﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 10:12:09 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - August 2021</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2021-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/august-2021-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Der Sommer macht Pause, Kunst und Kultur gehen weiter]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/der-sommer-macht-pause-kunst-und-kultur-gehen-weiter</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/342/fnwk-tine-lowisch.jpg" length="76090"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/342/images/fnwk-tine-lowisch-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Seit Wochen fühlt es sich so an, als würde der Sommer Pause machen. Als wäre er selbst verreist. Normalerweise, also früher, legitimierte er, der Sommer, oft Stillstand auf allen Ebenen und garantierte in vielen Prozessen und bei relevanten Themen, die die Weiterentwicklung einer Stadt betreffen, eine Art Vollbremsung. Da ging an verantwortlicher Stelle wirklich niemand mehr ans Telefon und so manche Email versandete. 

   
Tine Lowisch -Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Nach meinem Gefühl hat sich das jetzt geändert. Liegt es vielleicht daran, dass in dieser fortlaufenden Pandemie sehr viel mehr Menschen nun verantwortungsvoll zu Hause geblieben sind, sie ihre Energie in einem deutlich kleineren Radius wiederfinden und ihre freizeitlichen Kräfte besser zur Verfügung stellen? Wird die eigene, die freie Zeit, in den Sommermonaten von einigen anders genutzt als zuvor? 

 Der Kulturbereich, vor allem der frei organisierte, macht, vielleicht haben Sie es ja auch bemerkt, auf jeden Fall keine Pause. Das kann er sich gar nicht leisten, denn der selbstorganisierte Kunst - und Kulturbetrieb muss und möchte bei laufenden Kosten weiter gehen. Vereinzelt auftauchende, sehr kryptische und doch riesige Plakate, vor allem entlang der B7, deuten im Moment darauf hin und werben kräftig dafür, dass der „Somma‘“ wohl doch in der Stadt ist. Heute, sozusagen zur Halbzeit dieses Kulturfestivals, begebe ich mich dazu auf Spurensuche und versuche, dieses ambitionierte, mit Bundesmitteln finanzierte Wuppertaler Kultur Somma‘ 21 Ding in all seinen Facetten zu begreifen. Vielleicht schaffe ich es sogar, es begreifbar zu machen. Bei all dem, was parallel zu diesem riesigen Projekt auf diesen neuen Wuppertaler Bühnen sonst noch so passiert, ist das gar nicht so einfach. 

 Also: Das Somma‘ Festival ist ein dezentrales Format, das, so liest man, vor allem den freiberuflichen Künstlerinnen und der Veranstaltungsbranche nach den zermürbenden Kultur-Lockdowns der ...]]></description><pubDate>Wed, 25 Aug 2021 09:21:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/der-sommer-macht-pause-kunst-und-kultur-gehen-weiter</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-342]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Für welches Leben lernen wir?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/f252r-welches-leben-lernen-wir</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/339/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/339/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Yeehah, es geht los! Die großen Ferien vergingen wie im Fluge und haben das Wort Sommer kaum verdient. Da treffen sie sich nun wieder gut verhüllt an der Bushaltestelle und das große Geschnatter beginnt: Wer war diesmal wo nicht oder trotzdem? Wie habt ihr euch durch die Kontrollen getrickst? Und stell dir vor: Dem dicken Moritz aus der 8b ist von Moderna der ganze Arm abgefallen, gleich an der Schulter, ich schwör! Der hat jetzt ’n Attest und muss nie mehr mitschreiben! 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Es gibt viel zu besprechen in diesen Tagen: Olympia, die abgeschalteten Umarmungen bei Fortnite, die Empörungen der Eltern über irgendwas mit Diktatur und natürlich die generelle Schuld bestimmter Menschengruppen an einfach allem. Quer durch den Garten geht die Tour, und auch der Unterricht wird theoretisch eine Flutwelle von Themen aufzuarbeiten haben, viel höher als jede Möglichkeit: die Brände und die Fluten, die Fluchten und Ergreifungen von Macht, das Lachen und Lügen jener Plakatgesichter, die es irgendwann zu wählen gilt, von wem auch immer und wofür, und, ach ja, irgendwas mit Klima auch. Zu viel, um zu denken; zu wenig zum Hoffen. Und so gibt es immer mehr, die entmutigt, verzweifelt oder gelangweilt einfach schweigen. Nicht nur Lernende, auch Lehrende und Schreibende. 

 Nicht die publizierenden Schriftsteller sind gemeint, die ihrem Werkplan folgen und in den kaum sichtbaren Veränderungen des Büchermarktes in der Pandemie ihre eigenen Sorgen haben. Ich denke an jene, die das Schreiben als eigene, private und manchmal auch unsichtbare, heimliche Kunst pflegen, ganz unabhängig von den Leistungsprinzipien in Schule, Markt und Kulturbetrieb. Gleich, ob sie welt- oder nur selbstbezogen, elaboriert mit historischem Hintergrund oder lediglich in der unermesslichen Weite des Fantastischen schwebend arbeiten: Ihr Schreiben (sogar, wenn es sich nur im Wollen erschöpft) ist ein tragender Balken unserer Kultur ...]]></description><pubDate>Wed, 18 Aug 2021 16:09:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/f252r-welches-leben-lernen-wir</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-339]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Zukunft Wuppertals gestalten]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-zukunft-wuppertals-gestalten</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/338/drbettinapaust.jpg" length="161562"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/338/images/drbettinapaust-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Bettina Paust 

 Was genau ist eigentlich ein Kulturbüro? Formal betrachtet ist das Kulturbüro eine Verwaltungseinheit im Kulturressort der Stadt, ein Bereich innerhalb der Stadtverwaltung mit einem breiten Aufgabenfeld. In Wuppertal ist das Kulturbüro Anlaufstelle, Förderer, Vernetzer und Veranstalter sowie Think Tank für die Freie Kulturszene. 

