﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 02 May 2026 09:22:59 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - April 2021</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/april-2021-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/april-2021-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wo ist eigentlich vorne? Denkt das Unmögliche!]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wo-ist-eigentlich-vorne-denkt-das-unm246gliche</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/296/img-BirgitPardun1.jpg" length="103152"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/296/images/img-BirgitPardun1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Birgit Pardun 

 Ich wurde neulich gefragt, ob ich eine Kolumne schreiben möchte. Ich, als eine aus der freien Künstler-Szene Wuppertals. Schreiben – darauf wäre ich selbst nicht gekommen. Es fängt schon damit an, dass ich (rein motorisch) nicht gut schreiben kann. Mit circa sechs Fingern treffe ich selten die richtigen Tasten und es entstehen immer wieder bizarre Wortgebilde, in denen Buchstaben vertauscht sind oder gar komplett fehlen. Interessant dabei ist, wie leicht es dennoch fällt, dieses Buchstaben-Allerlei zu entschlüsseln – mein Gehirn zumindest kann damit überraschend gut umgehen. Die Texterkennung meines Smartphones hingegen schlägt zum Beispiel nach zwei eingegebenen Buchstaben Wörter vor, die ich niemals benutzen würde, und konstruiert dann daraus auch noch völlig sinnfreie Sätze. KI, sag’ ich da nur. Die hat gar keine Ahnung, und die kennt mich auch gar nicht! 

   
Birgit Pardun - Foto: Stefan Fries 

 KI ist hoch angesagt, rasant auf dem Vormarsch, gerade in pandemischen Zeiten. Alles voll durchdigitalisiert. Streaming ist das neue Alles. Konzertbesuch, Museumsführung. Genau! Digitaler Rundgang, dass ich nicht lache, wie albern ich das finde, wenn ich mit der Maus durch ein virtuelles Museum rutsche. Brauchen wir einen simulierten Showroom und dazu irgendeinen coolen, aber nichtssagenden, jazzy Groove? Ich fühle mich veräppelt. Museum – das ist doch dieses Gemurmel in den heiligen weißen Hallen, das ist jemand, der „Pschscht!“ macht, Kunst, die stört oder müde macht, und dann doch berührt, wenn man mit einer Freundin leise darüber spricht. Alleine lange auf einer Kunstledercouch vor einem Bild hocken und dabei von dem Wärter beäugt werden. Das ist die Vernissage in einer hippen Galerie. Mit Weinglas im plapperigen Gedränge. Angesäuselt mit welchen reden, die mich beeindrucken oder erschrecken, die aber alle auch Bilder und Kunst lieben. Die Pausen im Theater oder in Konzerten. Ich mag sie nicht. Das Gewusel duftender Menschen, Schlange ...]]></description><pubDate>Tue, 27 Apr 2021 22:07:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wo-ist-eigentlich-vorne-denkt-das-unm246gliche</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-296]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Gemeinsam mit langem Atem]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/gemeinsam-mit-langem-atem</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/295/img-uta-atzpodien1.jpg" length="34621"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/295/images/img-uta-atzpodien1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Uta Atzpodien 

 „Wer‘s glaubt“ leuchtete mir Anfang der Woche am Spätnachmittag entgegen. Neben den Täglich-Brot-Aktivitäten gehört der Blick über die Schultern von Kindern und Jugendlichen im Homeschooling für viele tagtäglich dazu. Unterrichtsmaterial meines Sohnes war ein Artikel von der Autorin Christiane Lutz im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Im Spannungsfeld von Glauben und Wissenschaft geht sie der Frage nach, wie beide neben- und miteinander bestehen können, um mit Trost, Vertrauen, Zuversicht in die Zukunft gehen zu können. Besonders fasziniert haben mich die Worte, bei denen sie davon sprach, dass Glauben für sie in den Momenten des Berührtseins entsteht. Wer kennt sie nicht? Diese Momente, in denen die Zeit still zu stehen scheint, wir uns verbunden, tief beglückt und beschenkt fühlen. Für mich haben sie viel mit der Aura der analogen Begegnung, auch mit Kunst und Kultur zu tun, die uns allen wohl seit über einem Jahr fehlen. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Nicht erst die Gedenkfeier der Corona-Toten am letzten Wochenende, die alarmierende dritte Welle, die überlasteten Intensivstationen oder auch die unendlich wirkenden Grabreihen in Brasilien zeigen uns den fortwährenden Ernst der aktuellen pandemischen Situation. 

 Doch wer tröstet da und steht zur Seite? Gemeinsam unterwegs im Konzert, Theater, Film: Mir persönlich haben Kunst- und Kulturerfahrungen schon über viele Herausforderungen in meinem Leben hinweggeholfen. Sie fehlen extrem. Klar, in Sachen Digitalisierung haben wir alle enorm dazugelernt. So inspirierend jedoch all die Konferenzen, Netzwerktreffen und digitalen Streams der letzten Monate waren und sind, zieht sich doch häufig ein Schleier wie ein Leitmotiv durch all diese Begegnungen. 

