﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 06:22:41 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - April 2020</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/april-2020-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/april-2020-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Ins Digitale und wieder zurück]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ins-digitale-und-wieder-zur252ck</link><description><![CDATA[ Von Torsten Krug 

 Lockerungen! Was für ein verführerisches Wort! Haben wir nicht alle genug Zeit in diesem Alptraum verbracht? Haben wir nicht einen Anspruch darauf, belohnt zu werden für unsere Disziplin, unsere Einsamkeiten, Verluste, unsere Genügsamkeit? Nach einem im Vergleich mit anderen Ländern leichten wie kurzen Lockdown möchten viele zurück zur „Normalität“, was immer das ist. In einem Interview in der Taz mit dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach lese ich, dass das Virus noch bis 2022 unser Leben bestimmen werde, mit Masken, Abstandsgeboten und Hygieneregeln. Für Großveranstaltungen, aber auch Kneipenbesuche sieht Lauterbach noch lange schwarz. Maßgebliche Virologen und auch die Kanzlerin warnen davor, das bisher Erreichte leichthin zu verspielen. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Also weiter stillhalten, zu Haue bleiben (wer kann)? Weiter „rumskypen, dropboxen und wetransfern“, wie der Sänger und Theaterregisseur Schorsch Kamerun es nennt? Welche gemeinsamen Räume bleiben uns noch? Wo finden wir Nähe, wo Resonanz? 

 Wie sehr brauchen wir in diesen Zeiten die Künste, für unseren inneren Kompass! Was täten wir jetzt ohne Bücher, Filme, Gespräche, Theateraufführungen, ohne Musik!? 

 Künstlerinnen und Künstler haben in den vergangenen Wochen eine Menge dazugelernt. Sie wissen nun, auf welchen Plattformen es sich gut konferieren lässt, können zoomen, streamen, ganz alleine Live-Videos oder Podcasts produzieren. Und natürlich ist das Ausweichen ins Digitale ein Trost. Viele Lernprozesse werden wir mit in die Zukunft nehmen. Doch brauchen wir schon jetzt Ideen für eine Rückkehr ins Analoge, ins Physische, zurück auch in unsere Kulturorte. Der Versuch, Bühnen-Situationen, ob live oder Aufzeichnungen davon, ins Netz zu stellen, ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Es wird in den kommenden Monaten nicht mehr genügen, weiter am großen Archiv zu basteln. 

 Pariser Tänzerinnen und Tänzer, die extra für das Medium ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 23:29:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ins-digitale-und-wieder-zur252ck</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-124]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Suche nach einer neuen Qualität in der Kunst]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/suche-nach-einer-neuen-qualit228t-in-der-kunst</link><description><![CDATA[ Von Tine Lowisch 

 Genauso wenig wie das Schöne allgemein definiert werden kann, kann auch die Qualität nicht allgemein gültig gemessen werden. Denn diese zwei Unbekannten, die Qualität und die Schönheit, gleichen immer den eigenen Erfahrungen anderer. In der Bewertung der Qualität in der Kunst gleichen diese Erfahrungen anderer bisher meist den Empfehlungen des Kurators oder einer Jury. Dieses Nadelöhr sind immer einzelne Menschen, die sich viel Arbeit machen. Noch bevor das Thema einer Ausstellung überhaupt gefunden wurde oder die Auswahl der Werke von Künstlern, die mitgenommen werden, getroffen ist. Bis diejenigen gefunden sind, die unvoreingenommen auswählen, die also gut darin sind, sich von ihren und anderen vorgefertigten Meinungen zu befreien, ist es ein langer Marsch. 

   
Tine Lowisch - Foto Claudia Scheer van Erp 

 So lange unsere Köpfe rund bleiben, seien hier aber die Fragen erlaubt: Wer kuratierte bisher den Kurator? Werden Ästhetische Erfahrungen in der Zukunft immer noch keinen Nutzen haben dürfen? Wird jemand zugeben, dass die Gewohnheiten der Wahrnehmung nie interesselos sind? Oft wird ja gesagt: Wer die Kunst lebt, will nur spielen und damit nichts erreichen. 

 Wenn das stimmt, meint man damit, dass der Künstler seine eigene Kunst nebensächlich erledigt und er durch sie nichts erreichen will? Denn natürlich erreicht er mit ihr, mit seinem Spiel: Etwas. Immerhin hat er sein Gefühl der Fantasie ein Stück weit über sich hinaus an seine Kunst übertragen. Der Betrachter nimmt dann was genau mit nach Hause? Das eigene Gefühl mit der Kunst, das sich wunderbar anfühlen kann, wie eine lange abenteuerliche Reise in das Innerste der Welt der eigenen Gedanken? Oder sollte der geneigte Kunstfreund nicht auch das Gefühl für den Künstler mitnehmen? 

