﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 13 Mar 2026 14:52:06 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - August 2020</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2020-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2020-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Hat Kunst einen Selbstzweck oder dient sie doch viel mehr?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/hat-kunst-einen-selbstzweck-oder-dient-sie-doch-viel-mehr</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/234/img-sellywane1.jpg" length="244015"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/234/images/img-sellywane1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Selly Wane 

 Vor einigen Wochen, bei einem schönen Spaziergang, fragte mich meine gute Freundin Marina, was mir Kunst bedeutet und welche Rolle sie für mich spielt. Diese Frage machte mich perplex, da ich mich nie als Künstlerin verstanden habe, sondern eher als Mittlerin zwischen Menschen, Milieus und Kulturen. Damit waren wir mitten in einer Debatte angekommen, die schon lange spaltet und auch unter guten Freunden für viel Gesprächsstoff sorgte: hat Kunst einen Selbstzweck oder hat sie einen gesellschaftlichen Auftrag? 

   
Selly Wane – Foto: Stefan Fries 

 Kunst lebt einerseits von der Freiheit, sich authentisch ausdrücken zu können, losgelöst von jeglichem Erwartungsdruck, von der Fähigkeit, sich vom Blick des Betrachters zu emanzipieren. Kunst entsteht, wenn die Kreativität absoluten Freilauf hat und Selbstentfaltung gegeben ist. Kann und darf man aber die Kunst auf diesen Freiheitsanspruch reduzieren? Führt dieser absolute Anspruch, keinen Auftrag zu haben, nicht zur Selbsteinschränkung? Ist das Kunstschaffen nicht viel mehr als das? Gerade die Kunst entsteht aus einem Gefühl und aus dem Wunsch, diesem Ausdruck zu verleihen. Kunst entsteht durch Begeisterung, aus Wut, aus Liebe! Kunst zu schaffen ist ein Befreiungsakt, eine Form, Schmerz, Angst, Glücksgefühle zu bewältigen. Wie kann absolute Freiheit gegeben sein, wenn Gefühle im Spiel sind? Was wäre die Kunst, wenn Kunstschaffende sich von ihren Gefühlen abkoppeln müssten? 

 Ich glaube an die Macht der Veränderung durch Kunst. Kunst beeinflusst nicht nur unseren Blick für Ästhetik, sondern den Blick auf unser Inneres, auf unsere Umwelt. Durch die Kunst schaffe ich eine Verbindung zu einer anderen Welt, zu anderen Menschen, und erweitere meine Identität: aus „anderen und ich“ entsteht ein „Wir“. Kunst ist aber auch ein mächtiger Vektor, um Annäherungsprozesse zwischen Ländern des Nordens und des globalen Südens zu initiieren und ökonomische Ungleichheiten zu reduzieren. Gerade Länder des ...]]></description><pubDate>Wed, 26 Aug 2020 09:13:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/hat-kunst-einen-selbstzweck-oder-dient-sie-doch-viel-mehr</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-234]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[NRWweit: Wie geht es weiter mit Kunst und Kultur?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/nrwweit-wie-geht-es-weiter-mit-kunst-und-kultur</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/233/img-uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/233/images/img-uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Wow! Die Internetseite „Kunst vor Ort“ fährt mit einem NRW-weiten Spektrum an politischen Positionen auf. Seit Montag stehen sie online: Filmclips von Politikerinnen und Politikern aus Großstädten in ganz NRW. Was sie alle verbindet: Sie kandidieren im Kommunalwahlkampf für das Oberbürgermeister-Amt und geben ihr Statement zu Kunst & Kultur ab. Was macht das Besondere der Freien Kunst- und Kulturszene der eigenen Stadt aus? Was tun sie in der anstehenden Amtszeit als erstes für die Kunst- und Kulturszene? Und warum wollen Künstler*innen in fünf Jahren am liebsten in der jeweiligen Stadt wohnen? Als Bonus ist ein Slogan gefragt: Warum sind Kunst und Kultur wichtig? 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Zusammen mit uns vom Freies Netz Werk Kultur und dem EinTopf hat das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste die Idee entwickelt. Jetzt realisiert es als Institution mit eigenem Positionspapier diese performative Umfrage, die die Politik wachkitzelt, sich klar zu Kunst und Kultur zu positionieren. Ab dem 21. August kann jeder und jede via „Kunst vor Ort“ eine Stimme abgeben. Am 11. September wird dann verkündet, welche Politikerin, welcher Politiker den „weitblickenden Kulturhut“ verliehen bekommt. Das kuriose Format fragt nach, mischt mit und trägt den Slogan „Demokratie ist keine Zuschauerveranstaltung“ ein Stück weiter ins Leben. Jede und jeder kann sich nun einen Eindruck machen, selbst abstimmen und nach der Wahl die Politik an ihre Aussagen erinnern. 

