﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 11:39:35 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Kunst und Kultur f&amp;uuml;r ein Morgen</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kunst-und-kultur-fuumlr-ein-morgen</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/kunst-und-kultur-fuumlr-ein-morgen" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Kunst und Kultur für ein Morgen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-und-kultur-f252r-ein-morgen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/666/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/666/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Letzten Sonntag hörte ich das Masnavi-Duo auf der Insel im Ada: Ein polnischer Jazz-Pianist begegnete einem iranischen Spieler der persischen Geige namens Kamanche. Eine polnische Frau war wegen des Pianisten gekommen und filmte das halbe Konzert mit dem Handy. Sie wolle Werbung machen für dieses tolle Projekt, erklärte sie. Aus der Verbindung von scheinbar Unvereinbarem erwuchs etwas Unerhörtes, Neues: Persische Melodien in ihrer subtilen und vielfältigen Mikrotonalität erklangen vor dem Hintergrund der „westlichen“ Jazz-Harmonien. Das Klavierspiel wurde von der spirituellen Energie der Kamanche aufgeladen und vertieft. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Im Publikum saßen zwei Frauen mit Kopftuch, die gemeinsam gekommen waren und sich während des Konzertes zur Musik wiegten und mit den Füßen wippten. Das war mir ein schönes Bild. Beim Klang der Kamanche schien ihnen das Herz aufzugehen. In der Pause fragte eine der Frauen, wo sie beten könne; wir brachten sie in einen Flur, wo sie Ruhe hatte. Nach dem Konzert bedankten sich beide bei den Musikern und bei uns. 

 Ein Wochenende zuvor erlebten wir rauschhafte, fast magisch anmutende Tage mit den Musikerinnen und Musikern des Festivals für freie Musik: „Brötz 2023!“. Verschiedene Generationen von Künstlerinnen und Künstlern – alle gehörten sie zur Avantgarde ihrer Szene – begegneten sich voller Respekt und Neugier: Musiker, die noch zusammen mit Peter Brötzmann dessen letztes Konzert in London gespielt hatten, und junge Musikerinnen, die den Begriff „Improvisierte Musik“ aktuell neu definieren. Sie alle schufen aus ihrer – teilweise erstmaligen – Begegnung Unerhörtes, das den ganzen Horizont unseres Daseins auszuloten schien. Das ist es wohl, was solche Konzerte zu wahren Ereignissen macht und das Publikum aus der ganzen Welt von den Stühlen riss. 

 Das Sinnbild steckt schon im Begriff „Konzert“, abgeleitet von „concertare“, was sowohl „miteinander klingen“ als auch ...]]></description><pubDate>Tue, 10 Oct 2023 21:11:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/kunst-und-kultur-f252r-ein-morgen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-666]]></dc:identifier></item></channel></rss>