﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Wed, 29 Apr 2026 03:24:29 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Immer sch&amp;ouml;n fl&amp;uuml;ssig bleiben</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/immer-schoumln-fluumlssig-bleiben</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/immer-schoumln-fluumlssig-bleiben" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Immer schön flüssig bleiben]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/immer-sch246n-fl252ssig-bleiben</link><description><![CDATA[ Von Max Christian Graeff 

 Et plästert. Das Tal fällt ins windige Grau und der Boden saugt und säuft so gluckernd, dass man es durch die dicksten Mauern hört und sich fragt, wann wohl der dunkel rollende Rülpser kommt. Aber dazu reicht der Regen noch nicht, und die Erde ist kein japsender Teenager mehr. In der Zeitrechnung der Gelehrten steckt sie in den „besten Jahren“ – und dank humanoidem Virenbefall in einem akuten Fieberschub. Es wird ihr natürlich gelingen, sich von uns zu befreien; schmerzhaft ist allein, wie vehement wir selbst daran mitwirken. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Noch vor den Menschen sterben ihre Sprachen. Die Linguisten zählen etwa 6500 weltweit, doch Hunderte stehen kurz vor dem Aussterben. Man sagt, dass alle zwei Wochen eine Sprache verschwindet. „Dobuten is et am rähn. Nee, et fisselt man blos, nee et siept, et fängt an te plästern. – Do is nix an te maken, me mott sek schecken.“ So schreibt der Elberfelder Schriftsteller, Sprachsammler und Hörspielpionier Paul Pörtner, der vor 35 Jahren starb. Im Januar 2025 würde er hundert Jahre alt. Sein von Spracherforschungen und literaturhistorischen Dokumentationen überquellender Nachlass ruht in den Regalen der Stadtbibliothek, und zur tatsächlichen Aufarbeitung fehlen Geld und Zeit. Es wäre schade, wenn unsere Stadt dieses so reiche Archiv verlöre, ohne zumindest ein veranstaltungs- und publikationsreiches Pörtner-Jahr gemacht zu haben. Denn mit ihm ginge uns ein überreiches, noch nicht vollends entdecktes und zum großen Teil schon wieder vergessenes literarisches Lebenswerk sowie ein wahres Sprachlabor verloren. 

 „Sprachlabor“ – so hießen ab den 60er-Jahren innovativ ausgestattete Lernräume in vielen Schulen. Der Gedanke vom Lernen durch das Hören und Nachsprechen nichteigener Sprachen war vermutlich gut; an eine gelingende Umsetzung kann sich kaum noch jemand erinnern. Heute ist die Technik in jeder Hosentasche daheim, doch sie dient im Alltag meist nicht der ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 22:25:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/immer-sch246n-fl252ssig-bleiben</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-96]]></dc:identifier></item></channel></rss>