﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 03:56:18 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - September 2024</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/september-2024</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/september-2024" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Zirkel zeichnen Kreise um ein Zentrum]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/zirkel-zeichnen-kreise-um-ein-zentrum</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/825/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/825/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Das neue Happening von Boris Charmatz heißt CERCLES. Der Intendant öffnet damit den Inner-Tanzzirkel für alle Körper, Kulturen und Generationen. Dieses Zirkeltraining ist ein Beitrag zur Vorbereitung auf das Pina Bausch Zentrum. Sein zweiter Baustein (nach Wundertal), der die Stadtgesellschaft Wuppertals mit dem Tanzzentrum in Verbindung bringen will. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Dazu kommt der Start des FRAGILE-Festivals an der Kluse, die gerade eröffneten Spielzeiten der Wuppertaler Bühnen, die WOGA Ost und West und viele andere Termine im Kunst- und Kultur-Kalender mehr. Das Sommerloch schließt sich also und die offizielle Saison startet wieder durch. Ich habe nie ganz verstanden, warum Kunst- und Kulturinstitutionen das Potenzial der Sommermonate mehr oder weniger liegen lassen. Die Zeit im Jahr, in der so viele Menschen doch endlich einmal Zeit haben, Kulturangebote überhaupt wahrzunehmen. In den zehn Jahren, in denen wir in der Kunststation Wuppertal den Schwerpunkt unserer Bemühungen auf die Sommermonate gelegt hatten, um die Sommerpause des benachbarten Bürgerbahnhofs auszugleichen, haben wir mit diesem ehrenamtlichen Ergänzungsprogramm durchweg gute Erfahrungen gemacht und darüber hinaus festgestellt, dass gerade in den Sommerferien sehr viele Menschen auf einen kostengünstigen Tagesausflug angewiesen sind. Kulturelle Teilhabe hat viel mit dem sozioökonomischen Status zu tun. Mit der Frage: Mit welchem frei verfügbaren Einkommen lebe ich? Im aktuellen Kunstforum lese ich von einer Non-Profit-Organisation, die auch, genauso wie wir, Kunst im Bürgerauftrag organisiert. Diese neuen Auftraggeber vermitteln schon seit 2007 zwischen Bürgerinnen und Bürgern, die als Initiatoren für Kunstprojekte auftreten, diese Projekte, an Künstlerinnen und Künstler. Gerne im ländlichen Raum, immer auf der Grundlage eines Protokolls, das der Künstler Francois Hers als Erfinder der Nouveaux Commanditaires 1990 in Frankreich ...]]></description><pubDate>Wed, 25 Sep 2024 00:20:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/zirkel-zeichnen-kreise-um-ein-zentrum</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-825]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Am Anfang war das Wort]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/am-anfang-war-das-wort</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/818/hayatchaoui.jpg" length="125636"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/818/images/hayatchaoui-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Hayat Chaoui 

 Im Anfang war das Wort. Wundersam, wenn zweibeinige Wesen winzige Geräusche und Klänge zu Lautketten verweben und Welten entstehen lassen. Mit dem Wunderwesen ist der anatomisch moderne Mensch gemeint. Der Mensch bedient sich seiner Sprache, um mit seinen Mitmenschen in Kontakt zu treten, soziale Bindungen einzugehen und Wissen auszutauschen. Sprachen berichten von den Welten, wie sie von den Sprechenden wahrgenommen oder auch erfunden werden. Sprache stellt die Brille dar, durch die wir unsere Welt wahrnehmen und erleben und beeinflusst unsere Sichtweise auf die Welt. So wie sich unsere Lebenswelten verändern, so passt sich auch Sprache den Lebenswelten an. 

   
Hayat Chaoui - Foto::Bettina Oswald 

 Weltweit existieren derzeit knapp über 7000 lebende Sprachen. Doch die Unesco warnt: Jede zweite lebende Sprache ist aktuell vom Aussterben bedroht und damit auch jeweils eine komplette Kultur mitsamt ihrer Wissenswelt und biokulturellen Vielfalt. Ganz richtig gelesen, denn es gibt einen wissenschaftlich erwiesenen Zusammenhang zwischen Sprachvielfalt und Biodiversität. Dort, wo eine große Sprachdichte herrscht, findet sich auch eine überdurchschnittlich hohe biologische Vielfalt. Doch Sprachhierarchien weltweit bewirken, dass Sprachen und ihre Sprecherinnen und Sprecher nicht gesehen, gar unterdrückt werden und aussterben. Damit sterben Naturen, Kulturen und das bis dahin tradierte praktische Wissen darüber. Ein berühmtes Beispiel ist die ausgestorbene altägyptische Sprache. Der damit verbundene Pyramidenbau wirft bis heute Rätsel auf. 

