﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 17:18:48 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Nichts hat keinen Grund</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/nichts-hat-keinen-grund-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/nichts-hat-keinen-grund-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Nichts hat keinen Grund]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/nichts-hat-keinen-grund</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/534/andreasbaer.jpg" length="198427"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/534/images/andreasbaer-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Andreas Bär 

 Da fragte mich einer, ob ich etwas schreiben könne, und ich antwortete, dass ich eventuell nichts Neues zu erzählen hätte. Grund dieses Ausweichmanövers waren Sorgen um die bevorstehende Aufführung meiner drei Kurzopern „Hinfort mit dem Schleier“, „Gli Sparafucili“ (frei übersetzt: „Die Schrotflinten“) und „Irgendwas mit Beethoven“. Ich befürchtete krankheitsbedingte Ausfälle im Ensemble, ausbleibendes Publikum und finanziellen Ruin. Als ich andeutete, dass meine Gedanken den Lesern vielleicht nichts böten, versicherte man, mir fiele schon was ein. Da schien mir schon der Glaube daran das Nichts parodieren zu wollen. 

   
Andreas Bär 

 Nichts hat aber keinen Grund. Es braucht auch keinen. Es zerzaust seit je die Frisuren der denkenden Menschen und es klopft an die Türen der zu spät Aufstehenden. Alle reiben sich verwundert die Augen und fragen: „Warum habe ich es nicht geschafft? Wie ist die Zeit nur so schnell verstrichen und wieso habe ich alle Gelegenheiten verpasst?“ Schließlich verhallen all diese Fragen ins Nichts, wo kein Ohr existiert, kein Sinn, keine Wahrnehmung, kein Gefühl. Einst wird alles Leben des Planeten dorthin gewandert sein. 

 Kurzoper „Stroboskop mit Langzeitintervall“ 

 „Ein Winter liegt auf bleichen Wäldern. / Kahles Geäst zwischen frierenden Feldern. / Der Mond eine silberne Scheibe wie Eis. / Die irdene Schwester, gekleidet in Weiß. // Dort hat eine eisige Flocke aus Schnee / die Erde in einsamer Stille geküsst, / dass zärtlich bedeckend einst schmelzendes Weh / ihr frierendes Antlitz nun wärmen müsst.“ – So klingt die finale Arie meiner letzten Kurzoper „Stroboskop mit Langzeitintervall“ über das Ende der zyklischen Wiederholung von Machtmissbrauch, welches wahrscheinlich mit dem Ende der Welt zusammenfällt. Davon sind wir, in Zeiträumen von Lebensspannen gedacht, wohlwollend mindestens zwei bis drei Zyklen entfernt. Dann werde ich bereits mit dem großen Nichts Bekanntschaft gemacht haben. 

 Was haben ...]]></description><pubDate>Tue, 20 Dec 2022 21:56:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/nichts-hat-keinen-grund</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-534]]></dc:identifier></item></channel></rss>