ für sein Lebenswerk geehrt. 

 Ja, der Anfang an dieser interessanten Schnittstelle ist nun gemacht und es war wirklich sehr schön mitzuerleben, wie Kunst und Wirtschaftspreise - einmal in Verbindung gebracht, die Aufmerksamkeit für alle Beteiligten erhöhen. Letzten Sonntag ging es dann mit der Kunst und den Preisen weiter. Bei uns in ...]]></description><pubDate>Wed, 14 Sep 2022 07:11:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-und-preise-gestalten-aufmerksamkeit-f252r-das-bergische-land</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-482]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Let‘s do the Time Warp, again and again]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/lets-do-the-time-warp-again-and-again</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/480/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/480/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Na, endlich! Die Zeit stellt im Purzelbaum eine Normalität wieder her, die wir jahrzehntelang vermissten: Jene, in der die Blätter von den Bäumen fallen, bevor die Weihnachtsbilligbackwarensonderpaletten die Kassengänge umsäumen. Alles wieder wie früher, nur eben früher, was doch logisch ist, wenn die Resttage unseres Existierens so rapide abschmelzen. Und schon ist mein Vorsatz eines gnadenlos hoffnungsvollen Anfangs dahin. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C Paravicini 

 „Noch ist Zeit“, so hatte ich beginnen wollen, um mit Bezug zur Machbarkeitsstudie des Wuppertal-Instituts zur Einhaltung einer Temperaturgrenzmarke auf die Großdemos des weltweiten Klimastreiks am Freitag, 23. September, hinzuweisen. Noch ist Zeit, um für diesen Tag auch ältere Freunde und Nachbarn zu mobilisieren, die Argumente zusammenzupuzzeln und persönliche Verträglichkeitsübungen für kommende Jahre zu etablieren. Dann merkte ich, dass ich selbst an dem Tag in einem fernen Museum auf der Bühne stehe und im Sinne der schwerfällig wiederbelebten Nachtkultur und der nächsten Mietzahlung auf Besuchende hoffe, selbst wenn sie mit dem Kraftverkehr kommen … So ein Schlamassel! 

 Na, endlich. Das Verhandeln aller Bedürfnisse wird noch deutlicher als bisher zu den kulturellen Aufgaben der nahen Zukunft gehören: Ins Theater gehen, auch wenn die Zähne klappern. Lesestoff kaufen, auch wenn die Verlage unter dem Papierpreis ächzen. Sich in einer gerechteren Sprache üben, auch wenn das mehr als lästig ist. Das Maul aufmachen, wenn in der Schwebebahn Maskenträger aggressiv verspottet oder schön bekleidete Menschen ohne marktgeprägte Geschlechtsmerkmale angegriffen werden. (Hier bitte selbst weitere zahllose Beispiele einsetzen.) 

 Der Wind weht schärfer und beißender als derzeit noch spürbar durch die Kulissen fossiler Denkstoffmärkte: Zeitungen propagieren den „Wutwinter“ und Vereinigungen von Rechthabern aller Länder schreien sich weiterhin in heisere ...]]></description><pubDate>Tue, 06 Sep 2022 21:12:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/lets-do-the-time-warp-again-and-again</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-480]]></dc:identifier></item></channel></rss>