 In Deutschland wird offiziell Monolingualität praktiziert. Deutsch gilt als Landes-, Standard-, Verkehrs- und sogenannte Muttersprache. Fast überall wird Hochdeutsch gelehrt und erwartet. Sogar deutsche Dialekte werden eher belächelt oder gar als minderwertig erachtet. Wer unterhält sich denn noch in Wuppertal im Alltag auf Platt? Menschen mit internationaler Familiengeschichte werden nach ihren ...]]></description><pubDate>Tue, 17 Sep 2024 20:26:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/am-anfang-war-das-wort</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-818]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Kultur überschwemmt ihre Möglichkeiten]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-kultur-ueberschwemmt-ihre-moeglichkeiten</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/816/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/816/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Als ich vor hochsommerlichen drei Wochen an dieser Stelle kurz über Notwendig- und Unmöglichkeiten von Kulturarchiven und Nachlassbearbeitungen nachdachte, trug der Text selbst wesentliche Merkmale des Themas: In der Regel reichen der Platz und die Zeit nicht aus, um die aufwerfenden Fragen zu bearbeiten. Seither haben sich im persönlichen Umfeld bereits neue Aufgaben gestellt; ein Orkus nach dem anderen öffnet sich: In der römischen Mythologie steht dieser Begriff für den Abgrund und Zerfall, in der griechischen personifiziert er die bindende Kraft eines Eides. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Beides sei hier freilich nur symbolisch erwähnt für die große Zwickmühle des Bewertens und Bewahrens. Diese beginnt nicht erst im Atelier als Ort anerkannter künstlerischer Leistung, sondern schon vor mancher rein konsumierenden Bücherwand. Kann und soll die enorme Flut, die sich in den reichen, freien und industriell optimierten Jahrzehnten unserer unnormal komfortablen Lebenszeit aufgestaut hat, überhaupt entsprechend bewahrt werden und welchen Preis zahlt die Zukunft dafür? 

 Dies lässt sich – außerhalb des individuellen Handelns – selten so leicht beantworten wie zum Beispiel beim Wuppertaler Pina Bausch Archiv, auf das die internationale Welt des Tanzes und Tanztheaters kaum mehr verzichten kann: Seit mehr als 14 Jahren betreibt die Pina Bausch Foundation diesen einzigartigen Fundus mit inzwischen mehr als 300 000 Fotos, mehr als 9000 Filmen, Arbeitsmaterialien und mehr. Vieles davon ist auch für Sie von zuhause aus im digitalen Archiv und ohne große Vorkenntnisse zu erkunden. 

 Andere lokale Themen bereiten mehr Sorgen: Das Stadtarchiv unserer an Historie und Zusammenhängen überreichen Stadt hat keinen der Fülle und Bedeutung angemessenen Ort und hinkt mit der Digitalisierung anderen Städten hinterher. Dies potenziert sich, wenn im Verglühen der Boomergeneration und in der trendigen Loslösung von materiellem ...]]></description><pubDate>Wed, 11 Sep 2024 04:00:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-kultur-ueberschwemmt-ihre-moeglichkeiten</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-816]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kürzungen sind keine gute Wahl]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kuerzungen-sind-keine-gute-wahl</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/814/anabelpetzold.jpg" length="272243"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/814/images/anabelpetzold-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Anabel Petzoldt 

 Vor einigen Wochen wurde der Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 vorgelegt, in dem massive Kürzungen für die Bundeskulturfonds geplant sind. Insbesondere die Freie Kulturszene wäre davon schwer betroffen. In einer Zeit, in der die Kosten durch die Inflation steigen und Honoraruntergrenzen durchgesetzt werden sollen, sind solche Nachrichten nicht gerade aufheiternd. „Projekte laufen ins Leere, Foren für die freie Szene werden eingestellt, angestellte Kräfte stehen vor der Kündigung“, so steht es in einer Stellungnahme des Kulturrats NRW. 

   
Anabel Petzold - Foto: Petzhold 

 Kein Wunder also, dass diese Pläne auf Protest bei den Akteurinnen und Akteuren der Freien Szene stoßen. Daher wurde eine Petition ins Leben gerufen, die eine Korrektur des Bundeskulturhaushalts 2025 fordert und die bereits von 30 000 Kulturarbeitenden unterschrieben wurde. Die deutlichen Konsequenzen zeigen sich unter anderem dadurch, dass die Streichung von Förderprogrammen zur Diskussion steht, zum Beispiel das „Bündnis internationaler Produktionshäuser“, welches das Touring und Koproduktionen zwischen großen Produktionsorten in Deutschland fördert. Dies hätte eine erhebliche Kürzung der Spielpläne oder im schlimmsten Fall vielleicht sogar das Ende einiger Theaterhäuser zur Folge. 

 Schockierende Aussichten, auch im Hinblick auf die Landtagswahlen am letzten Sonntag, wo sich die AfD in Thüringen als stärkste Kraft abzeichnete. In Sachsen blieb die Partei nur knapp hinter der CDU. In ihrem Wahlprogramm beschreibt die AfD ganz klar, dass Begriffe wie Vielfalt und Diversität in ihrem Kulturbild keinen Platz haben. Vor diesem Hintergrund sollte man sich noch mal ins Gedächtnis rufen, wie demokratierelevant Kunst und Kultur eigentlich sind und welchen Einfluss eine solche Entwicklung auf unsere Gesellschaft nimmt. 

 Obwohl man denken mag, dass die Auswirkungen der Kürzungen nur die Akteurinnen und Akteure der Kulturszene betreffen, werden im Endeffekt alle ...]]></description><pubDate>Tue, 03 Sep 2024 20:51:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kuerzungen-sind-keine-gute-wahl</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-814]]></dc:identifier></item></channel></rss>