﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 13 Mar 2026 14:20:25 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Von einem Wandern zwischen den Welten</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/von-einem-wandern-zwischen-den-welten-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/von-einem-wandern-zwischen-den-welten-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Von einem Wandern zwischen den Welten]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/von-einem-wandern-zwischen-den-welten</link><description><![CDATA[ Seine Stimme und seine Präsenz klingen nach. Am letzten Freitag reiste der irakische Autor Usama Al Shahmani aus der Schweiz an. Er war Gast bei „Literatur auf der Insel“ im Café Ada. Hier hat sich über die Jahre ein legendärer Abend entwickelt, eine Reihe, in der Literatur zum Begegnen einlädt, zum Teilen von Geschichten und Erfahrungen. Berührende Momente entstehen. Als Torsten Krug, Regisseur, Autor und Sänger, sich das Format vor fünf Jahren ausdachte, wurde die Musikerin Katrina Schulz zur Mit-Gastgeberin im Gespräch mit renommierten literarischen Gästen. Das (Mit-)Teilen prägt bis heute den Puls des Abends. Letztes Jahr durfte ich neben Torsten Krug die Staffel als Co-Gastgeberin übernehmen. Schon meine ersten Insel-Gäste, die Autorinnen Nino Haratischwili und Susan Kreller, vermittelten, wie aus dem Erinnern kraftvolle literarische und menschliche Impulse entstehen. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Das „Wandern zwischen den Welten“ begleitet mich seit vielen Jahren. Ganz konkret bekam ich es zu spüren, als ich Mitte letzter Woche aus meiner zweiten Heimat Brasilien wieder ins Tal zurückkehrte. Seit zehn Jahren war ich erstmals wieder auf weiter Flugreise unterwegs. In der vermeintlichen Fremde, in Lateinamerika, habe ich schon vor Jahrzehnten trotz herausfordernden politischen Konstellationen viel menschlich erfrischende Verbundenheit entdeckt. Dieses Wandern zwischen den Welten prägt nicht nur mein Leben, seit der Wiege das unserer halbbrasilianischen Söhne, sondern auch das Leben zunehmend vieler Menschen auf dieser Welt. Das Wandern ist zum Sinnbild unserer Gesellschaft im 21. Jahrhundert geworden. Wie gehen wir damit um? Was heißt es, traumatische Erlebnisse zu verdauen? Was bedeutet die Fremde? Wann entsteht ein Gefühl von Heimat und Vertrauen? 

 „Wer Honig gewinnen will, muss mit Bienenstichen rechnen“, zitiert Usama Al Shahmani ein arabisches Sprichwort, als er kraftvoll und mit Inbrunst im sehr gut besuchten Café Ada aus seinem ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 20:47:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/von-einem-wandern-zwischen-den-welten</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-75]]></dc:identifier></item></channel></rss>