﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 03:57:09 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Was bleibt?</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/was-bleibt-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/was-bleibt-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Was bleibt?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/was-bleibt</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/536/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/536/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Im Oberösterreichischen Hallstatt, im Innern des ältesten bekannten Salzbergwerks der Welt, entsteht seit etwa zehn Jahren ein analoges Archiv für die Menschheit. Analog deshalb, weil es Jahrtausende überdauern soll, und unser ganzer digitaler Kram, der so unsterblich tut, im Laufe nur weniger Generationen verfallen sein wird. Vint Cerf, der Vize-Präsident von Google und damit einer, der das von Informatikern so benannte »digital dark age« mitprägt, ist davon überzeugt: im nächsten Jahrhundert wird kein digitales Artefakt der heutigen Zeit mehr lesbar sein. Viele Datenträger haben eine kurze Lebensdauer oder werden unbrauchbar, wenn die Technik fehlt, um sie auszulesen. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Im Übrigen verbrauchen digitale Archive Strom – die etwa 50 000 Rechenzentren, die es derzeit in Deutschland gibt, jährlich mehr als die Stadt Berlin. Dies bringt mich zu der Frage, wie wir Wissen weitergeben. Aktuell befinden sich unsere Gesellschaft, ihre Irrwege und auch ihre Errungenschaften in einem radikalen Umbruch. Manchmal scheinen die Veränderungen nicht schnell genug zu gehen. 

 Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass der Austausch zwischen den Generationen abnimmt. Eine junge Generation teilt die Erkenntnis, möglicherweise der »letzten« anzugehören, die, ökologisch gesehen, noch etwas reißen kann auf unserem geschundenen Planeten. Manch älterer Mensch fühlt sich angegriffen oder sieht alles infrage gestellt, was ihm etwas bedeutet. Vereinzelung und der Rückzug ins biedermeierlich-Digitale scheinen diesen Prozess zu verstärken. Oft – dies hat auch unsere (Gast-)Kolumne in der vergangenen Woche gestreift – kulminiert diese Erfahrung an Weihnachten, wenn die Generationen aufeinandertreffen und sich – manchmal – nur wenig zu sagen haben. 

 Für ein Projekt zum einhundertsten Geburtstag von Karl Otto Mühl (die Aufführung wird am 26. Februar im Theater am Engelsgarten sein) habe ich die Journalistin und langjährige ...]]></description><pubDate>Tue, 03 Jan 2023 21:39:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/was-bleibt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-536]]></dc:identifier></item></channel></rss>