﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 13 Mar 2026 13:43:14 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Von Geschichten zu Geschichte</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/von-geschichten-zu-geschichte</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/von-geschichten-zu-geschichte" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Von Geschichten zu Geschichte]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/von-geschichten-zu-geschichte</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/795/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/795/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 In der Schule habe ich mich nie sonderlich für Geschichte interessiert. Die Bücher für dieses Fach schienen mir öd; oft fiel es mir schwer, längere Abschnitte darin zu lesen, geschweige denn, mich mit ihren Inhalten zu verbinden. Geschichten hingegen haben mich schon immer fasziniert – nicht der ordnende Blick von oben aufs große Ganze, sondern der einzelne, individuelle Blick auf eine Zeit, ein Erlebnis, in unsere Welt, auf uns selbst. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Der Wuppertaler Schriftsteller Karl Otto Mühl meinte einmal, dass eigentlich nur die Literatur uns vergangene Zeiten vergegenwärtigen könne. Nur durch sie wissen wir, wie es sich anfühlt, im Ersten Weltkrieg in einem Schützengraben gelegen zu haben, im 19. Jahrhundert Monate auf der Suche nach der verlorenen Zeit in einem Bett zu verbringen oder im 18. Jahrhundert Liebeskummer und Todessehnsucht zu empfinden. Wir können mit Schrecken nacherleben, wie es ist, in einer Diktatur zu überleben, im Irak im Gefängnis zu sitzen – und: die Literatur kann Welten entwerfen, die es noch gar nicht gibt! Literatur, so Biennale-Gast Michael Köhlmeier, ist eine Feier des Konjunktivs – und dabei nicht weniger wahr. Sie und die Kultur im Allgemeinen beeinflussen, wie wir auf vergangene, zukünftige und mögliche Zeiten blicken. Das macht sie für Diktatoren, die genau das kontrollieren möchten, so brandgefährlich. 

 In meiner letzten Kolumne dachte ich über die Beeinflussung durch digitale Medien nach. Diese scheinen heute weitaus wirkmächtiger als Kunst und Kultur und verbreiten ihre Informationen mit hohem Sendungsbewusstsein. Dabei nutzen sie selbstverständlich künstlerische Mittel. Längst scheinen sie wahlentscheidend zu sein und Entwicklungen auf der ganzen Welt zu beeinflussen, oftmals gezielt gesteuert von politischen Machthabern und deren Interessen. 

 Auch Geschichte erscheint im Internet in neuem Licht, wird zunächst vielstimmiger, was ein Gewinn sein kann: nichts ...]]></description><pubDate>Tue, 16 Jul 2024 22:33:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/von-geschichten-zu-geschichte</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-795]]></dc:identifier></item></channel></rss>