﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 02 May 2026 01:29:40 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Juli 2024</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juli-2024</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/juli-2024" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Mehr Grün für Wuppertal – nicht nur in Holzkisten]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/mehr-gruen-fuer-wuppertal-nicht-nur-in-holzkisten</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/801/michaelfelstau.jpg" length="234754"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/801/images/michaelfelstau-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Michael Felstau 

 Auf dem Platz am Kolk stehen sie noch von der Pop-up-Buga, andere sind zum Projekt „Loher Straße Lebenswert“ des Mobilen Wuppertals gewandert, spindeldürre Bäume in Palettenkisten. Sie sollen lebendige Botschafter sein für grünere Plätze und Straßen. Als „Reallabore“ im Rahmen der InnenBandStadt sollen sie mehr sein als bloße Worte und den Wandel erfahrbar machen. Doch in den sozialen Medien und bei Gesprächen des „INSEL Kulturgarten on tour“ vor Ort wurden sie belächelt, als bloßen Aktionismus und ökologisch unsinnig, als Werbung für Gartenbaufirmen gesehen. Als künstlerische Interventionen konnte hingegen in Leeuwarden 2022 ein wandernder Wald mit über tausend Bäumen durchaus überzeugen, der die Innenstadt und den Verkehrsfluss für 100 Tage veränderte. Zu beachten ist: Alle Bäume sind hier anschließend auch im Stadtgebiet gepflanzt worden! 

   
Michael Felstau - Foto: Felstau 

 Wie sollen wir die aktuelle Diskussion um die Potenzialflächen für Gewerbe und Wohnen in Wuppertal verstehen? Wer von Artensterben und Klimanotstand hört, aber niemanden sieht, der/die angemessen darauf reagiert, nimmt das Problem und die Akteure weniger ernst. Unsere Taten, also auch das konkrete Handeln der Vertreter von Politik und Stadt, sind wirkmächtiger als bloße Worte. Die zunehmende Konkurrenz um die knappe Ressource Fläche darf nicht weiter auf Kosten von Grünflächen und Naturräumen, Klimaanpassung und Biodiversität gehen. Stadtgrün ist die Lösung: mikroklimatisch und lufthygienisch, durch Verdunstung und Verschattung wirkt es effektiv gegen Hitzestress und sorgt für Umweltgerechtigkeit und Gesundheit, es mindert das (Freizeit-)Verkehrsaufkommen durch wohnortnahe Grünanlagen, es ist ein soziokultureller Begegnungsort für alle neben den etablierten Kulturorten. 

 Aber packen wir uns an die eigene Nase, wie sieht es denn da aus? Leider nicht immer wie am Bob-Campus mit dem Nachbarschaftspark. Das war ein Thema bei unseren Aktionstagen ...]]></description><pubDate>Tue, 30 Jul 2024 20:39:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/mehr-gruen-fuer-wuppertal-nicht-nur-in-holzkisten</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-801]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Ein kreativer lebendiger Organismus]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ein-kreativer-lebendiger-organismus</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/800/uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/800/images/uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 Nebelschwaden steigen auf zwischen Pflanzen vor einem Gebäude. Ihre Kühle legt sich inmitten des Sommertags erfrischend auf die Haut. Nur noch mit tastenden Sinnen führen die nächsten Schritte zum Eingang des renommierten Museums Fondation Beyeler. Ihre Sommerausstellung versteht sich als „lebendiger Organismus“, sieben Personen haben sie kuratiert, kollaborativ und interdisziplinär: Alles darf sich verändern, fluide bleiben, sogar der Titel. Von „Dance with the daemons“ über „All love is spilling over” bis hin zu “I can’t tell if this longing is my own”. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 In Wuppertal breitet sich sommerbedingt eine angenehme Ruhe aus, fast wie der von der Künstlerin Fuijko Nakaya inszenierte Nebel in der Nähe von Basel. Viele Menschen sind unterwegs, nah und fern. Sie lassen das gewohnte Umfeld hinter sich, machen Erfahrungen, die sie wieder in den eigenen Alltag zurücktragen. So ging es auch mir, nach einer Radtour beidseitig des Rheins im südlichen Vielländereck: Neben eindringlichen Momenten in der Natur inspiriert mich jene Kunsterfahrung immer wieder aufs Neue. 