 Was mich berührt hat in den letzten Tagen? Und was hilft mir, den Glauben an das Leben, an die Zukunft nicht zu verlieren? Das sind Gänsehaut-Momente wie folgende: die Choreographin Natica Gulich und der Musiker Björn ...]]></description><pubDate>Wed, 21 Apr 2021 07:52:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/gemeinsam-mit-langem-atem</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-295]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Pandemie treibt Prozesse voran]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-pandemie-treibt-prozesse-voran</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/292/img-torsten-krug9.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/292/images/img-torsten-krug9-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Eine Sängerin erzählte mir neulich von einer Probe, bei der ein Tenor ziemlich indisponiert gewesen sei. Er habe dann eingestanden, dass er in Zeiten von Corona eben kaum gesungen, geschweige denn geübt habe. Kürzlich las ich in dieser Zeitung über ein gestreamtes Konzert, der Bariton habe keine leichte Höhe gehabt, da musste ich wieder daran denken, auch wenn es vielleicht nichts damit zu tun hatte. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen: Ich habe es Monate lang kaum geschafft, mich zum Üben oder Einstudieren neuen Repertoires zu motivieren. Auch als Künstler arbeiten wir auf ein Ziel hin, immer wieder. Wenn dieses Ziel wegfällt, fehlt ein entscheidendes Moment. Sängerinnen proben eine Oper, die dann auf Eis gelegt wird und Wochen später plötzlich in einem Feldversuch vor getestetem Publikum aufgeführt werden soll. Also schnell alles wieder hoch holen! 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Finanzielle Sicherheit finden darstellende Künstler auch in Pandemie-Zeiten eher in einer Festanstellung. Künstlerische Energie, habe ich den Eindruck, kann sich aktuell leichter in der Freien Szene entfalten. Diese kann – wie der Name schon sagt – freier und flexibler reagieren. Stipendien, ein Fächer an Förderprogrammen ermöglichen Arbeiten, die in der Form zuvor kaum vorstellbar gewesen wären. Künstler, wenn sie nicht den Kopf in den Sand gesteckt haben, profilieren sich neu, hinterfragen sich und ihr Schaffen, drehen Filmprojekte mit Kolleginnen, ohne sich einmal im wirklichen Leben zu begegnen, die Technik macht`s möglich. 

 Nun kommt er vermutlich, der eigentliche Lockdown, der uns hoffentlich nur kurz an die Kandare nehmen soll, und vielerorts lese ich Hysterisches vom starken Staat. Das scheint mir abwegig. Hätten wir früher die Solidarität und das Vertrauen hoch gehalten, wäre eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes nicht notwendig. Doch das gehört nur am Rande hierher. Überhaupt handelt doch diese Kolumne von der Freien ...]]></description><pubDate>Tue, 13 Apr 2021 21:28:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-pandemie-treibt-prozesse-voran</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-292]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Stau auf der Ereignisautobahn]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/stau-auf-der-ereignisautobahn</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/289/img-tine-lowisch8.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/289/images/img-tine-lowisch8-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Ja, ich gebe zu, auch ich liebe besondere Anlässe. Ich liebe sie, weil es ganz klar zu benennende Ereignisse sind, die unser Verhalten erklären oder sogar herbeiführen können. Diese einzigartigen Beweggründe können sowohl in verlässlicher Folge wiederkehren wie Geburtstage als auch einmalig in Erscheinung treten wie zum Beispiel runde Geburtstage. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Überhaupt sind runde Geburtstage doch wirklich ganz wunderbare Impulsgeber und Anknüpfungspunkte, um mit komplexen Sachverhalten lustvoll umzugehen. Oder sich überhaupt einmal neu mit dem Leben einer Person oder dem Wirken eines singulären Ereignisses angemessen zu beschäftigen und auseinanderzusetzen. Und weil das letzte Jahr aus bekannten Gründen sozusagen weltweit schockgefrostet wurde, gibt es da jetzt so etwas wie einen Stau auf der Ereignisautobahn der ganz besonderen Jubiläen. Der längste Stau in NRW – und das mitten in Wuppertal. 

 Das Friedrich Engels-Jahr wurde offiziell verlängert und so feiern wir zu Recht den 200. Geburtstag des wichtigsten Sohns unserer Stadt einfach weiter, mitten im auf allen Kanälen beworbenen und so auf vollen Touren laufenden Joseph Beuys-Jahr, der heuer 100 Jahre alt geworden wäre. 

 Auch wenn ich es fast schon verstörend beeindruckend finde, wie der Beuys es schafft, in allen Feuilletons so umfangreich besprochen zu werden, während wir unseren Jungen Friedrich Engels am liebsten wieder in die Mottenkiste packen würden, glaube ich: Wir schaffen beide. Denn letztendlich wollten beide das Gleiche: Engels und Beuys stehen für den Willen zur Veränderung und die Überwindung von Missständen. Unseren Friedrich Engels als Thema nun einfach wieder am Geburtsort seines Denkens zu vergessen, wäre dem Universalgelehrten aus Barmen nun wirklich etwas ungehörig gegenüber und würde seinem Ansehen meiner Einschätzung nach auch schaden. 

 Zum Glück steht die offizielle Engels2020-Skulptur noch, wie ein Relikt, ...]]></description><pubDate>Wed, 07 Apr 2021 07:49:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/stau-auf-der-ereignisautobahn</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-289]]></dc:identifier></item></channel></rss>