﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 30 Apr 2026 06:27:22 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Wie stabil ist das Trotz alledem der Kunst?</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/wie-stabil-ist-das-trotz-alledem-der-kunst</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/wie-stabil-ist-das-trotz-alledem-der-kunst" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wie stabil ist das „Trotz alledem“ der Kunst?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wie-stabil-ist-das-trotz-alledem-der-kunst</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/696/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/696/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 „Wieso sind denn da auch Krokodile im Regal?“ Die Stimme der Besucherin klang freundlich entrüstet. „Krokodile sind kein Kitsch. Niemals! Krokodile sind einfach Krokodile.“ Ich konnte ihr nur recht geben, denn genau darum ging es in der Kitsch-Ausstellung in der Rathaus Galerie: einen Begriff der willkürlichen Bewertung, der im explodierenden Massenkonsum vor etwa 150 Jahren populär wurde und heute die gesamte Warenwunderwelt durchdringt, subjektiv zu hinterfragen. Weder erhob sich die Ausstellung über persönliche Geschmäcker noch schwang sie eine Keule gegen ästhetische Ausformungen dessen, was unsere Sehnsüchte bedient, während die Welt in Sorgen zerbröselt. Sie forderte zum Nachdenken übers eigene Bewerten auf und vielleicht noch dazu, nicht jeden der zahllosen Zuckerstoffe ins eigene Leben zu stopfen. Pünktlich vorm Fest der Umsatzliebe ist sie nun beendet; es bleiben viele gute Gespräche über Auslegungssachen, das Rechthaben und die unendlichen Weiten zwischen Schwarz und Weiß. Und über die Kunst, die sich einst – je nach kultureller Konditionierung – so bequem vom Kitsch abscheiden ließ. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C:Paravicinir 

 Das Nachdenken über solche Themen fällt mir in der weltpolitischen Großwetterlage nicht allzu leicht. Das angestrengte Verfolgen der Nachrichten im Willen, etwas verstehen zu wollen, steht immer hinter dem Drang, dass die Kulturarbeit trotz alledem weitergehen muss: mit Neugier und Freude sowohl am Bewahren als auch am Entwickeln. Kriege, Klima und Gelüste am Totalitären wachsen tief ins inhaltliche Arbeiten hinein; Erkenntnisse oder Lösungen liegen jedoch fern. Und der zunehmende angstgetriebene Hass auf alles, was anders ist als man selbst, lässt manche Kunsttreibenden zweimal überlegen, ob sie sich aus dem oft kleinen Schutzraum ihres sicheren Publikums aufs freie Feld hinauswagen. Doch kommt es hier nicht auf Ergebnisse und Profite an: Eine Leistung künstlerischen Agierens ist bereits, ...]]></description><pubDate>Thu, 30 Nov 2023 11:58:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wie-stabil-ist-das-trotz-alledem-der-kunst</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-696]]></dc:identifier></item></channel></rss>