﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 10:34:32 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - November 2019</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/november-2019-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/november-2019-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Jeder Mensch ist ein Pflegender]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/jeder-mensch-ist-ein-pflegender</link><description><![CDATA[ Von Max Christian Graeff 

 Das Jahr ist fast verdampft. Zwar hat der Boden längst noch nicht genug getrunken, doch konnten wir mal wieder jauchzend in die Pfützen springen. Die meisten stürzen sich aber lieber dem Alter und der Kultur gehorchend kopfüber in die Glühweinbecken. Der Rausch hat Konjunktur! Jede Bewegung aufs Fest hin ist bestens geübt; die Keks- und die Koksschwemme sind in aller Munde. Überall steht: „Mit Gelinggarantie!“ Wenn schon die Menschenwürde vor die Hunde geht, sollen wenigstens die Zimtsterne vorbildlich am Gelinghimmel glänzen. Doch zum Glück gibt es viele, bei denen die Kultur selbst während des Gebimmels über den selbstoptimierten Tellerrand hinausreicht. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Wobei es mit dem Kulturbegriff noch nie einfach war. Ein Musterbeispiel an Beliebigkeit las ich auf dem Banner der International Federation of Arts Councils and Culture Agencies: „The future we want includes culture.“ Ist das nicht in aller Banalität absurd? Wenn wir eine Zukunft haben, wird diese die Kultur nicht beinhalten, sondern selbst ganz und gar Kultur sein. Und wenn wir keine haben, wird auch dies Kultur sein, eben eine der Auslöschung. Es gibt heute eine verwirrende, fast schmerzhafte Spreizung der Vorstellungen, was Kultur sei. Ein Konsens darüber in unserer Gesellschaft und erst recht zwischen verschiedenen Gesellschaften ist gar nicht mehr möglich. Kultur umschließt – jenseits von Leistung und Produkt –das ständig notwendige Aushandeln unserer Art und Weise, wie wir uns bekämpfen oder pflegen: in der cultura animi, der Pflege des Geistes, oder der cultura agri, der Pflege der uns versorgenden Natur. Wobei wir bezüglich dieses Gebens und Nehmens derzeit wohl auf dem Höhepunkt der Unkultur angelangt sind, trotz oder wegen der Zimtsterne. 

 Ein heutiger Schlüsselbegriff ist die „kulturelle Teilhabe“. Teilhabe bedeutete einst, den anderen (meist behinderte, ausgeschlossene Menschen) in die „normalen“ ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 22:46:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/jeder-mensch-ist-ein-pflegender</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-104]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wem gehört die Stadt?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wem-geh246rt-die-stadt</link><description><![CDATA[ Es ist düster draußen. Die Tage werden kürzer. Nicht nur dieses jährlich wiederkehrende Novembertief nimmt Zuversicht. Auch ernüchternde Erfahrungen tragen dazu bei. So meldet sich auch Wut: Kickboxen, Meditation, Mediation wären nicht schlecht. Hier könnten Fragen helfen, um nicht nur mich, andere und unsere ganze (Stadt-)Gesellschaft weiterzubringen. Gleich mit von der Partie bitte auch der Mut, Fehler machen zu können und daraus zu lernen. Kunstschaffende kennen sich damit aus. 

   
Uta Atzpodien - Foto: Ralf Silberkuhl 

 Ganz lebendig erinnere ich mich an „Mensch:Utopia“, ein performativ-audiovisueller Film, der 2016 großformatig zwischen prominenten Rednern in der Stadthalle und anderen Orten gezeigt wurde. Menschen aller Couleur fragten wir, was sie sich für ihre Zukunft in Wuppertal wünschen und filmten sie, den eigenen Antworten lauschend. Der Wunsch nach gemeinsamen Werten, Teilhabe und Menschlichkeit zog sich durch den ganzen Film, nach einem achtsamen Umgang miteinander, einem gemeinsamen Gestalten der Zukunft und danach, dass Menschen einander wahrhaft zuhören. 

 Und weiter mit „Wem gehört die Stadt?“ (ein übrigens anregender Film über eine Kölner Bürgerinitiative): Seit ein paar Jahren setzt sich das Freie Netzwerk Kultur engagiert und ehrenamtlich dafür ein, dass mehr Dialoge in der Stadt entstehen, etliche erfolgreiche, gut besuchte Veranstaltungen mit 40 bis 80 Teilnehmenden gab es, die sogar überregional für Aufmerksamkeit sorgen. Im Wuppertal Institut zum Beispiel arbeitete „Kunst trifft Wissenschaft“ zu Kunst und Transformation. Mehrere Ausgaben von „Kunst trifft Wirtschaft“ gab es, in den Riedel-Hallen, der Stadtsparkasse oder bei Knipex und jüngst im vergangenen Mai im Rathaus geschah „Kunst trifft Politik“. Hier wurde mit Politik und Verwaltung über einige Themen gesprochen, auch das Pina Bausch Zentrum. Transparenz, Partizipation und Kompetenz sind gefragt. Für die Besetzung von Stellen im Kunstbereich hieße das, Entscheidungen ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 22:44:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wem-geh246rt-die-stadt</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-103]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Die Kunst als Lagerfeuer]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/die-kunst-als-lagerfeuer</link><description><![CDATA[ Von Torsten Krug 