 Mitarbeiter schieben Bilder quer durch die Ausstellungsräume, eine schmale Giacometti-Figur betrachtet ein Gemälde Francis Bacons und gesungene zeitlose Beethovenkompositionen interagieren in der Szenerie „This Joy“ von Künstler Tino Sehgal mit anderen Kunstwerken. Künstlerin Precious Okoyomon präsentiert das Gewächshaus-Ökosystem „the sun eats her children“: Eindrücke einer faszinierenden, nie gleichbleibenden Ausstellung. Selbst die Eintrittspreise ermöglichen gemeinwohlökonomisch kreativ vielseitige Zugänge. Was nachklingt, ist die spielerische Sensibilisierung dafür, wie sehr alles miteinander verknüpft und verwoben ist, aufeinander reagieren und vor allem zu einem gemeinsamen Gestalten ermutigen und einladen kann. 

 Neuigkeiten aus der (Kultur-)Politik gesellen sich dazu: Ab Anfang August verknüpft NRW Landesförderungen für ...]]></description><pubDate>Wed, 24 Jul 2024 09:01:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ein-kreativer-lebendiger-organismus</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-800]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Von Geschichten zu Geschichte]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/von-geschichten-zu-geschichte</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/795/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/795/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 In der Schule habe ich mich nie sonderlich für Geschichte interessiert. Die Bücher für dieses Fach schienen mir öd; oft fiel es mir schwer, längere Abschnitte darin zu lesen, geschweige denn, mich mit ihren Inhalten zu verbinden. Geschichten hingegen haben mich schon immer fasziniert – nicht der ordnende Blick von oben aufs große Ganze, sondern der einzelne, individuelle Blick auf eine Zeit, ein Erlebnis, in unsere Welt, auf uns selbst. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Der Wuppertaler Schriftsteller Karl Otto Mühl meinte einmal, dass eigentlich nur die Literatur uns vergangene Zeiten vergegenwärtigen könne. Nur durch sie wissen wir, wie es sich anfühlt, im Ersten Weltkrieg in einem Schützengraben gelegen zu haben, im 19. Jahrhundert Monate auf der Suche nach der verlorenen Zeit in einem Bett zu verbringen oder im 18. Jahrhundert Liebeskummer und Todessehnsucht zu empfinden. Wir können mit Schrecken nacherleben, wie es ist, in einer Diktatur zu überleben, im Irak im Gefängnis zu sitzen – und: die Literatur kann Welten entwerfen, die es noch gar nicht gibt! Literatur, so Biennale-Gast Michael Köhlmeier, ist eine Feier des Konjunktivs – und dabei nicht weniger wahr. Sie und die Kultur im Allgemeinen beeinflussen, wie wir auf vergangene, zukünftige und mögliche Zeiten blicken. Das macht sie für Diktatoren, die genau das kontrollieren möchten, so brandgefährlich. 

 In meiner letzten Kolumne dachte ich über die Beeinflussung durch digitale Medien nach. Diese scheinen heute weitaus wirkmächtiger als Kunst und Kultur und verbreiten ihre Informationen mit hohem Sendungsbewusstsein. Dabei nutzen sie selbstverständlich künstlerische Mittel. Längst scheinen sie wahlentscheidend zu sein und Entwicklungen auf der ganzen Welt zu beeinflussen, oftmals gezielt gesteuert von politischen Machthabern und deren Interessen. 

 Auch Geschichte erscheint im Internet in neuem Licht, wird zunächst vielstimmiger, was ein Gewinn sein kann: nichts ...]]></description><pubDate>Tue, 16 Jul 2024 22:33:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/von-geschichten-zu-geschichte</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-795]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[KI und Roboter als kongeniale Werkzeuge auch in der Kunst?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ki-und-roboter-als-kongeniale-werkzeuge-auch-in-der-kunst</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/786/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/786/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Im letzten Jahr kam ein Thema auf, das auch die bildende Kunst stark verändern wird: Der Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Als Werkzeug in der Kunst wird es gerade erst öffentlich besprochen. Dabei überrascht es nicht, dass der Einsatz von KI-Tools dort längst begonnen hat, denn gerade im Schutzraum der Kunstfreiheit sind ja viele Pionierleistungen zu finden. Es ist also wieder einmal Zeit, dass ich im Rahmen dieser Kolumne versuche, der Kunstbesprechung in dieser Stadt die Sprachlosigkeit zu nehmen oder sogar Mut zu machen, es mit der Kunst selbst einmal zu versuchen.  

