﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Thu, 12 Mar 2026 10:57:55 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Ist das alt oder kann das weg?</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/ist-das-alt-oder-kann-das-weg-1</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/ist-das-alt-oder-kann-das-weg-1" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Ist das alt oder kann das weg?]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ist-das-alt-oder-kann-das-weg</link><description><![CDATA[ Von Max Christian Graeff 

 Wir haben es geschafft! – Der richtige Anfang für die Kolumne, die gefühlsmäßig noch im grauen Januar entsteht, in diesem staubigen Abstellraum für alte Fotokalender, Kassenbelege und Flickwäsche, zwischen „noch“ und „schon“, zwischen Traum und Vergessen. Der ausbleibende Schnee schmälert das Tageslicht und im langen Lampenschein haben auch die freischaffenden Kulturunternehmer jede Menge zu tun: Belege sortieren, Notizhaufen lichten, Rettungsjobs suchen und neue (Un-)Möglichkeiten schaffen. Zwischen zahlreichen Treffen zu kommenden Unternehmungen müssen die Stapel mit der Kulturwäsche in den Schrank: gescheiterte Ideen und Entwürfe, Fehlgeplantes und Aufgeschobenes; allzu wenig bekommt den Stempel „Erledigt“ und wandert ins Archiv. Es erstaunt immer wieder, welche Mengen an Papier und Daten das Arbeiten für den Moment erzeugt und wie unsichtbar dies hinter allem Erleben von öffentlicher Kultur bleibt. 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Wenn alle Aktiven der freien Kulturarbeit ihre Büros, Lager und verborgenen Kammern an einem Ort zusammentragen würden, kämen wir kaum mit der „Bastille“ aus, dem Höschenbunker am Döppersberg – obwohl ein solcher Kulturpalast doch ein angemessenes Entrée unserer innovationsgeschichtlich so reichen Stadt wäre. So faszinierend der Gedanke an ein Zeughaus künstlerischen Schaffens als ein Röntgenbild des sonst Verborgenen auch ist: Die Kosten würde die Verwaltung nicht tragen wollen, denn der auch monetär beträchtliche Gewinn, den die Kunst und Kultur faktisch im Stadtgefüge erzielt, versickert ja unsichtbar an anderen Orten und wird nur zum Teil als „Förderung“ wieder in die kreativen Berufssparten zurückgeleitet. 

 Die Frage, warum sich Wuppertal mit der Wertschätzung der nichtinstitutionalisierten Künste trotz neuer Verständigungen immer noch so schwertut, steckt im mentalen Kern unserer Region. „Alles ist Kirche und Handel“ lautet der Titel eines Buches von 1980, und mit ihm ...]]></description><pubDate>Fri, 26 Jun 2020 23:03:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ist-das-alt-oder-kann-das-weg</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-112]]></dc:identifier></item></channel></rss>