﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 01 May 2026 03:57:03 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - März 2025</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/märz-2025</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/märz-2025" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Schwieriger Umgang mit Nachrichten]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/schwieriger-umgang-mit-nachrichten</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/920/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/920/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 Wann hat das eigentlich angefangen, dass man auf die Frage „Wie geht`s?“ zu hören bekommt: „Na ja, nicht so gut – angesichts der Weltlage“? Oder: „Mich nimmt das alles sehr mit – die Weltlage“? Ich nehme mich von diesen Antworten nicht aus und kann sie sehr gut verstehen. Nicht die persönliche Situation, eine private Entwicklung scheinen manchmal am bedeutsamsten, sondern: „die Weltlage“. 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Die Kriege auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien Anfang der 90er Jahre waren vielleicht die ersten, bei denen wir als Zuschauende »live« dabei waren. Ich erinnere mich an verwackelte Nachtkamera-Aufnahmen von Raketeneinschlägen in der Tagesschau. Das war damals neu und erschütternd, es ließ mich nicht gleich los. Die Rolle der Medien wurde damals durchaus diskutiert. 

 Heute scheint es normal, beim Warten an der Bushaltestelle auf dem Handy die Nachrichten zu checken und dabei unter Umständen Bilder oder Film- und Tondokumente von Kriegsverbrechen in sich aufzunehmen. Die eigene Psychohygiene scheint wichtiger (und notwendiger) denn je: Was sehe ich mir an, was nicht? Hinzu kommen Fragen: Welche Information stammt von wem? Welche Perspektive erlebe ich hier? Und seit Neuestem: Ist das überhaupt real? 

 Vergangene Woche haben der Autor Marc-Uwe Kling und mehr als 100 weitere „Originale“ einen Aufruf gestartet, in dem sie ein Verbot des Fälschens echter Menschen fordern. „Rettet die Demokratie vor Deepfakes und manipulativen Bots!“ Ein Tsunami an Fälschungen rolle auf uns zu, der es immer schwerer mache, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. 

 Manchmal wünschte ich mir fast, vieles von dem, was wir tagtäglich an Nachrichten zu sehen bekommen, wären (erklärte) Deepfakes und ich bräuchte mich nicht damit zu beschäftigen. Manche Menschen empfinden sich gelegentlich selbst als Deepfakes – eine psychologische Disposition, wie sie bereits die Romantik kannte, inklusive Doppelgänger und ...]]></description><pubDate>Tue, 25 Mar 2025 22:59:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/schwieriger-umgang-mit-nachrichten</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-920]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Wir Wuppertaler sind Helden der Treue]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/wir-wuppertaler-sind-helden-der-treue</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/917/tine-lowisch1.jpg" length="35950"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/917/images/tine-lowisch1-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Tine Lowisch 

 Und wieder einmal steht im Wuppertaler Kulturbetrieb alles auf Anfang, denn Intendanten, Geschäftsführer und auch Dirigenten der großen Kulturinstitutionen ziehen bald weiter und machen Platz für neue Versuche, Anordnungen und Experimente. Es braucht, so hört und liest man, trotz vereinbarten Stillschweigens wieder einmal einen frischen Blick von außen, und natürlich geht damit der eine oder andere Perspektivwechsel einher. 

   
Tine Lowisch - Foto: Claudia Scheer van Erp 

 Diesen Floskeln, die die hohe Fluktuation in den verantwortlichen Stellen begleiten, laufen die Wuppertalerinnen und Wuppertaler wie Graugänse hinterher. Denn genauso treu wie diese können die Menschen dieser Stadt einfach nicht weniger loyal sein, selbst wenn sie sich vielleicht betrogen fühlen könnten. Eine eingeprägte Treue gehört hier im Tal einfach zum genetischen Code. Treue, gepaart mit grenzenlosem Vertrauen und einer guten Portion lokalem Starrsinn. 

 Auf der anderen Seite leben und arbeiten glücklicherweise sehr viele freie Künstlerinnen und Künstler schon seit Generationen vor Ort. Sie helfen sich gegenseitig. Sie sind und bleiben sich, wie gute Freunde eben, treu. Im Grunde kennt, achtet und betrachtet sich die lokale Kreativwirtschaft schon seit Anfang der 80er Jahre untereinander ganz genau. Das Problem dieser Helden der Treue mit ihren mittlerweile in Würde gealterten Biografien ist, dass auch sie leider Ikonen brauchen. Und das Problem dabei ist, dass die Welt das im Moment nicht mehr leisten kann, denn neue Begeisterung aufzubauen braucht einfach ihre Zeit. Doch die haben wir nicht mehr und genau darum geben wir sie dem künstlerischen Nachwuchs kaum mehr. 