 Noch lebendiger wird es für mich, wenn trotz der Hitze dieser Tage Kunst ganz analog wieder präsent sein kann: Das Loch-Ensemble lud – und lädt auch am nächsten Wochenende – zu einem Ausflug mit Friedrich Engels ein. Die Kunststation Vohwinkel hatte am Wochenende mit Engels 2020, dem wandernden Engelsbild von Andreas Wiese und den Engels-Skulpturen von Eckehard Lowisch zum ersten Mal wieder die Türen geöffnet. Ein Gewitterregen hat mich am Samstag nicht abgehalten. Radelnd ...]]></description><pubDate>Wed, 19 Aug 2020 08:44:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/nrwweit-wie-geht-es-weiter-mit-kunst-und-kultur</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-233]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kultur ist relevanter denn je]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-ist-relevanter-denn-je</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/231/img-torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/231/images/img-torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Auf einer Geburtstags-Party vor einigen Jahren erfuhr ich, wie reich Wuppertal an Bunkern und Höhlen sei. Der Mann erzählte mir von verzweigten Gängen und unterirdischen Räumen, gar Hallen, zu denen er Zugang habe und regelmäßig Gruppen führe, um dort zu fotografieren. 

 Das kam mir jetzt in den Sinn, als ich nach einem Bild für den Zustand unserer Sparte der Kulturschaffenden suchte, zu denen ich selbst zähle: Viele von uns haben die letzten Monate wie in Höhlen verbracht, ich scheue mich zu sagen: in Bunkern, da ich den Vergleich mit einem Krieg für unangemessen halte. Dass ein Teil unserer Arbeit in dieser besonderen Stadt dennoch sichtbar werden konnte, haben wir den vielen Engagierten unter uns zu verdanken, auf die wir hier schon mehrfach hinweisen durften. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Für viele unserer Kulturorte – und damit auch für die dort arbeitenden Künstlerinnen und Künstler – dauert der gesellschaftliche Lockdown, die Quarantäne jedoch bis heute an. Daher gilt es jetzt, diese Orte nachhaltig zu unterstützen und sie aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken: Loch, Ort, Ada, Insel, Kunstverein, Kunststation, Feuerwache, Färberei, Utopiastadt, Börse, unsere Kinos, die Wuppertaler Bühnen und viele, viele andere wagen einen großen Spagat: unseren spürbaren Hunger nach Kunst und Kultur zu stillen und unsere Sicherheit zu gewährleisten – und dabei irgendwie über die Runden zu kommen. Das große Wort heißt daher: Solidarität. Unter den aktuellen Umständen, bei steigenden Infektionszahlen einen Kulturort zu besuchen, heißt auch: Ich schätze euch, ich möchte, dass es euch in Zukunft weiter gibt, ich gebe vielleicht sogar etwas mehr dafür, wenn ich kann, ich vertraue euch. 

 „Kreativität heißt zeigen, was als nächstes kommt“, heißt ein Zitat des Kreativcoaches und Visionärs Hanns Reitz, von dem ich auf unserer Rückreise aus dem Urlaub im Radio hörte. Aus seinem ursprünglichen „Aussteigerdasein“ als Manager einer Artisten- und ...]]></description><pubDate>Wed, 12 Aug 2020 09:34:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kultur-ist-relevanter-denn-je</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-231]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Denken und Machen als freiwillige Leistung]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/denken-und-machen-als-freiwillige-leistung</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/230/img-tine-lowisch2.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/230/images/img-tine-lowisch2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Heute, vor 125 Jahren starb Friedrich Engels. Ich nehme diesen Tag zum Anlass höflich nachzufragen, wann wir eigentlich anfangen Friedrich Engels und seinen 200. Geburtstag in dieser Stadt angemessen zu feiern? 

 Denn wir sollten diese Chance auch unter den nun veränderten Bedingungen nutzen. Jede andere Stadt auf der ganzen Welt würde dies tun. Und wir haben nicht nur eine fantastische Möglichkeit direkt vor der Nase. Wir haben viele. Ich nehme das Projekt, das ich am besten kenne mal als Beispiel. Es ist ein spannendes und voll durch entwickeltes Engels2020 Projekt, das man für den Wiederaufbau eines guten Images dieser Stadt nutzen könnte. Wir hätten da eine echte neue Sehenswürdigkeit auf Lager. Wie Sie wissen hat mein Mann, der seit 30 Jahren Bildhauer in Wuppertal ist – in dieser ungeschminkten Stadt, die es immer gerne anders macht, die Aufgabe übernommen, die offizielle Engels2020 Skulptur zu denken und zu machen und sie in einen zeitgenössischen Kontext gestellt. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 In einem Engels Jahr, das wir coronabedingt angeblich nicht mehr feiern können? Aber warum eigentlich nicht? Warum, ich zitiere an dieser Stelle aus einem Artikel der Welt-Autorin Christiane Hoffmanns „verzwergen“ wir dieses Thema derart? Auch sie findet, dass das doch überhaupt nicht sein muss und Engels das nicht verdient hat. 

 Stellen wir den äußerst attraktiven Jungen Kerl, stellen wir die Skulptur, die ein Wuppertaler für Wuppertal geschaffen hat in den Öffentlichen Raum, denn der Junge muss an die frische Luft, damit man ihn als Wahrzeichen in seiner Stadt besuchen und erleben kann. Erst dann entwickelt sich alles andere wie von selbst. 

 Es ist doch gar nicht kompliziert. Auch wenn es bisher immer hieß: Je komplizierter etwas gedacht oder gemacht ist, desto spannender ist der lustvolle Versuch die Struktur spielerisch zu entschlüsseln. Einfaches steht oft unter dem Verdacht simpel zu sein. Die Komplexität der Ereignisse ...]]></description><pubDate>Wed, 05 Aug 2020 07:59:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/denken-und-machen-als-freiwillige-leistung</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-230]]></dc:identifier></item></channel></rss>