﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 00:54:40 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Was bist du wert?</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/was-bist-du-wert</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/was-bist-du-wert" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Was bist du wert?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/was-bist-du-wert</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/861/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/861/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Um fünf Uhr früh bietet der kleine Novembergarten eine recht unspektakuläre Kulisse: es ist nurmehr finster, klamm und still. Das Leben hat sich tief in die Haufen verkrochen; unhörbar seufzt etwas im Wurzelwerk und ganz selten reflektiert ein hungriges Augenpaar am Kompost das Licht der Schreibtischlampe. Erst die nächste Schneedecke zeigt morgens wieder das Passagenwerk der Nacht. Es ist ein fast adventliches Warten auf die kalte Zeit, die nach der Antwort strebt, wer sie wohl überleben wird. Zeit zum Nachdenken ohne Ziel und Antwort, darüber, was man einst denn anfangen wollte in diesem Leben mit dem Theater, der Dichtung und Musik … Spätestens um Sechs ist es aber mit der Grübelei vorbei; zwei städtischen Laubsauger tanzen warnblinkend einen eleganten Tango um die ruhenden Autos herum und rufen zur Ordnung: Lass die Zeilen fahren wie die Hoffnung; schick das Formulieren tief unter die Wurzeln, denn dein Atmen kostet heute wieder Geld! Mach was Vernünftiges! Und klage nicht, denn diese Sorgen hast du immer schon gewusst. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Tatsächlich kann ich nicht das Gegenteil behaupten. Man hat das Kind gelobt für jedes wilde Bild und all die langen Briefe, für Wendungen und Schnörkel, Geschichtendurst und Neugier auf die Farben. Alte Tanten sprachen von Talent! Als sich später jedoch inmitten der globalen Kulisse aus Herrschaften, Zerstörungen und Aneignungen der Entschluss festigte, unter all dem Getöse hindurchzutauchen und auch das Arbeitsleben mit suchenden Schritten durch die Kunst und Kultur zu verbringen, da verwarf man die Hände in Sorge um das Glück. Doch dieses lag schon fern des sogenannten Normativen; der Drops war längst gelutscht. 

 Seitdem geht es um Gegenwerte, Selbstausbeutung, Gesundheit und Sicherheiten, das eine so fern wie das andere nah. Es wird kontiert, geschoben, gebettelt und geborgt, und sobald hier eine kleine Reserve entstand, gab es dort einen Schiffbruch, ...]]></description><pubDate>Wed, 27 Nov 2024 11:27:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/was-bist-du-wert</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-861]]></dc:identifier></item></channel></rss>