﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 19:48:36 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Durch ihre Augen</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/durch-ihre-augen-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/durch-ihre-augen-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Durch ihre Augen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/durch-ihre-augen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/647/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/647/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Kürzlich hatte ich einen Gedanken, der mich bis heute nicht loslässt: Ich saß in einer Aufführung von „Zugvögel“ von Rainer Behr auf der Insel; der belarussische Tänzer Stsiapan Hurski war zum Zentrum und Ausgangspunkt eines Stückes geworden, das sich mit Fragen nach dem Menschlichen, nach der Liebe in Zeiten diktatorischer Gewalt und Unterdrückung sowie des Aufstandes gegen sie auseinandersetzte. Die Bilder und Töne, Körper und Texte waren so intensiv, dass mir klar wurde: Hier hat ein junger Mensch etwas erleben müssen, das mir (bis heute) erspart geblieben ist, und das seinen Weg in die Kunst finden durfte. „Wir“, das Land, das ihn aufgenommen hat und in dem er nun seine Kunst zeigen kann, profitieren in gewisser Hinsicht von dieser Kraft und Authentizität. Vieles, was Künstlerinnen und Künstler beispielsweise aus der Ukraine mitbringen, wirkt – bei allem Leid und aller Schwere des Erlebten – wie eine Belebung und Bereicherung auf das Theater, die Literatur, den Tanz, die Musik. Als ich mich bei jenem Gedanken ertappte, dachte ich auch sogleich: Es ist gut so. Es macht mich wach. Ich teile etwas Wichtiges und allgemein Gültiges mit anderen Menschen, und das ist kostbar. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Das führt natürlich zu einer generellen und nicht einfachen Frage in Bezug auf das Kunstschaffen: Muss ich erlebt haben, über was ich schreibe? Muss ich Folter am eigenen Leib erfahren haben, um sie darstellen zu können? Habe ich es als Künstler, wie mein Freund Hermann Schulz einmal halb ironisch anmerkte, ohne eine schwere Kindheit schwer? (Er selbst hatte eine solche, voller Verletzungen und Verwerfungen, aber auch Aufbrüchen, und sein Werk zehrt bis heute davon). Nun ist es natürlich relativ, was so eine schwere Kindheit sei. Manchmal liegen seelische Verwerfungen nicht offen zu Tage, um von ihnen erzählen zu können. Manchmal werden Menschen zu Künstlerinnen, weil sie ein Leben lang verstehen wollen, wie sie wurden, der ...]]></description><pubDate>Wed, 06 Sep 2023 06:19:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/durch-ihre-augen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-647]]></dc:identifier></item></channel></rss>