﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 02 May 2026 05:21:35 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Über Stock und über Steine</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/über-stock-und-über-steine</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/über-stock-und-über-steine" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Über Stock und über Steine]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ueber-stock-und-ueber-steine</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/913/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/913/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Zumindest vom Wetter her war das Wochenende famos: Entspannung strömte durch die kalten Knochen auf ihren Wegen durch unsere Stadt- und Randwälder; die Strahlen des Vorfrühlings wärmte die Gemüter und auch die Amseln wagten sich weit aus der Deckung, um auf den kargen Beeten den Krimskrams zu sortieren, den sie schon bald zum Nestbau brauchen könnten. Ich habe im Herbst extra alles liegen lassen, damit sie nun genug zu shoppen haben und sich in ihrer Begeisterung nicht mal am ohrenbrechenden Getöse der gigantischen Maschinen stören, die auf dem Gleisbett nebenan das Unterste zuoberst wenden. Tag und Nacht schuften die orangefarbenen Arbeiterscharen derzeit auf der breiten Trasse westlich der Steinbeck, die unsere Stadt einst als erste Bahnstrecke Preußens mit dem Welthandel verband. Wenn man die Begriffe „Rückstand“, „marode“ und „Reformstau“ ausblendet, könnte man glatt meinen, es würde sich etwas Richtung Zukunft entwickeln … 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Inmitten des Getöses verzweifelte ich am Bau der Natursteinmauer und las zwischendurch im neuen, jungen Gedichtband von Samuel Kramer: Der kleingeschriebene Titel „endlich regen“ liest sich vieldeutig und im Band geht es um alles. „Berichte entfesselten Wetters warten auf Freigabe. / Ländereien auf Bewohnbarkeitsupdates. Es gibt hier / keine Verbindungen. Versuchen wir es später“ – Was für eine gute Arbeit, dachte ich im Lärm: An der poetischen Feststellung des Gesamtzustandes, am nur noch hypothetisch möglichen guten Leben aller und am Widerstehen gegen die Sprachen der Macht, die uns in die Ängste treiben. Denn das Verstummen ist keine Alternative. Dasselbe, was in der vorigen Woche unser Kolumnengast Christian von Grumbkow von den Farben und Leinwänden berichtete, gilt doch auch für alle anderen künstlerischen Gewerke: Es zählt nicht mehr nur das Dürfen und Sollen auf eingefahrenen und eben auch marode gewordenen Gleisbetten der Förderung und ...]]></description><pubDate>Wed, 12 Mar 2025 02:38:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ueber-stock-und-ueber-steine</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-913]]></dc:identifier></item></channel></rss>