   
Bettina Paust - Foto: © privat 

 Während eine Kulturinstitution, wie z. B. das Von der Heydt-Museum oder die Wuppertaler Bühnen, einen klar umrissenen, spartenbezogenen Auftrag und feste Strukturen hat, ist der freie Kultursektor deutlich vielfältiger aufgestellt. Er ist ein großes Gebilde aus freischaffenden Künstlerinnen und Künstler, aus privaten Kultureinrichtungen und Vereinen, die nicht auf eine Sparte begrenzt sind. Das bedeutet, dass sich das weite Spektrum der Künste in der Freien Szene widerspiegelt: Es gibt Theater, Musik, Bildende Kunst, Tanz, Performance, Literatur, Design ... 

 Daher ist es nicht überraschend, dass auch die Bedeutung der Freien Szene vielseitig ist. Neben der künstlerischen ist es auch besonders die gesellschaftliche Relevanz, die für die Gegenwart und für die Zukunftsgestaltung Wuppertals von eminenter Bedeutung sind. 

 Dabei hat sich die Freie Szene als besonders krisenstark bewiesen. Vor allem in den vergangenen eineinhalb Jahren, also während der Corona-Pandemie, hat sie sich mit starken Ideen behaupten können – und das, obwohl die meisten Künstlerinnen und Künstler von den Lockdown-Regelungen wie Auftritts- und Ausstellungsbeschränkungen besonders hart betroffen waren. Am Anfang der Corona-Krise hat die Politik systemrelevante Gruppen ausgerufen. Die Künstlerinnen und Künstler sowie die Kultureinrichtungen gehörten jedoch nicht dazu. Dabei wird schon seit den 1970er Jahren Kulturpolitik als Gesellschaftspolitik verstanden, begründet in dem Verständnis, dass Kunst und Kultur für das Gelingen und die Fortentwicklung gesellschaftlichen Zusammenlebens unverzichtbar ...]]></description><pubDate>Fri, 13 Aug 2021 15:39:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-zukunft-wuppertals-gestalten</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-338]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wie werden wir Kunst und Kultur machen können?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wie-werden-wir-kunst-und-kultur-machen-k246nnen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/328/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/328/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Heute blicke ich von einer hohen Warte ins Tal der Wupper. Der Wanderurlaub in den Bergen der Steiermark entrückt das Kulturleben zu Hause. Der Blick in die Weiten lässt manche Sorgen an ihren Platz fallen oder sich gar in Luft auflösen. 

 Eine Frage jedoch lässt mich nicht los: Wie werden wir in naher Zukunft Kunst und Kultur machen können und welchen Stellenwert werden wir ihr geben? 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Wie viele Künstlerinnen und Veranstalter wünsche ich mir Weitblick auch in Bezug auf unser Kulturschaffen. Ein erneutes Schließen von Kultureinrichtungen scheint undenkbar, doch schien es das nicht schon vor einem Jahr? 

 Helge Schneider, der große Improvisator, will nicht vor Autos oder vor Strandkörben mit gastronomischem Service auftreten und stößt damit Veranstalter wie Publikum vor den Kopf. Viele spenden ihm eben dafür Beifall. Eine Sängerin, zu der mein Kollege Uwe Becker auf Facebook meinte, sie sei „das neue N-Wort“, ruft ihr Publikum dazu auf, Hygienevorschriften, unter denen ihr Konzert stattfinden kann, zu ignorieren – und darf dann auch aufhören. Viele finden das dämlich bis sträflich. Auch ich denke, solche Aktionen schaden uns allen. Vor allem jenen Künstlerinnen, die auf ihre Konzerte mehr angewiesen sind als sie, die ja ihre 99 Luftballons hat. 

 Ich selbst denke als Insulaner über unser dreitägiges Festival zu Ehren Peter Brötzmanns nach. Flüge und Hotels des internationalen Line-ups sind gebucht, Zuhörer reisen zum Teil aus den USA an, um die Konzerte im Ada zu erleben. Das „Problem“: Dank Corona-Schachbrett-Bestuhlung sind die Tage seit Wochen schon ausverkauft. Täglich erreichen uns Kartenwünsche von Menschen, die dieses Ereignis nur noch im Internet werden verfolgen können, wenn sich die Inzidenz weiter so entwickelt. Die Möglichkeiten, die Inzidenz neu zu bewerten und entsprechend neue Maßnahmen zu formulieren, erwarte ich mit Ungeduld – und habe gleichzeitig doch meine Zweifel. ...]]></description><pubDate>Wed, 04 Aug 2021 08:34:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wie-werden-wir-kunst-und-kultur-machen-k246nnen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-328]]></dc:identifier></item></channel></rss>