﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sun, 19 Apr 2026 00:16:32 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Sehen, was ist und was wir haben</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/sehen-was-ist-und-was-wir-haben-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/sehen-was-ist-und-was-wir-haben-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Sehen, was ist und was wir haben]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/sehen-was-ist-und-was-wir-haben</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/680/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/680/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Auf geht es in die matschigen Tage; vor den Fenstern färbt sich vieles braun. Die Amseln beschwipsen sich in den Beerensträuchern an gärenden Früchten; die Faulen meckern auch schon mal am Futterhaus, dass es noch nichts gibt. Gute Sohlen sind gefragt, denn überall werfen sich uns Pfützen und rutschige Haufen in den Weg – und neuerdings diese ausgesoffenen, gestürzten Rollerleichen, manchmal noch leise blinkend; so viel Energie für‘n bisschen faulen Spaß. Noch sah ich niemanden damit zur Arbeit sausen oder gar auf Sightseeing durch unsere Stadt; es geht wohl wieder nur darum, brav zu probieren, was sich jemand sinnbefreit erdacht. Und schon fühlt man sich als grantelnder Feind alles Neuen, im Herbst des Lebens verglitcht. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 So ist es aber nicht, und das beste Beispiel ist das Barmer Schwebodrom! Gehen Sie dort doch mal auf die Reise durch Zeit und Raum, durch eine faszinierende elektronische Illusion der Vergangenheit, in der auch erstaunlich (oder erschreckend?) viel Gegenwart steckt. Komplett wird das Erlebnis auf analogen, gutbesohlten Wegen durch unsere Wunderstadt, um ihre Löcher und Lücken – und eigene Wissenslücken – immer wieder neu zu entdecken. 

 In dieser Boomtown der automobilen Überwältigung genoss der ungehinderte Nichtwahrnehmungsverkehr jahrzehntelang die höchste Priorität, was einen großen Teil dazu beitrug, dass wir uns hier so wenig schätzen. Auf der Wupperbrücke stehen bleiben, um nach den Laichgruben der Meerforellen zu schauen? Bloß nicht; die kann es ja gar nicht geben. In die Kulturclubs gehen, die aufgrund bester Arbeit schon wieder die Spielstättenpreise des Bundes erhielten? Keine Chance, da kann man nicht parken. Anhand alter Postkarten die Standpunkte suchen und Spuren der Stadtentwicklung finden? Nur was für Bekloppte! Die 133 Kunstorte der Woga ablaufen, als gälte es, die legendäre „Trimmspirale“ der BEK auszufüllen? Oder die Orte des openSky ...]]></description><pubDate>Thu, 02 Nov 2023 07:17:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/sehen-was-ist-und-was-wir-haben</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-680]]></dc:identifier></item></channel></rss>