﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 10:11:20 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - &amp;Uuml;ber das Schweigen und Verhandeln</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/uumlber-das-schweigen-und-verhandeln</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/uumlber-das-schweigen-und-verhandeln" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Über das Schweigen und Verhandeln]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/220ber-das-schweigen-und-verhandeln</link><description><![CDATA[ Von Tine Lowisch 
Und immer wieder sind sie da, diese kleinen überraschenden Fehler. Zum Beispiel in der Kommunikation. Manchmal sind es wirklich kaum bemerkbare Abweichungen vom Protokoll. Oft kommt kurzfristig eine Information dazwischen, fällt weg oder taucht überhaupt nicht auf. Störungen im System eben. Bei Gesprächen in größerer Runde tauchen Störungen als Informationen meist in Form von gegenseitigen Unterbrechungen auf. Die sind menschlich und man kann sie als erholsame Pause nutzen, um weiter zuzuhören und dabei schnell nochmal nachzudenken. Ich mache mir dann ein paar routiniert humorvolle Notizen im Kopf. Denn es kann gefühlt sehr lange dauern bis man, in immer wieder neuer Konstellation zusammenkommend, frei sprechen darf. Da muss man geduldig und interessiert, sehr erfahren oder geschult sein, um den Faden nicht zu verlieren. Es ist, wie es wird – heute darf leider niemand niemanden mehr mitten im Satz unterbrechen. „Lass mich ausreden“, „dein Handzeichen bitte“, „erst die Vorstellrunde beenden“, „das passt jetzt nicht hier hin“ und so weiter. Sie können sich nicht vorstellen, mit wie viel Energie ich dieses gegenseitig wertschätzende, konstruktiv-kollektive Miteinander in Gesprächen in mir wieder entdecken und vor allem in den letzten zweieinhalb Jahren neu aus mir herausholen musste. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 In dieser ganzen Zeit, in der wir nun schon mit voller Power versuchen ein flexibles Netzwerk aus Kunst- und Kulturschaffenden in dieser Stadt zu vereinen, wird es manchmal unübersichtlich: Wie unterschiedlich, wie individuell wir Kunst- und Kultur-Netzwerker doch sind. Auch und vor allem die potentiellen. Ich zum Beispiel bin in einer großen Familie aufgewachsen und habe das Teilen im Schlagabtausch mit meinem Zwillingsbruder ganz natürlich gelernt. Zusammen mit den Freunden, die meine Geschwister und ich jederzeit mit nach Hause bringen durften, saßen oft bis zu zehn Personen an einem Tisch. Hätte ich da ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 22:56:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/220ber-das-schweigen-und-verhandeln</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-109]]></dc:identifier></item></channel></rss>