﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Sat, 11 Apr 2026 17:49:31 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Ein Martin f&amp;uuml;r alle - Pl&amp;auml;doyer f&amp;uuml;r den pers&amp;ouml;nlichen Zugang zur Kunst</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/ein-martin-fuumlr-alle-plaumldoyer-fuumlr-den-persoumlnlichen-zugang-zur-kunst</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/ein-martin-fuumlr-alle-plaumldoyer-fuumlr-den-persoumlnlichen-zugang-zur-kunst" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Ein Martin für alle: Plädoyer für den persönlichen Zugang zur Kunst]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ein-martin-f252r-alle-pl228doyer-f252r-den-pers246nlichen-zugang-zur-kunst</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/707/petergrabowski.jpg" length="114880"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/707/images/petergrabowski-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Peter Grabowski 

 Das allererste Mal in einem Kunstmuseum war ich mit 22. Ein Freund hatte mich mitgenommen, genauer gesagt hatte Martin mich überredet, ihn zu begleiten. Nur deshalb stand ich auf den Tag genau heute vor 34 Jahren im Kölner Museum Ludwig vor Salvador Dalis großformatigem Gemälde „Der Bahnhof von Perpignan“. Man kann das Bild kaum anders beschreiben, als eine im wahren Sinne des Wortes irre Kombination aus scheinbar zusammenhanglos platzierten Menschen, landwirtschaftlichen Gerätschaften, einer Lokomotive und dem gekreuzigten Christus. Nicht nur den Gottessohn bemerkt man in Dalis gekonntem Spiel mit Licht und Schatten erst nach längerem Hinsehen, aber umso nachdrücklicher. Ich war wie vom Donner gerührt. In diesem Moment habe ich verstanden, was Kunst kann und vielleicht nur sie: Uns die Welt so zeigen, wie sie eben nicht ist, aber sein könnte. 

   
Peter Grabowski - Foto: Sabina Sabovic 

 Dieser Augenblick hat nicht weniger als mein Leben verändert. Das klingt übertrieben und auch etwas kitschig, ich weiß das, aber es ist wahr: Plötzlich hatte ich – der Sohn einer Verkäuferin und eines Drehers, der bis dahin weder im Theater noch in einem klassischen Konzert gewesen war, geschweige denn in einem Kunstmuseum – Zugang zu einem neuen und ganz eigenen Kosmos bekommen. In den Jahren seither habe ich vieles im Leben erst durch die Kunst wirklich verstanden: Literatur und Malerei, Schauspiel und Film haben mir Einsichten verschafft, die ich ohne sie vermutlich nicht hätte. Heute habe ich sogar beruflich mit Kunst zu tun und berichte als Journalist deutschlandweit über Kulturpolitik. Ob all das auch ohne meinen Freund Martin passiert wäre, der mich an diesem kalten, sonnigen Januartag 1990 mit ins Museum geschleppt hat? 

 Mehr als 80 Prozent der Erwachsenen hierzulande befürworten in Umfragen die staatliche Finanzierung von Kultureinrichtungen. Doch nur halb so viele sagen, dass sie die Theater, Museen und Bibliotheken auch selbst ...]]></description><pubDate>Wed, 03 Jan 2024 07:43:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ein-martin-f252r-alle-pl228doyer-f252r-den-pers246nlichen-zugang-zur-kunst</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-707]]></dc:identifier></item></channel></rss>