 In meiner Eigenschaft als Jurymitglied für den Deutschen Kinderhörspielpreis der ARD und der Film- und Medienstiftung NRW durfte ich vergangene Woche wieder zu den jährlichen Hörspieltagen nach Karlsruhe reisen und dort Erstaunliches erleben: Viele Menschen sitzen in einem Raum und hören gemeinsam ein Hörspiel. Danach lauschen sie der Diskussion der Jury (einer anderen, nicht der meinen) und den Gesprächen mit Macherinnen und Machern. Ich sitze dann da und frage mich: Hättest du das zu Hause, am Laptop oder live im Radio auch so gehört? Abgesehen von den Diskussionen natürlich: Hätte Dich diese Arbeit so erreicht wie hier und jetzt in diesem abgedunkelten Saal im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe? 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Die Rolle von Kunst und Kultur als Lagerfeuer, an dem wir zueinander finden, an dem wir uns Geschichten erzählen, uns zuhören, ab und zu sinnierend ins Feuer blicken und die Ewigkeit oder unser aller Vergänglichkeit spüren – diese uralte Rolle wird heute, meine ich, immer wichtiger. Im gemeinschaftlichen Erleben kann ich so sehr bei mir sein wie selten, und teile dieses „bei mir Sein“ gleichzeitig mit mir unbekannten Menschen. Während die Schauspielerin einen Satz sagt, der in mir etwas an seinen einzig richtigen Platz fallen lässt, beobachte ich einen anderen Menschen, wie er vor mir sitzt, die Wangen in die Hände stützt, die Ellbogen auf den Knien, die Augen geschlossen. Ich bin Teil einer menschlichen Wahrnehmung, atme die Reaktionen im Raum, teile, was nicht nur mich, sondern offenbar viele betrifft. 

 Szenenwechsel: Die Eröffnung der Duisburger Filmwoche, ebenso vergangener Woche. Nach einleitenden Reden der erste Film: „Hambi – Der Kampf um den Hambacher Wald“ (aktuell zu sehen in der ZDF Mediathek). Vor über einem Jahr habe ich eine Kolumne rund um diese kreative Besetzung eines Restwaldes geschrieben, darin vorkommend ein Videoschnipsel, den man bis heute auf YouTube sehen kann: ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 22:41:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/die-kunst-als-lagerfeuer</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-102]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Leerstand ist Freiraum mit vielen versteckten Geschichten]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/leerstand-ist-freiraum-mit-vielen-versteckten-geschichten</link><description><![CDATA[ Von Tine Lowisch 

 Heute werde ich Ihnen von einem Kunst - und Kulturtreffen der Extraklasse, das letzten Samstag in Wuppertal stattgefunden hat, erzählen. Was war da los? Pünktlich um 15 Uhr startete ein Event, das der Veranstalter, der Verein 701, eine gemeinnützige Initiative Düsseldorfer Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur, Wirtschaft und Politik, die wohl flächengrößte Kunstausstellung Nordrhein-Westfalens außerhalb eines Museums nennt. Diese Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des amtierenden Oberbürgermeisters unserer Stadt. Sie läuft in Kooperation und unter der Ko-Kuration des ihm unterstellten hiesigen Kulturbüros. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Und tatsächlich: Alle, mit denen man rechnen konnte, waren da! So sind wir Wuppertaler: Wir kommen, wenn es was Neues gibt, und sind dann für kurze Zeit sehr aufmerksam und froh. Der neue Eigentümer der historischen Bandweberfabrik Kaiser und Dicke in Heckinghausen inszenierte mit dieser temporären Open-Space Ausstellung ihr Projekt, ein Baudenkmal kreativ in die Zukunft zu führen. Die Idee vom Wohnen und Arbeiten für Kreative, oder vielleicht besser vom Arbeiten und Wohnen in der direkten Nachbarschaft zu Künstlerinnen und Künstlern soll freiere Räume geben, ist mitten im Geist der Gegenwart platziert und wird wie an so vielen anderen Orten in der Welt, auch an dieser Stelle bestimmt neue Impulse setzen. So wallfahrteten wir Wuppertaler vereint mit den Kollegen aus der Landeshauptstadt zur jungen internationalen Kunst – geboten von 51 kuratierten, bildenden Künstlern, die sich mit ihren Artefakten auf die Aura von Bändern, Litzen und historischer Architektur bezogen. Hat die dargebotene Kunst dort in ihrem Ausdruck nun die Definition von Kunst erweitert? Diese Frage ist wie immer schwer zu beantworten. Ich finde aber schon. Irgendwie. 

 Die Gastgeber agierten äußerst liebevoll, der Hype war da und es hat großen Spaß gemacht. Wann unterhält man sich schon einmal mit ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 22:39:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/leerstand-ist-freiraum-mit-vielen-versteckten-geschichten</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-101]]></dc:identifier></item></channel></rss>