﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 11:37:33 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Erinnerung an das Erinnern</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/erinnerung-an-das-erinnern-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/erinnerung-an-das-erinnern-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Erinnerung an das Erinnern]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/erinnerung-an-das-erinnern</link><description><![CDATA[ Von Max Christian Graeff 

 Die Schule hat begonnen; das Brummen des Neubeginns lässt das Tal erbeben. Endlich Schluss mit pieksenden Tannennadeln zwischen den Zehen; fast 30 Millionen Symbolbäume sind von den Straßenrändern zu holen. Sinnfragen und Verteidigungen zum Reigen der Weihnachts- und Silvestersünden („Da wird man wohl noch böllern dürfen!“) haben Pause und wir blicken voll Schrecken auf die Eilmeldungen unserer Tage. Wo hatten wir vor drei Wochen aufgehört, bevor die Kolumne der freien Kultur pausieren musste? Bei der werten Kollegin Uta Atzpodien ging es um Foren, Dialoge und das Aushandeln der Bedingungen für gesellschaftliche, kulturelle Prozesse, um deren oftmaliges Fehlen zwischen Verwaltung, Regierung und Bevölkerung und um den Wert der Kunst. Enorm wichtiges Thema, und doch verhallte es schnell zwischen den Glühweinbuden; erinnern Sie sich? Und nun ist die Welt wieder neu. Meine geplante Anschlussüberschrift „Impeach yourself – Enthebt Euch!“ wandert vorerst in den Müll. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Was aber nun? Die Feiertage zum Jahresende waren wie immer welche des mal gelingenden, mal explodierenden Miteinanders; man hockt zusammen und erzählt von dem, was war, von Erinnerungen, von der Familie und dem ewigen Streit über die gute oder böse alte Zeit. Analoge Fotokisten werden hervorgeholt und wie jedes Jahr der Wunsch geäußert, die Alten hätten nun endlich zu beginnen, ihr Leben und die Familienklamotten aufzuschreiben, Opas Vertellchen und Omas Gedöns, denn sonst ginge dies bald verloren, nicht nur im zunehmenden Alzheimer, sondern im Rausch des stetigen Neubeginns. Doch meist werden diese Wünsche zusammen mit dem kahlen Baum an die Straße gestellt – denn es geht ja voran; so viel Gegenwart war nie! Vermutlich war das schon immer so. 

 Wenn wir uns in heutigen Überlebensfragen so sehr nach vorne konzentrieren müssen, hat der Blick nach hinten einen zweifelhaften Ruf. Bleiben wir bei der Regionalgeschichte: ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 22:54:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/erinnerung-an-das-erinnern</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-108]]></dc:identifier></item></channel></rss>