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Vielleicht ist es aber auch besser, davon abzuraten. Denn aus meiner Erfahrung  ist es sehr schwer, der Kunstgeschichte etwas Relevantes hinzuzufügen. Und darum geht es ja, wenn man es ernst meint. Wenn meine Versuche an dieser Stelle darüber hinaus ein bisschen mehr Erkenntnis ins oft künstlerisch Unbegreifliche brächten, würde mich das sehr freuen. Was mich im Moment tief bewegt, ist die Frage, ob die Kunst auch in Zukunft frei bleiben kann. Wenn man bedenkt, dass viele Kunstschaffende dies im Grunde ja nicht sind. Die Auswertungen im Umfeld der Erhebungen zu den Corona – Sofortmaßnahmen in Bezug auf die Lebenswirklichkeiten von soloselbstständigen Künstlerinnen und Künstlern sind da sehr eindeutig. Es können nur sehr wenige von ihrer Kunst gut leben. Sehr viele Künstlerinnen und Künstler sind immerhin weiterhin so frei, daran zu glauben, dass es ihnen irgendwann einmal gelingt. 

 Dabei fällt mir ein: Unsere Firma feiert in diesem Jahr Jubiläum. Der Atelierbetrieb von Eckehard Lowisch, in dem ich festangestellt bin, wurde am 1. April 1999 direkt neben den ELBA-Hallen in Wuppertal Elberfeld gegründet. Unser Startkapital damals bestand aus ausgemusterten Schwerlastregalen, Rollwagen und einem Elektrokettenzug eben dieses traditionsreichen Wuppertaler Unternehmens. All dies sollte genau an dem Tag, an dem wir unsere ...]]></description><pubDate>Tue, 09 Jul 2024 23:07:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ki-und-roboter-als-kongeniale-werkzeuge-auch-in-der-kunst</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-786]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Errungenschaften unserer Stadtkultur]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-errungenschaften-unserer-stadtkultur</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/785/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/785/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Die Sonne schneidet ein kleines Sommerloch in die Wolkendecke, im Gebüsch schreit eine späte Brut nach Futter und auf den Beeten winken die ekstatisch blühenden Farben diverser Mannschaften, um die wenigen Insekten zur public pollination anzulocken. Nebenan in der Grundschule läutet die Mittagsglocke und gleich poltert die ganze wilde Horde nah am Gartentisch vorbei; es muss jetzt schnell gehen mit dem Entschluss, worüber zu schreiben sei. 

   
Max Christian Graeff – Foto: C. Paravicini 

 Ein gelegentlicher Vorwurf an diese Kolumne ist die „Selbstbespiegelung“, das Drehen und Wenden persönlicher Empfindungen in lebensfern erscheinenden Zusammenhängen der Kunst und Kultur. Wie ist dieser missverständlichen Falle zu entgehen? Eine „Kolumne“ ist laut Definition (in der Zeitungswelt seit Mitte des 18. Jahrhunderts) ein Meinungsbeitrag, der über eine lange oder wenige kurze Spalten, den „Kolumnen“, einen Themenkomplex variiert oder – wie im Fall des hochgeschätzten Uwe Becker – an schillernden Gedanken einer prominenten Person aufgehängt ist. 

 Verwandte Arten sind Glossen, Kommentare und Feuilletons. Neben den sonst seltenen und hier bereits über 300 Mal gegebenen Einblicken in die Berufswelt der Künstlerinnen ist eine weitere Aussage unserer Serie, dass die lokale WZ-Redaktion den Platz für das Thema überhaupt bereitstellen mag. Dafür sei hier ausdrücklich gedankt! Dass die in der selbstständigen Kunst Aktiven diesen Platz anstelle einer Autohauswerbung belegen dürfen, war in Wuppertal einst nicht denkbar. 

 Es ist ungefähr so wie mit den Straßencafés. Erinnern Sie sich daran, wie wenige davon es noch in den 90ern in dieser Großstadt gab? Ein dichtes, so unumstößlich scheinendes wie unsinniges bürokratisches Regelwerk hielt uns davon fern. Die Möglichkeiten dieser Wunderstadt waren den Klotzköpfen nicht viel wert. Auch in manch anderen Themen hat das damalige „Tal der Korruption“ dazugelernt: Der internationale Blick geht ...]]></description><pubDate>Tue, 02 Jul 2024 22:51:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-errungenschaften-unserer-stadtkultur</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-785]]></dc:identifier></item></channel></rss>