﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 11:26:16 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Noch ein Versuch zur Poesie in finsteren Zeiten</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/noch-ein-versuch-zur-poesie-in-finsteren-zeiten</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/noch-ein-versuch-zur-poesie-in-finsteren-zeiten" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Noch ein Versuch zur Poesie in finsteren Zeiten]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/noch-ein-versuch-zur-poesie-in-finsteren-zeiten</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/755/dennisschlizio.jpg" length="123795"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/755/images/dennisschlizio-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Dennis Schlizio 

 Wenn ich durch die Stadt spaziere, gehen mir in den letzten Tagen beständig zwei kurze Zeilen im Kopf herum, die ich schon lange kenne, an die ich früher aber nie gedacht habe: „Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch“ aus Hölderlins „Patmos“. In der Musikalität, vielleicht auch in der Antiquiertheit dieses optimistischen Satzes liegt Trost. Vielleicht denke ich also auf einmal daran, wie einem plötzlich eine schöne Erinnerung einfällt oder ein Songtext. Vielleicht hat es aber auch einen Moment der Gefahr gegeben, in dem mir das wieder eingefallen ist, herrscht doch an solchen angesichts der Weltlage kein Mangel. Dann wäre dieser gewisse lyrische Zweckoptimismus selbst Teil des oder meines Rettenden: Allgegenwärtige Krisen schärfen das Bewusstsein und die Sinne, können die Fähigkeit und den Willen zu Perspektivwechsel und Anteilnahme erhöhen. 

   
Dennis Schlizio 

 Am Sonntag haben wir auf der Insel in einem Kooperationsprojekt den Dokumentarfilm „Der Rhein fließt ins Mittelmeer“ des israelischen Filmemachers Offer Avnon gezeigt, den er in zehnjähriger Arbeit in Israel, Polen und Deutschland gedreht hat. Seine Kraft bezieht der Film aus einer subtilen Montage von Landschaftsaufnahmen mit Umgebungstönen, Interviews und Aufnahmen der Interviewten mit besonderes erinnerungsbehafteten Objekten, die eine fast beklemmende, ambivalente Wirkung erzeugen. Er stellt die Frage nach der Gebundenheit individueller wie kollektiver Erinnerungen an Orte und Gegenstände sowie nach dem Wandel und den Widersprüchen in diesem Verhältnis. 

 Erschütternd fand ich eine Einstellung, in welcher ein sehr alter polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Nahaufnahme mehrmals mit den Tränen kämpft, wenn er die Namen seiner alten Heimat ausspricht, zum Beispiel „Neiße“. In einer anderen Kernszene des Films erzählt eine Interview-Partnerin, diesmal Tochter einer Holocaust-Überlebenden, davon, wie sie das erste Mal nach Deutschland gekommen ist. Sie ...]]></description><pubDate>Tue, 16 Apr 2024 23:04:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/noch-ein-versuch-zur-poesie-in-finsteren-zeiten</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-755]]></dc:identifier></item></channel></rss>