 Und so habe ich manchmal das Gefühl, dass das Wuppertaler Publikum nur noch bereit ist, für das zu klatschen, was einmal war. Ich kann das teilweise auch gut verstehen, denn es ist den Meisterinnen und Meistern ihrer jeweiligen künstlerischen Klassen gegenüber natürlich nur fair und auch ...]]></description><pubDate>Tue, 18 Mar 2025 21:32:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/wir-wuppertaler-sind-helden-der-treue</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-917]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Über Stock und über Steine]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/ueber-stock-und-ueber-steine</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/913/max-christian-graeff3.jpg" length="37929"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/913/images/max-christian-graeff3-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Max Christian Graeff 

 Zumindest vom Wetter her war das Wochenende famos: Entspannung strömte durch die kalten Knochen auf ihren Wegen durch unsere Stadt- und Randwälder; die Strahlen des Vorfrühlings wärmte die Gemüter und auch die Amseln wagten sich weit aus der Deckung, um auf den kargen Beeten den Krimskrams zu sortieren, den sie schon bald zum Nestbau brauchen könnten. Ich habe im Herbst extra alles liegen lassen, damit sie nun genug zu shoppen haben und sich in ihrer Begeisterung nicht mal am ohrenbrechenden Getöse der gigantischen Maschinen stören, die auf dem Gleisbett nebenan das Unterste zuoberst wenden. Tag und Nacht schuften die orangefarbenen Arbeiterscharen derzeit auf der breiten Trasse westlich der Steinbeck, die unsere Stadt einst als erste Bahnstrecke Preußens mit dem Welthandel verband. Wenn man die Begriffe „Rückstand“, „marode“ und „Reformstau“ ausblendet, könnte man glatt meinen, es würde sich etwas Richtung Zukunft entwickeln … 

   
Max Christian Graeff - Foto: C. Paravicini 

 Inmitten des Getöses verzweifelte ich am Bau der Natursteinmauer und las zwischendurch im neuen, jungen Gedichtband von Samuel Kramer: Der kleingeschriebene Titel „endlich regen“ liest sich vieldeutig und im Band geht es um alles. „Berichte entfesselten Wetters warten auf Freigabe. / Ländereien auf Bewohnbarkeitsupdates. Es gibt hier / keine Verbindungen. Versuchen wir es später“ – Was für eine gute Arbeit, dachte ich im Lärm: An der poetischen Feststellung des Gesamtzustandes, am nur noch hypothetisch möglichen guten Leben aller und am Widerstehen gegen die Sprachen der Macht, die uns in die Ängste treiben. Denn das Verstummen ist keine Alternative. Dasselbe, was in der vorigen Woche unser Kolumnengast Christian von Grumbkow von den Farben und Leinwänden berichtete, gilt doch auch für alle anderen künstlerischen Gewerke: Es zählt nicht mehr nur das Dürfen und Sollen auf eingefahrenen und eben auch marode gewordenen Gleisbetten der Förderung und ...]]></description><pubDate>Wed, 12 Mar 2025 02:38:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/ueber-stock-und-ueber-steine</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-913]]></dc:identifier></item><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Einfach mal machen]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/einfach-mal-machen</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/904/christianvgrumbkow.jpg" length="131444"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/904/images/christianvgrumbkow-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Christian von Grumbkow 

 Traurige Zeiten? Ängste und Unsicherheit? Politische und soziale Querelen? Populistische Figuren bestimmen die Debatten, und wir finden uns oft ratlos und verunsichert wieder. Das Geld wird knapper, und gerade die freie Kulturszene fragt sich angesichts drohender Kürzungen: Wie geht es weiter? Noch mehr Selbstausbeutung oder Resignation? Auch ich kenne diese Gefühle nur zu gut. Es gab Phasen, in denen ich ernsthaft an meiner Arbeit und den finanziellen Herausforderungen gezweifelt habe. Die Kunstwelt, wie ich sie kannte, geriet ins Wanken: Galerien schlossen, Kunsthändler meldeten sich seltener, Auktionen erzielten nicht mehr die Summen, die einst unvorstellbar schienen. Inmitten dieser Unsicherheit fragte ich mich: Wie weitermachen? Doch dann ergaben sich unerwartete Chancen, die mir nicht nur Mut gemacht, sondern auch meinen Blick auf meine Arbeit und die Welt verändert haben. Ich möchte diese Erfahrungen teilen, nicht um mich in den Vordergrund zu stellen, sondern um zu zeigen, wie viel möglich ist, wenn wir uns trauen, Neuland zu betreten. 

   
Christian von Grumbkow - Foto:Andreas Fischer 

 Während der Pandemie besuchten mich zwei Ärzte, die sich für meine Arbeiten interessierten. Kurz darauf lud mich einer der beiden ein, meine Werke in einem neugebauten Hospiz in einer Nachbarstadt auszustellen. Anfangs war ich dagegen, dann auch sehr unsicher, weil so etwas im Kunstmarkt nicht üblich ist. Würde es da überhaupt ein kunstaffines Publikum geben, das meine Kunst zu schätzen weiß? Ich überwand meine Bedenken und entschied mich, die Gelegenheit zu ergreifen. Auch, weil ein Teil der Einnahmen an das Hospiz gespendet werden sollte. Zu meiner Überraschung wurden bei der Vernissage vier der größeren Arbeiten verkauft und im Lauf der letzten Monate wurden diese Kunden sogar zu Sammlern! 

 Einige Zeit später schlug der Arztkollege vor, eine Ausstellung auf der Insel Norderney zu organisieren. Das klang zunächst mal völlig ...]]></description><pubDate>Wed, 05 Mar 2025 07:51:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/einfach-mal-machen</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-904]]></dc:identifier></item></channel></rss>