﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 10:11:02 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Die beste Zeit unseres Lebens</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-beste-zeit-unseres-lebens-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/die-beste-zeit-unseres-lebens-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die beste Zeit unseres Lebens]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-beste-zeit-unseres-lebens</link><description><![CDATA[ Der Kulturherbst beginnt, allerorten eröffnen Premieren neue Spielzeiten, starten Ausstellungen, drängeln sich Filme in Kinos, locken Konzerte; der Bücherherbst stapelt Geschichten zu „Scheiterhaufen“, wie sie ein Freund nennt, weil man an ihnen nur scheitern kann. Doch irgendwie bin ich (noch) nicht bereit. In meiner letzten Kolumne dachte ich darüber nach, dass uns für all das die Zeit fehlt. Jetzt hält es mich kaum zu Hause, es zieht mich – in den Wald. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Die Geschehnisse im und um den Hambacher Forst, einst einer der größten Mischwälder Europas und mehr als 12 000 Jahre alt, ziehen mich in den Bann. Auch heute, da ich diese Kolumne schreibe, ein gutes Dutzend künstlerischer Projekte gleichzeitig bearbeitet werden wollen, sitze ich vor dem Laptop und verfolge, was Freunde und Freundinnen per Handy live im Internet teilen. Denn sie sind hingefahren, wie Tausende andere auch, um sich dem Wahnsinn, der profitgesteuerten Dummheit und Rohheit entgegenzustellen: Klima gegen Kohle – Zukunft gegen Vergangenheit. 

 Dazu sehe ich ein Video, das sich dieser Tage im Netz verbreitet: Die Bewohnerin eines Baumhauses, das offenbar kurz zuvor geräumt wurde, berichtet unter Tränen von ihrem jahrelangen Leben im Wald, „raus aus der Gesellschaft“, raus aus „allem, was ihr eingetrichtert worden“ sei. Dabei tut sie etwas für eben diese Gesellschaft. Oder vielmehr: für eine neue. Ein martialisch ausgestatteter Polizist, von dem nur die Augen im Ausschnitt der Stoffmaske zu sehen sind, steht neben ihr, muss es. Er unterbindet ihre sich aufbäumende Brandrede nicht, scheint selbst betreten, dreht sich weg von der Kamera, scheint an Emotionen zu schlucken. 

 „Die denken wahrscheinlich, sie haben gewonnen“, setzt die junge Frau an. „Die können nicht gewinnen, weil sie diesen Wald genauso brauchen. Die haben nicht verstanden, dass wir nicht für uns kämpfen, sondern für uns alle. Sie werden nie verstehen, wie es ist, auf einem Baumhaus ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 20:07:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-beste-zeit-unseres-lebens</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-56]]></dc:identifier></item></channel></rss>