﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!--RSS Genrated: Fri, 13 Mar 2026 14:12:02 GMT--><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ev="http://purl.org/rss/1.0/modules/event/"><channel><title>)) freies netz werk )) KULTUR - Vom Lachen und Machen in finsteren Zeiten</title><link>https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/vom-lachen-und-machen-in-finsteren-zeiten</link><atom:link href="https://fnwk.de:443/Kolumne/rss/category/400/vom-lachen-und-machen-in-finsteren-zeiten" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>RSS document</description><item><dc:creator><![CDATA[Zara Gayk]]></dc:creator><title><![CDATA[Vom Lachen und Machen in finsteren Zeiten]]></title><link>https://fnwk.de/Kolumne/vom-lachen-und-machen-in-finsteren-zeiten</link><enclosure type="image/jpg" url="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/846/torsten-krug2.jpg" length="63644"></enclosure><description><![CDATA[<img src="https://fnwk.de/Portals/0/EasyDNNNews/846/images/torsten-krug2-600-600-p-L-97.jpg" alt="" /> Von Torsten Krug 

 „Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten! // Das arglose Wort ist töricht. Eine glatte Stirn / Deutet auf Unempfindlichkeit hin. Der Lachende / Hat die furchtbare Nachricht / Nur noch nicht empfangen. // Was sind das für Zeiten, wo / Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist / Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! / Der dort ruhig über die Straße geht / Ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde / Die in Not sind?“ 

   
Torsten Krug - Foto: Andreas Fischer 

 Brechts Gedicht „An die Nachgeborenen“, das er auf der Flucht vor den Nazis im Exil schrieb, möchte man oft und gerne heranziehen, scheut sich aber sogleich, seine „finsteren Zeiten“ mit unseren zu vergleichen – womit wir schon wieder beim Thema des Gedichts wären. Selbstverständlich erleben „wir“ beispielsweise als Stadtgesellschaft in Wuppertal nicht den Hauch einer Lage, wie sie sich Brecht darstellte. Doch sind wir als globale Gesellschaft heute so vernetzt, sind das Leid und die Bedrohungen durch neu erstarkte faschistische Bewegungen so real und nicht nur virtuell nah, dass viele von uns selbst diese virtuelle Konfrontation meiden – oder eben auch: nicht mehr lachen, kein Gespräch mehr über Bäume führen, ihre Stirn kaum noch glatt wird. Doch „Auch der Haß gegen die Niedrigkeit / Verzerrt die Züge. / Auch der Zorn über das Unrecht / Macht die Stimme heiser. Ach, wir / Die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit / Konnten selber nicht freundlich sein“, heißt es später im Gedicht. 

 Tatsächlich fällt es oft gerade den Feinsinnigeren unter uns schwer, gelassen und freundlich zu bleiben angesichts der allgegenwärtigen Verrohung und Dummheit. Was dabei verloren geht, ist schon das Lächeln auf der Straße, das Grüßen, selbst die freundliche Begegnung mit Gleichgesinnten. 

 Ob das oft beschriebene Lachen der Kamala Harris gegen den faschistischen Troll gesiegt haben wird, kann ich zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Kolumne noch nicht ...]]></description><pubDate>Wed, 06 Nov 2024 08:20:00 GMT</pubDate><guid>https://fnwk.de/Kolumne/vom-lachen-und-machen-in-finsteren-zeiten</guid><dc:identifier><![CDATA[b1df5dc6-d91f-42b3-a221-3ce42ee16222-846]]></dc:identifier></item></channel></rss>