 Noch viel schöner wäre es, der Freund der Kunst würde wieder auf die Idee zurückkommen, die Kunst und nicht den Künstler zu einem guten Kurs zu sich nach Hause zu nehmen. Ich denke, es wäre ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 23:27:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/suche-nach-einer-neuen-qualit228t-in-der-kunst</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-123]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Erlaubt ist, was zerfällt?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/erlaubt-ist-was-zerf228llt</link><description><![CDATA[ Von Max Christian Graeff 

 „Und, was machen Sie im normalen Leben?“ Ich hatte die Frage schon befürchtet, als das Gespräch begann. Unter gewohnten Bedingungen hätte es kaum stattgefunden, schon gar nicht vor dem Baumarkt-Eingang, in einer Kundenschlange mit gefordertem Abstand den Parkplatz entlang. Manche sprachen nur verlegen, um das Hiersein mit Notwendigkeit zu rechtfertigen, während andere über die Frühjahrsmodelle der Kugelgrills diskutierten, als sei die Welt noch dieselbe. Ich wäre am liebsten so unsichtbar gewesen, wie ich mich überflüssig fühlte: Ein Autor, der nicht schreibt, muss sehen, wo er bleibt. Zum Glück ging es plötzlich rasant voran und wir zerstreuten uns. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 In meinen zwei Jahren als Mitautor dieser Kolumne hatte ich noch nie ein so schlechtes Gewissen. Nicht vor Ihnen oder den Mitstreitern, sondern vor der Situation. Der Wettbewerb derer, die alles über alles zu wissen meinen, ist zurzeit enorm, doch auf meinem Zettel stehen nur Fragen. Was Kultur sei und was nicht, ist eine der ewigen darunter; die anderen sind breit gefächert: Wird sich irgendetwas ändern, wenn wir wieder zum Tagesgeschäft übergehen? Warum sollten diejenigen, die weiterhin profitieren, etwas zum Gemeinnutz ändern wollen? Was hänge ich einem Obdachlosen am besten an den Gabenzaun? Was macht er mit einer Dauerwurst, wenn er Zahnschmerzen und kein Messer hat? Wird mich die Cousine – Nachtschwester in der Notaufnahme – jemals wieder ernst nehmen können? Müssen wir in der Verwahrung zwangsläufig verwahrlosen? Wie komme ich ohne Kreditkarte an eine Mundbedeckung? Wie verzweifelt man halbwegs gerecht? Werde ich Karl Otto Mühl jemals wiedersehen? Wie viele Menschen sind heute schon im Mittelmeer ertrunken? Wann kommt die nächste Gelegenheit für ein Honorar? Welche Verlage und Kneipen werden überleben und werden sich die Lücken des Gewohnten jemals wieder schließen? Warum verlieren so viele Menschen gerade so eifrig ihren ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 23:25:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/erlaubt-ist-was-zerf228llt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-122]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wie uns Unsicherheit und Zuversicht zusammenbringen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wie-uns-unsicherheit-und-zuversicht-zusammenbringen</link><description><![CDATA[ Von Uta Atzpodien 

 „Wir sind nicht sicher“: Wie eine stete Alarmbereitschaft hat sich ein mulmiges Grundgefühl breitgemacht, in mir, hier in Wuppertal, wohl auch weltweit, bis in die entlegensten Winkel unserer Erde. Wir sind nicht sicher, ob wir uns trotz aller Isolation nicht infiziert haben, dies noch tun werden oder andere infizieren. Wir sind nicht sicher, wie sich alles weiterentwickelt, was konkret nach der Osterzeit geschieht, welche wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und menschlichen Gefahren und Potenziale sich aus der Krise ergeben. Die Worte „Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.“ stammen vom legendären Wortakrobaten Joachim Ringelnatz, der die Medien_Kunst_Nacht am letzten Wochenende inspirierte. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Die Zukunft hat uns eingeholt: Kuratiert von der Videokünstlerin Ilona Hellmiß wurde WirSindNichtSicher vergangenes Wochenende mit Werken von zehn Künstlerinnen und Künstlern in den Riedel-Hallen umgesetzt, nicht wie geplant als analoge Publikumsveranstaltung, sondern als Live-Stream via Stew.one, ein Kultureintopf-Portal, im spontanen Umgang mit der Herausforderung der Corona-Krise. 

 Einen Hyperraum erschufen Gregor Eisenmann und Achim Konrad inmitten der Hallen über eine mit Stoff verhüllte Kuppel mit virtuosen, fast psychedelischen Projektions- und Klangräumen. Wellen, Flüsse, Wassergläser, Regentropfen: Mich faszinierte, wie die Künstlerin Aki Nakazawa in ihrer filmischen Arbeit mit Wasser als bewegendem Element umging. „Undine“ nannte sie sie nach dem weiblichen Wassergeist, inspiriert von einem Klavierstück von Maurice Ravel und einer Erzählung des mexikanischen Schriftstellers Octavio Paz: Mi vida con la ola – Mein Leben mit der Welle. Für die Künstlerin symbolisiert Wasser ebenso Unsicherheit wie Freiheit, ganz wie das, was wir momentan leben. 

 Eine Frau, die im Kreis rennt, hat sich über den Filmstream in mich eingebrannt. Seit elf Jahren rennt sie im Kreis, die aus ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 23:21:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wie-uns-unsicherheit-und-zuversicht-zusammenbringen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-120]]></dc:identifier></item></channel></rss>